Umfrage: Klassische Medien stehen noch immer hoch im Kurs

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Das Meinungsforschungsinstitut YOUGOV hat im Auftrag der dpa Bundesbürger gefragt, auf welche Medien sie am ehesten verzichten könnten. Das Ergebnis der repräsentativen Studie belegt, dass trotz der vielen neuen digitalen Online-Medien das gedruckte Buch und auch das klassische Fernsehen noch immer als unverzichtbare Leitmedien wahrgenommen werden.

Medienrelevanz

In der Umfrage zur Medienrelevanz schneiden klassische Medien noch immer sehr gut ab

Nur 13 Prozent könnten auf gedruckte Bücher verzichten, nur 14 Prozent auf das klassische Fernsehen. 41 Prozent aber könnten auf elektronische Bücher und immerhin 38 Prozent auf Video Streaming verzichten.

Bei der Musik sieht es ähnlich aus:

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Die CeBIT bewegt sich – auf Video

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Wenn die diesjährige CeBIT ein Symbolbild hat, dann ist es das Kamerastativ. Mögen altgediente Kollegen unken, wenn man mit dem Dreibein nach Hannover zieht – aber der/die JournalistIn von heute trägt Ständer. Das trifft auch für mich selber zu, zugegebenermaßen eher in der Rolle als Blogger und Chronist.
Immerhin: zu fünf verschiedenen Gelegenheiten stehen unsere drei anwesenden Kunden Ferrari electronic, LANCOM Systems und virtual solution in den ersten Tagen vor der Kamera: Preisverleihungen, Statements, Hintergrundgespräche – alles wird in bewegten Bildern festgehalten.

Stephan Leschke demonstriert vor laufender Video-Kamera das OfficeMaster Gate Advanced

Video-Aufnahmen auf der CeBIT bei Ferrari electronic: das neue OfficeMaster Gate Advanced

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Band Aid und die dunkle Macht der Medien

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Plattencover "Do They Know It's Christmas?"

Cover

Was war das für ein Spektakel, damals, 1984. Bob Geldof und Midge Ure gründeten die legendäre „Band Aid„. Ziel dieser Vereinigung von zahlreichen Pop-Künstlern aus aller Welt war es, mit einem gemeinsamen Songprojekt Geld für die Hungersnot in Äthiopien zu sammeln.

Pünktlich zur Adventszeit war es dann soweit: Do They Know It’s Christmas? landete aus dem Stand auf allen Topplätzen internationaler Musikcharts. Das Resultat waren 6 Millionen verkaufte Tonträger bei rund 8 Millionen eingenommener US-Dollar. Die Medien waren seinerzeit außer sich vor Freude und Zuspruch – hatte doch „endlich mal jemand etwas getan“… Weiterlesen

Virales Marketing ohne Moralkodex: der Fall Mhoch3

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Es war in der Branche kein Geheimnis. Meinungen und Bewertungen im Internet, in Foren oder auf Bewertungsseiten können gekauft werden. Vielen Verbrauchern war dies nicht klar. Ein Fall aus Österreich könnte dies nun ändern, weil er zum ersten Mal deutlich macht, welches Ausmaß und welche Methoden Agenturen anwenden, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Mindestens genauso schockierend ist dabei die Selbstherrlichkeit, mit der die betroffene Agentur Mhoch3 ihre Dienste anbietet. Dabei verstößt sich nicht nur gegen den „Europäischen Kodex der Verhaltensgrundsätze in der Öffentlichkeitsarbeit“ (eine Kopie des Code de Lisbonne findet sich auf den vibrio-Seiten), sondern möglicherweise auch gegen das Wettbewerbsrecht.

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Virales Marketing durch bezahlte Claqueure: ein Verstoß gegen den Code de Lisbonne

Dass die irreführenden Kommentare gekaufter Claqueure zutiefst unmoralisch sind und Dienstleister wie Kunden in Misskredit bringen sei nur am Rande erwähnt. Der Fall wird auch dazu führen, dass die Skepsis gegenüber sozialen Medien weiter zunimmt, die schon im Zuge der jüngsten Konflikte in der Ukraine und Syrien stark angestiegen ist.

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Social Media und Hörfunk: „Smart Radio“ und der „Second Screen“ für den Radiohörer

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Der Radiomann

Der Autor als Radiomann der ersten Stunde

Unter dem Titel „Smart Radio“ diskutiert die Hörfunkszene seit einigen Jahren ihre Beziehungen zum Thema „Social Media“ auf zahlreichen Kongressen und Online-Foren. Schließlich sind ja Online- und soziale Medien nicht nur eine lebensbedrohende Herausforderung für die Holzpresse, sondern auch für die einst funkelnden funkenden Medien.

Und wie das so ist, so ist diese Debatte natürlich wichtig und richtig, doch purzeln die Begriffe allzu häufig durcheinander und jeder meint etwas völlig anderes, wenn er von der sozialmedialen Zukunft des Hörfunks spricht. Deshalb möchte ich im Folgenden drei verschiedene Herausforderungen nennen, die man auch hübsch getrennt diskutieren sollte:

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Das Ende von Twitter und Youtube als Newsquelle

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Generäle sind stets darauf vorbereitet, den letzten Krieg noch einmal auszutragen. Social Media Propagandisten ebenso. Die Jasmin Revolution war 2011 das goldene Zeitalter der Sozialen Medien, ihr basisdemokratischer Ritterschlag. Die Mächtigen der Welt haben das zur Kenntnis genommen und reagiert: Erdogans Krieg gegen Facebook und Twitter ist ein ungelenkes Beispiel, Russlands Maskottchen Zoich ein meisterhaftes. Mit den Krisen in Syrien, Irak, vor allem aber der Ukraine und Gaza erleben wir den uneingeschränkten Propaganda-Krieg auf Twitter, Youtube und Facebook. Die Folge wird sein, dass die Anwender diesen Quellen zunehmend kritisch und zynisch gegenüberstehen. Das ist gut für die Printmedien, TV und Radio, und das Ende der Newsquelle Social Media.

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„2011 Egyptian protests Facebook & jan25 card“ von Essam Sharaf – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

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re:publica 2014 – was vibrio bei der Netzgemeinde gefunden hat

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Neuland-Ikone: Sascha Lobo

Neuland-Ikone: Sascha Lobo

Dank David Hasselhoff und Bianca Jagger hat sich die Netzgemeinde zur re:publica mit ihrer Filter Bubble bis in die Tagesschau vorgearbeitet. Zwischen On- und Offlinern tobt in der Zeit danach ein heftiger Kampf: Ist das wichtig? Ist das relevant? Und wenn oder wenn nicht, warum war ausgerechnet vibrio, eine Agentur die auf PR und Social Media Marketing für High-tech und erklärungsbedürftige Produkte spezialisiert ist, auch dieses Jahr wieder mit zwei Kollegen in Berlin vertreten? Das Fazit der Skeptikerin und des Euphorikers fällt einhellig aus: da muss man gewesen sein. Weiterlesen

Gute Nacht, Abendzeitung? Wie es mit der Zeitung weitergehen könnte

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In diesen Tagen wird sich das Schicksal einer Institution in der Presselandschaft entscheiden: findet sich ein Investor, so kann die Abendzeitung weitermachen. In irgendeiner Art und Weise. Wenn nicht, dann hatte Verleger Johannes Friedmann Recht: es sei „aussichtslos“, so meldete er sich noch am Tag der Insolvenz in der Süddeutschen. Es gibt gute Gründe für seinen Pessimismus, doch auch Strategien für die Zukunft des Boulevards. Fachmedienhäuser wie der Vogel IT Verlag oder IDG machen es vor.

Guteb Abend, Zeitung,gute Nacht?

Die Zukunft des Boulevard liegt in Wearable Media.

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Dieter Eckbauer ist tot. Ein kleiner Nachruf und ein großer Dank.

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Dieter Eckbauer

Dieter Eckbauer, hier zusammen mit Rudy Kulzer (rechts), als Gast der Agentur vibrio auf einer vibLounge.

Eben erfahre ich, dass am vergangenen Wochenende der langjähriger Chefredakteur der Computerwoche Dieter Eckbauer verstorben ist. Einer der wichtigsten Journalisten, die die deutsche IT-Branche je hatte, ist damit für immer von uns gegangen.

Als PR-Chef von Microsoft habe ich mich häufig maßlos über ihn geärgert, als IT-Mann und Freund offener Worte habe ich mich oftmals maßlos mit ihm geärgert. Immer war Dieter Eckbauer ein verlässlicher Streiter für offenen Dialog und klare Worte. Er war nie nachtragend und selten vortragend. Er war immer im Dialog. Er ist Trends ungern gefolgt. Er schrieb noch an seiner Schreibmaschine, als alle Welt schon am PC saß. Und er schrieb an seiner Maschine über PCs, über ihren Fluch öfter, als über ihren Segen. Und deshalb war er immer ein leidenschaftlicher Mahner, einer der uns Einhalt gebot, wenn wir allzu selbstverliebt, technikversessen und optimistisch jedem Trend hinterher liefen. An ihm konnte man sich reiben und so hat er jene, die sich darauf einließen, zum Leuchten gebracht.

Wer von ihm kritisiert wurde, musste sich warm anziehen. Wer von ihm ignoriert wurde, den gab es nicht. Von ihm kritisiert zu werden, war das Ziel vieler.

Dieter Eckbauer prägte über viele Jahre nicht nur den Ruf der Computerwoche als dem führenden Blatt der IT-Branche in Deutschland. Dieter Eckbauer prägte die Branche.

Ein wenig habe ich die Hoffnung, dass er „drüben“ weitermachen wird. Dass er dort – wo immer das sein mag – mit spitzer Feder allen selbstgerechten Engeln ein „B“ vorsetzt. Dass er den Kampf gegen Heerscharen so aufnehmen wird, wie einst seinen Kampf gegen die IBM – nicht weil er die IBM nicht mochte, sondern weil er zeitlebens fand, dass alle Mächtigen ein Korrektiv im Journalismus brauchen. Er hatte recht. Nicht immer, aber öfter, als fast alle anderen.

Mir fällt Hanns-Dieter Hüsch ein, der auf Tucholsky einmal schrieb:

Am Himmel bewegt sich eine Gardine,
die Engel haben Ladenschluss,
da sitzt ein Mann an der Schreibmaschine
und schreibt, weil er schreiben muss.

Der liebe Gott sitzt mit ihm zusammen
und macht ein faltenreiches Gesicht.
Der Mann sagt leise: „Reiss dich zusammen,
komm, wir spielen Mensch ärgere dich nicht.“

 …

Am Himmel bewegt sich eine Gardine,
und über die Milchstrasse läuft eine Maus,
da sitzt ein Mann an der Schreibmaschine,
der sieht wie [Dieter Eckbauer] aus.

Zum Nachruf der Computerwoche.

 

Sotschis Guerilla-Kröte Zoich: Russland: 1 – Social Media: 0

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Die Organisatoren der olypischen Winterspiele in Sotschi mögen sich zahlreiche Schnitzer erlaubt haben. In Punkte Social Media und Guerilla Marketing haben sie der Welt gezeigt, wo der Hammer hängt. Ganz unerwartet für einen monolithischen Apparat haben sie die subversive Kraft des Internet für ihre eigenen Zwecke eingesetzt. Alles was sie dazu brauchten war ein kreativer Designer, Willen zum Erfolg und die Bereitschaft, den (unvermeidlichen) Spott an „ihren“ Spielen nicht nur hinzunehmen, sondern zu fördern. Die Geschichte um Zoich, die Hypno-Kröte, liest sich wie ein gestrichenes Kapitel aus „1984“.

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