Alle Beiträge von Markus Pflugbeil

Markus Pflugbeil twittert unter www.twitter.com/markuspfl

Sorgt das Ende der Zeitungen für einen neuen Journalismus?

Dieser Meinung ist Clay Shirky in seinem jungen Blog. Ein langer, aber interessanter Artikel (auf Englisch), über die Zukunft bzw. das Ende der Zeitung und die Zukunft des Journalismus mit vielen klugen Gedanken zur Ursache der Verlagskrise:

because the core problem publishing solves — the incredible difficulty, complexity, and expense of making something available to the public — has stopped being a problem.

Mit der Konsequenz, zu Ende gedacht:

Society doesn’t need newspapers. What we need is journalism.

Leider ist der Blog noch so jung, dass es dort keine weiteren Angaben zum Autor gibt. Die deutsche Wikipedia schlägt diesen hier vor:

Clay Shirky (* 1964) ist ein US-amerikanischer Redner, Autor und Berater zum Thema Internet. Er unterrichtet Neue Medien als Assistenzprofessor im Rahmen des Interactive Telecommunications Program an der New York University. Sein Unterricht umfasst unter anderem die Effekte der Netzwerktopologien von sozialen Netzwerken und die Frage, wie das Internet menschliche Beziehungen, Kommunikaton und Gesellschaft verändert.

Demnach wäre dies hier seine Homepage.

An Tagen wie diesen ist auf den Papst verlass…

Nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden und den Nachrichten über die weiter ernste Lage auf den Finanz- und sonstigen Märkten, sorgt wenigstens der Papst für etwas Heiterkeit. Zitiert aus der Süddeutschen Zeitung von heute aus einem persönlichen Schreiben von Papst Benedikt XVI. an seine Bischöfe zum Thema Pannen in Zusammenhang mit der Piusbruderschaft:

Ich höre, dass aufmerksames Verfolgen der im Internet zugänglichen Nachrichten es ermöglicht hätte, rechtzeitig von dem Problem Kenntnis zu erhalten. Ich lerne daraus, dass wir beim Heiligen Stuhl auf diese Nachrichtenquelle in Zukunft aufmerksamer achten müssen.

Hallo, wer bitte sitzt in der Pressestelle des Heiligen Stuhls? Und warum muss der Papst das lernen, vielleicht sollten es seine Berater und Pressesprecher tun… sollte es tatsächlich so sein, dass die Pressestelle das Internet nicht beobachtet hat? Nein, nein: wenn man liest, dass der Papst jetzt auch YouTube zur Verbreitung seiner Botschaft nutzt, kann ich das nicht glauben. Oder vielmehr: Da kann man vom Glauben abfallen….

Wird Microsoft Google auf Umwegen überholen?

image

Bisher war ich ja der Meinung, dass Microsoft am Internet scheitern wird, weil Google viel zu weit ist. Nun schildert aber ein spannender Post auf dem seo.de, was Facebook zukünftig alles bieten wird. Seine Prognose deshalb: Facebook wird als individueller Aggregator in Zukunft wichtiger werden, als die anonymen Suchergebnisse von Google. Mit der Beteiligung von Microsoft an Facebook ist den Redmondern evtl. ein Schachzug geglückt, den ich bisher übersehen habe. Dazu passt die aktuelle Nielsen Studie über die spiegel online ausführlich berichtet, die den sozialen Netzwerken enormes Wachstum prognostiziert und zwar über alle Altersgruppen hinweg. Die spannende Frage die dort aufgeworfen wird bleibt: wie verdient Facebook Geld, ohne seine Nutzer zu vergraulen – für Microsoft übrigens das altbekannte Problem mit dem Geldverdienen im Web?

Im übrigen habe ich heute etwas mit Facebook gekämpft, ergonomisch kann man die Oberfläche wirklich nicht nennen, was von den Links und RSS und Statusmeldungen wo erscheint, kann ich immer noch nicht einschätzen… aber ich bin lernwillig (und natürlich mit Xing, damals noch OpenBC groß geworden 😉

Neulich im McDonalds…

…am Irschenberg (an der A8 München-Salzburg, einer der meist befahrenen Autobahnen Deutschlands, beliebter Halt zum Beispiel auf dem Weg in die Tiroler Skigebiete für den Morgenkaffee und auf dem Rückweg für den Burger nach dem Germknödel.)

Hat doch der amerikanische Fleischpflanzlbrater tatsächlich nicht nur ein gutes Drittel seines “Restaurants” für den McCafé geopfert, nein, gleich links vom Eingang befindet sich ein Multimediacenter genanntes Rund, mit zwei Flachbildschirmen und mehreren Fernsehbildschirmen (wo die üblichen unvermeidbaren Videoclips laufen). Ein Großflachbildschirm lässt sich sogar vom Publikum mittels randalesicherer Tastatur und Maus bedienen (logisch, dass da sofort die vibrio Homepage zu sehen war, unten leider schwer zu erkennen 😉 wie übrigens auch an der PC-Säule mit zwei Internet-Terminals).

IMAGE_065

Noch interessanter als die vibrio Homepage im McDonalds ist jedoch die Frage: was bringt einen Massenabfütterer dazu, an einem der sicherlich meistfrequentierten Autobahn McDonalds , einen großen Teil seiner Geschäftsfläche für das “Multimediacenter” zu opfern?

Da müssen ja irgendwelche betriebswirtschaftlich schlauen Kerle oder Mädels nachgerechnet haben, dass es mehr Umsatz bringt, ein paar Internet-Terminals anzubieten, als weitere Fritteusen und Grills aufzustellen. Sehr interessant!

Dazu fällt mir ein, unser Kunde Dacos macht etwas ähnliches: mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz und anderen Auswerteverfahren wird festgestellt, durch welche Preis- und Angebotsveränderungen, insbesondere Retailer ihre Umsätze verbessern können. Ein einfaches (und sicher vereinfachendes) Beispiel: Wird der selten gekaufte, teure analoge Schwarz-/Weiß-Film aus dem Programm genommen, kommen ausgerechnet die Kunden nicht mehr, die die teure Rasiercreme mit der hohen Marge gekauft haben, folglich bleibt der s/w-Film im Angebot (so wie das Multimediacenter bei McDonalds).

Und zum Schluss: auf irgendeinem “Welt der Wunder”, “Die Reportage” oder “Galileo” habe ich unlängst gesehen, dass die Supermärkte mit unterschiedlicher Beleuchtung je nach Ware arbeiten. So sieht das Obst noch knackiger aus, die Milchprodukte noch weißer, das Brot noch knuspriger… wie wir verführt werden sollen… immer wieder spannend, sich das vor Augen zu halten.

Compuware bloggt und rockt

So stellt sich Compuware CIO Rick vor
So stellt sich Compuware CIO Rick vor

Noch schnell gebloggt, bevor es zu spät ist. Kollege Staudt machte uns auf die Seite rockitman.de aufmerksam, über die die aktuelle Ausgabe der Computerwoche auf der letzten Seite berichtet. Für uns als Kommunikationsexperten ist es durchaus interessant zu sehen, wie ein Unternehmen wie Compuware in der Web 2.0 Welt agiert: mit dem Blog eines rockenden CIO, der auf Pamela Anderson steht, Details zu seiner Person siehe hier.

Laut Computerwoche Gespräch mit der Marketing-Managerin von Compuware soll der rockende, virtuelle CIO eine “Essenz” der Compuware Kunde darstellen… Also schnell durchgeklickt und folgendes festgestellt: auf die Seite gelockt werden die Internetuser mit einem Gewinnspiel (kein Link, da schon abgeschlossen), bei dem ein Wii Guitar Hero Komplettsetz zu gewinnen war. Leads sollten wohl über den Link Hintergrundinformationen generiert werden, was sehr seltsam ist, denn die dort angebotenen Themen haben mit den Blogposts von Rick auf den ersten Blick wenig zu tun, der hier seine Vorliebe für Classic Rock statt Überschriften zum Besten gibt. Statt dass man mit einem Klick mehr erfährt, muss man dann seine Kontaktdaten eingeben – verständlich aus Marketingsicht, aber meines Erachtens einen Klick zu früh, denn mich hätte schon vorab mal interessiert, was Compuware unter “Vantage-Lösung, Risiko-Absicherung und proaktives Handeln, Sparen und Wertbeitrag, Effizientes Troubleshooting und SLM und Transparenz gegenüber dem Business” genauer versteht, bevor ich meine Daten hinterlasse. Laut Computerwoche Bericht sei das Unternehmen aber mit dem Erfolg des Blogs, der Mitte März wieder abgeschaltet werden soll, aber sehr zufrieden.

Die zweite Welle liebe Compuware Blogger alias Rick wäre jetzt natürlich, wenn sich eine Facebook Gruppe mit dem Titel “Rick soll weiter leben!” gründet, wäre das nicht was?

Zu Erinnerung an die Seite hier ein Auszug:

Blogposts des rocken- und bloggenden CIOs Rick
Blogposts des rocken- und bloggenden CIOs Rick

Gewinnspiele zur Lösung von Verkehrsproblemen

Wie bekommt man mehr Abonnenten für seinen YouTube Kanal als Giga, der Hamburger SV, die FDP, die Linksfraktion, Silbermond und National Geographic? Wie bekommt man von 31. Januar bis 10. Februar 688 Kommentare und Trackbacks auf seine Seite? Virales Marketing, PR 2.0, Bestechung, Hacking?

Nein, es geht viel einfacher, wie die Seite http://www.netbooknews.de/ beweist: man muss einfach ein Gewinnspiel mit einigermaßen attraktiven Preisen anbieten (drei Netbooks als Hauptpreise, aber auch T-Shirts und Taschen des eigenen Unternehmens) und von den Teilnehmern verlangen, dass sie zum Mitspielen den YouTube Kanal abonnieren oder einen Trackback auf den Gewinnspielpost legen. Und ab geht das posten! Wie ich draufgekommen bin? Über Rivva. Wie funktioniert Rivva: „Wie Google zählt auch Rivva einen Hyperlink als Empfehlung. Wird ein Artikel von verschiedenen Seiten verlinkt, greift Rivva diese Diskussion auf. Je heißer ein Thema diskutiert wird, desto stärker versucht Rivva noch weitere Quellen zu entdecken. Auf diesem Weg findet Rivva jeden Tag weitere Blogs.“

rivva_netbook

Deshalb wurde das an sich unwichtige Gewinnspiel hier auf die Titelseite gespült und in meinem Netvibes Rivva RSS Feed angezeigt.

Ist das nun die Lösung all unserer Traffic Probleme? Werden unsere Web 2.0 viralen Konzepte und Kampagnen damit überflüssig? Reicht es, einfach ein paar mehr oder weniger attraktive Preise in seinem Blog anzubieten und schon hat man den gewünschten Traffic? Für ein Consumer-Portal wie Netbooknews vielleicht, vermutlich werden einige Prozent der Trackbacker und YouTubeKanäler auch nach dem Gewinnspiel hängen bleiben. Wie viele davon das Portal und den Kanal aber weiterhin ernsthaft nutzen sei dahingestellt. Nachhaltiges Marketing kann man dies wohl nicht nennen, eher ein Strohfeuer. Wenn das die einzige Marketingmaßnahme bleibt, wird wohl Netbooknews eines Tages zum Gewinnspielportal mit zusätzlichen Netbook-Nachrichten – denn anders lässt sich vermutlich der Traffic nicht aufrecht erhalten – außer die Inhalte und das Angebot stimmen. Ob das bei Netbooknews so ist, werden die Nutzer zeigen (wie oft kauft man sich eigentlich ein Netbook?). Die Testvideos sind zumindest nett gemacht.

Dafür hat das Gewinnspiel kurzfristig natürlich etwas gebracht, was sonst nur schwer und teuer zu erreichen ist: Aufmerksamkeit für den Namen. Ich werde mich an netbooknews erinnern, wenn ich mir mal ein Netbook zulegen sollte (wobei ich mit meinem 12,1 Zoll Mini-Notebook eigentlich schon ganz nah dran bin ;-).

PS: Natürlich ist mir bewusst, dass ich mit diesem Eintrag den Traffic der Seite weiter steigern werde und auch ein Gewinnspielteilnehmer geworden bin 🙂

#Bloggertreff in München

 reservierung_ausschnittGestern Abend fand das dritte (?) Blogger- und Twittertreffen im Hofbräukeller in München Haidhausen im Vorfeld der DLD Conference von Burda statt. Zum Anmeldeschluss mit nahezu 220 Teilnehmern ausgebucht (davon ca. 25 Prozent Frauen). Nach Angaben des Veranstalters wurde die magische Zahl von 200 Gästen (letztes Jahr 150) registriert. Die Teilnehmerliste zeigt ein heterogenes Bild aus rund einem Drittel unabhängigen Bloggern, einem Drittel Unternehmensvertretern und einem Drittel Agenturen und Dienstleistern aus dem Web 2.0 Umfeld.

Wer die Live-Berichterstattung auf Twitter nachvollziehen möchte, kann dies bei Twitter Search #Bloggertreffen tun. Allerdings litt die Aktualität des Streams an der mangelhaften Online-Verbindung im Hofbräukeller, was vermutlich, neben der Location, zu der guten Stammtischatmosphäre mit angeregten Unterhaltungen beitrug.

Oder wie es Klaus Schwab von u.enterprise ausdrückte, nachdem er mir sein Web 2.0 Geschäftsmodell erläuterte:

Die höchste Qualität der Kommunikation ist es, miteinander ein Bier zu trinken.

empfang

Insbesondere nach 22.30 Uhr geriet die Masse der Blogger in Bewegung und aus den vielen Stammtischen im Hofbräukeller wurden Stehgruppen. Man traf alte Bekannte und schloss neue Bekanntschaften. Ergänzt wurden die lokalen und regionalen Blogger von Teilnehmern der DLD, unvermeidlich erkennbar an den doppelt so großen Badges 😉

Insgesamt eine wichtige Veranstaltung fürs Networking und den Gedankenaustausch, die Barcamps angenehm ergänzt.

networking Dank an Klaus Eck vom PR-Blogger für die Organisation und Flexibilität gegenüber den Sponsoren, die ich für Oracle am eigene Leib erfahren durfte. Wer sich übrigens fragt, warum Oracle als Sponsor eines Bloggertreffens auftritt, findet die Antwort beim Thema Enterprise 2.0. Oracle zeigt auf seiner ersten virtuellen Live-Konferenz – übrigens eine Halbtagsveranstaltung mit Vorträgen, Ausstellung (!) und Networking 😉 wie Unternehmen von den Vorteilen der Web 2.0 Technologien profitieren können.

Wenn einer eine Reise tut, dann…

regulärer abflug in muc: 8:55

50 minuten verspätung.

anruf kunde wg verspätung und info: saarbrücken nebel. frag mal nach ob ihr überhaupt hier landet. nicht dass ihr nach luxemburg weiterfliegt.

mik fragt nach: kein problem.

D119-16-C47-P nebel über saarbrücken. maschine geht tiefer. nebel, tiefer. nebel. tiefer. blick aus dem fenster. baumwipfel im nebel. kein flughafen. maschine startet durch. pilot hat wohl auch aus dem fenster geschaut. das beruhigt.

wieder über dem nebel: durchsage: in saarbrücken nebel. wir fliegen direkt nach luxemburg.

20 minuten später. durchsage: über luxemburg nebel. wir kreisen bis es besser wird. wir kreisen 20 minuten. nebel. durchsage: wir fliegen nach frankfurt. dort mit besserer maschine nach luxemburg. ich habe keine lust mehr. auch keinen termin mehr. landung in frankfurt. leider gibt es derzeit keinen freien bus zum shuttle zum terminal. 20 minuten warten. in frankfurt nach münchen umgebucht. schlange am counter. eine lh-mitarbeiterin sieht mich. hat mitleid. oder angst. ich darf an den firstclass counter. umgebucht. hier warte ich jetzt auf den flieger. eben durchsage: mindestens 30 minuten verspätung weil maschine später reinkommt.

ich geh jetzt an die bar… oder die lh-frau von vorhin suchen …

[Gepostet von Markus im Auftrag von Michael (während der Eingabe verreist 😉  illustriert mit freundlicher Unterstützung von Lufthansa]

Wenn vor Haus C die grüne Flotte parkt… Oder: wir arbeiten mit den Produkten unserer Kunden…

Was gibt es Schöneres für eine Agentur, als wenn die Mitarbeiter von den Produkten für die sie arbeiten, überzeugt sein können. Wie schon hier beschrieben, sind unsere Waschräume mit Seifenspendern und Handtuchrollen von CWS-boco ausgestattet. Heute früh war es mal wieder soweit: die Lieferung frischer Handtuchrollen erfolgte. Gebracht hat sie ein freundlicher Servicefahrer, standesgemäß im CWS-boco-CI-konformen Outfit und mit umweltfreundlichen Erdgasfahrzeug (mehr dazu in unserem Pressetexten (als RTF) zu Iveco und Mercedes) unterwegs.

Ein schnelles Foto konnte ich mir nicht verkneifen, auch wenn der Servicefahrer leicht überfordert war, als ich ihm zu erklären versuchte, was wir für CWS-boco tun und dass er jetzt ins Internet kommt – sein Erdgasfahrzeug hat er mir trotzdem in Position gefahren.

erdgas

Stark vernachlässigt: Handhygiene auf den Klogblogs

Natürlich hat der Besuch eines (mehr oder weniger) stillen Örtchens etwas Erleichterndes an sich und das „Kerngeschäft“ findet ja auch auf der Schüssel (oder vor dem Pissoir/Urinal) statt. Mehrere Blogger widmen sich bereits der Aufgabe, die Schüsseln und Pissoirs (bzw. deren Zustand) zu dokumentieren und auch zu kommentieren.

Übersehen oder nur in einem Nebensatz erwähnt wird dabei leider nur allzu häufig, dass ein erfolgreiches Kerngeschäft auch einen stilvollen und sauberen Ausklang benötigt, um das Gesamterlebnis zu verstärken. Während das Waschbecken von den Bloggern und ihren zahlreichen Unterstützern fotografisch oft noch erfasst wird, ist die Ausstattung für das Händetrocknen den wenigsten Bloggern einen Satz oder gar ein Bild Wert.

Hier ein paar Hinweise, welchen Stellenwert die Handhygiene in den einschlägigen Blogs hat, gibt es im Folgenden:

Weiterlesen