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agenturen als blog-spammer

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spam

das ist ein interessantes thema, das oliver gassner zur zeit in seinem blog aufgreift. es gibt immer mehr agenturen, die im auftrag ihrer kunden kommentare auf weblogs stellen mit dem ausschliesslichen ziel über diese kommentare links auf die sites ihrer kunden zu hinterlassen. oliver gassner bezeichnet das als „spam“. und ich meine, er hat recht!

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pr macht fernsehen

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pr 2.0-guru prof. dr. ansgar zerfaß hat gemeinsam mit der dpa-tochter news aktuell die bewegtbildstudie 2008 veröffentlicht. 2.400 journalisten und pr-menschen haben über ihre arbeit mit bewegtbildern im internet berichtet.

die ergebnisse im schnelldurchgang:

– im vergleich zu redaktionen haben pressestellen und pr-agenturen beim einsatz von bewegtbild im internet noch nachholbedarf. so nutzt jeder dritte journalist, aber nur jeder fünfte pr-mensch täglich vodcasts.

– die meisten pr-menschen sehen bewegtbilder v.a. im corporate publishing, gefolgt von der pressearbeit, danach folgen web 2.0, interne kommunikation und investor relations.

– 90 prozent der befragten erwarten für die zukunft, dass die bedeutung von online-bewegtbildern zunehmen wird.

meine einschätzung: natürlich werden pod- und vodcasts immer wichtiger. dabei geht es aber weniger um ihren einsatz in der klassischen pressearbeit. viel wichtiger wird ihr einsatz als online-kommunikation mit der öffentlichkeit und mit definierten zielgruppen im rahmen von web 2.0. und ob wir das dann pr 2.0 oder online-dialogmarketing nennen ist wirklich gleichgültig. vodcats und ip-tv werden weniger in der kommunikation zwischen pressestellen und journalisten zum einsatz kommen (ja, da auch; aber nicht erstrangig), sondern in der direkten kommunikation von öffentlichkeitsarbeitern mit den zielgruppen des unternehmens unter umgehung der klassischen medien. so jedenfalls diskutieren wir das mit heute unseren kunden. und so werden derzeit auch die budgets bei unseren kunden verschoben. über ein beispiel haben wir hier ja schon berichtet.

podcast zur Oracle vibrio studie zum thema pr 2.0

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mikrofon

pr-on-air, der „podcast-sender für kommunikationsmanager“ veröffentlicht in seiner aktuellen ausgabe einen beitrag zur Oracle vibrio Studie zum thema „journalisten und web 2.0“. wer es aushält, mir fast neun minuten lang zuzuhören ohne mich unterbrechen zu können – bitte!

by the way: der „podcast-dienst für kommunikationsmanager“ wird von engagierten studenten des instituts für kommunikationsmanagement der fachhochschule osnabrück gemacht. dabei handelt es sich sicherlich um einen frühen versuch, die möglichkeiten, die web 2.0 heute bietet, zu erproben. was man aber auch sieht: hörfunk – und um nichts anderes handelt es sich hier – muss unsere branche erst noch lernen. interviews, dramaturgie, spannung, o-töne – alles was ein tolles wortprogramm im hörfunk heute ausmacht (ich denke an bayern 2 oder den deutschlandfunk) will gewissenhaft gelernt sein. und die interaktivität wird sich eines tages sicherlich auch nicht in der möglichkeit kommentare zu hinterlassen erschöpfen.

wer aber heute über diesen noch ein wenig rudimentären dienst die nase rümpft, der sollte sich vielleicht darauf einstellen, dass dort die künftigen hörfunk-online-reporter unserer branchendienste arbeiten. das jedenfalls wünsche ich den engagierten kollegen von pr-on-air von herzen.

klug sind deshalb die kollegen von steinberg (das sind die mit den tollen cubase-musikprogrammen), die diesen jungen und zukunftsfrohen online-service als sponsoren unterstützen. dieses product placement haben sie sich ehrlich verdient 😉

Mein ideales Social Media Release – ohne Bullet Sh.. im Vorspann!

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Als Journalist oder PR-Texter sollte man gelernt haben, komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche reduziert verständlich darzustellen. Weil das zugegebenermaßen manchmal wirklich hohe Kunst ist , hat man jetzt mit dem Social Media Release eine Ausrede, Fakten ohne Zusammenhang in Bullet Points darzustellen. Bullet Sh.. sage ich dazu. Oder traut man vielleicht dem Web Zwonuller nicht zu, zusammenhängende Absätze zu lesen?

Wie sagte Christoph Witte, Herausgeber der Computerwoche, unlängst auf einer Veranstaltung von vibrio: Journalisten seien zwar nicht faul, aber sie haben wenig Zeit. Warum sollen sie dann, statt den bewährten zusammenhängend lesbaren Vorspännen, Englisch: Teasers, für ihre aktuellen Nachrichten, Bullet Points entfernen und wieder lesbare Absätze bauen müssen? Verstehe ich nicht. Meine Ideal-SMR ist mit druckreifem Vorspann OHNE Bullet Sh…äh Points.

Dagegen, dass weitere Fakten NACH dem Vorspann stark gegliedert oder gar mit Bullet Points aufgelistet werden, habe ich aber nichts.

Dank Tipps des Kollegen Broy bezieht sich dieser Beitrag auf die latenten Debatten um das Social Media Release, z.B. hier und ein Beispiel für besonders viel Bullet Sh.. hier. Sorry für die Assoziation mit dem Bullsh.., aber sie passt halt in dem Fall so schön.

Im übrigen ist der angegebene Social Media Newsroom ein gutes Beispiel für die zunehmende Schizophrenie in der PR: will man nun Journalisten etwas mitteilen, das sie anschließend veröffentlichen sollen oder will man dort direkt mit den „Konsumenten und Online-Multiplikatoren“ in Diskussion treten. Für die letzteren Zielgruppen bräuchte man eigentlich keinen Newsroom, da würden die normalen Social Media Angebote wie Blog mit Kommentarfunktione etc. doch schon ausreichen. Oder, spannend umgekehrt gefragt, wofür braucht es dann eigentlich einen Newsroom, social oder nicht, noch?

digitaler journalismus – neue europäische studie des oriella-netzwerks

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„User-Generated-Content (UGC) scheint bei europäischen Journalisten hoch im Kurs zu stehen: 62 Prozent begrüßen ausdrücklich vom Leser erstellte Inhalte, über 70 Prozent der Medienangebote setzen auf Leserkommentare und immerhin 30 Prozent bieten die Möglichkeit, Bilder hochzuladen.“ das schreibt stephan fink in seinem aktellen beitrag im mediacoffe blog. er stellt dort die ergebnisse einer paneuropäischen umfrage zum thema „digitaler journalismus“ vor.

werden nun alle zeitungen zoomer-medien? ich bin neugierig, welcher ansatz für individualisierte online-zeitungen sich durchsetzen wird. manches an zoomer ist ja wirklich sannend: die mischung aus professionellem inhalt und user-gewichtung etwa. vielleicht ist das wirklich ein praktikabler ausweg aus dem dilemma zwischen profi-journalismus und user generated content (siehe die diesbezüglichen ansichten von tim cole) bei zoomer.de erstellen ja professionelle journalisten die inhalte und die leser gewichten sie, platzieren sie also auf der online-site.

wenn man das ganze dann noch um die individualisierungs-features von dailyme ergänzen könnte, wäre vielleicht wirklich eine neue mediengattung geboren. was meinen sie? wer macht das rennen? zoomer.de oder daily.com?

PR für Blogger

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mein alter kollege, mitarbeiter und freund flo ranner, zugleich blog-anstifter und web 2.0er, hat einige blogger befragt, ob sie an pr-informationen interessiert seien.

die ergebnisse in kürze hier.

die ergebnisse in extremer kürze:

1) 3/4 aller blogger wollen pr-infos zugeschickt bekommen. das hat mich überrascht!

2) 17 prozent wollen auf gar keinen fall.

3) in konsequenz bleibt einem derzeit nichts anderes übrig, als blogger individuell abzufragen, wie man sie standardisiert mit informationen bedienen kann. dabei muss man sich

a) individuell mit den profilen der blogs befassen

b) sodann eine email an den blogger richten und mit ihm ein zu eins klären, was er will

c) einen weg finden, ihm die infos zur verfügung zustellen, an denen er interessiert ist.

grundsätzlich unterscheidet sich diese vorgehensweise nicht von der behandlung von vip-journalisten.