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Gatekeeper

Wenn der Algorithmus der Gatekeeper wird

vibrio25
vibrio 25 Jahre

Gatekeeper – was waren das noch für schöne Zeiten. Sie waren zu identifizieren, sie waren Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung und Ziel aller PR-Schaffenden. Hatte man den Gatekeeper überwunden, war die Veröffentlichung nicht mehr weit. Das galt insbesondere für gedruckte Fachpublikationen, oftmals auch für Tages- und Wochenzeitungen und seltener für den Rundfunk; die Produktionsbedingungen des Letzteren (Ton, Bewegtbild) waren immer schon zusätzliche Hürden für die PR. Der Gatekeeper war dennoch gemeinhin der Journalist, den es zu überzeugen galt, die Story oder das Produkt für „berichtenswert“ zu halten (Altmarketingsprech für leserrelevant ). Das war damals schon so schlicht wie vereinfacht gedacht.

Denn die Gatekeeper-Forschung fand heraus – wieder ein Wunder der Kommunikationswissenschaft – dass die Relevanz für den Leser gar nicht das einzige Kriterium für den positiven oder negativen Bescheid des Journalisten ist.

PR-Tricks um Gatekeeper zu überwinden

Für die Kontakte zu Journalisten gilt es noch ein paar Gründe für oder gegen eine Veröffentlichung zu bedenken; richtig eingesetzt könnte man sie sogar als PR-Tricks bezeichnen. Hier nur ein paar Beispiele:

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Nach zwei Jahrzehnten: Neues auf der Wiesn

In den kommenden zwei Wochen steht München wieder Kopf. Oder vielmehr auf der Bierbank. Das 181. Oktoberfest geht auch an vibrio nicht spurlos vorüber – sogar einen kleinen Ausflug planen wir heuer. Was sonst noch neu oder zumindest aus meiner Sicht ein Höhepunkt ist, könnt ihr hier nachlesen – kleine Zusammenfassung der Vorberichterstattung inklusive. Weiterlesen

Das Ende von Twitter und Youtube als Newsquelle

Generäle sind stets darauf vorbereitet, den letzten Krieg noch einmal auszutragen. Social Media Propagandisten ebenso. Die Jasmin Revolution war 2011 das goldene Zeitalter der Sozialen Medien, ihr basisdemokratischer Ritterschlag. Die Mächtigen der Welt haben das zur Kenntnis genommen und reagiert: Erdogans Krieg gegen Facebook und Twitter ist ein ungelenkes Beispiel, Russlands Maskottchen Zoich ein meisterhaftes. Mit den Krisen in Syrien, Irak, vor allem aber der Ukraine und Gaza erleben wir den uneingeschränkten Propaganda-Krieg auf Twitter, Youtube und Facebook. Die Folge wird sein, dass die Anwender diesen Quellen zunehmend kritisch und zynisch gegenüberstehen. Das ist gut für die Printmedien, TV und Radio, und das Ende der Newsquelle Social Media.

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„2011 Egyptian protests Facebook & jan25 card“ von Essam Sharaf – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

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Gute Nacht, Abendzeitung? Wie es mit der Zeitung weitergehen könnte

In diesen Tagen wird sich das Schicksal einer Institution in der Presselandschaft entscheiden: findet sich ein Investor, so kann die Abendzeitung weitermachen. In irgendeiner Art und Weise. Wenn nicht, dann hatte Verleger Johannes Friedmann Recht: es sei „aussichtslos“, so meldete er sich noch am Tag der Insolvenz in der Süddeutschen. Es gibt gute Gründe für seinen Pessimismus, doch auch Strategien für die Zukunft des Boulevards. Fachmedienhäuser wie der Vogel IT Verlag oder IDG machen es vor.

Guteb Abend, Zeitung,gute Nacht?
Die Zukunft des Boulevard liegt in Wearable Media.

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Matchmaking in Social Media: nur virtuelle Partnerschaften?

Virtuelle Schokolade
Virtuelle Schokolade macht niemanden satt. Aber auch nicht dick.

Virtuelle Schokolade macht keinen satt. Digitale Blumen sind zwar hübsch, aber wer seiner Freundin, Frau oder Verehrten einen Pinterest-Link statt einer Fleurop-Gabe schenkt, der wird heute einen eher unromantischen Abend verbringen. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit der Liebe an und für sich: sehnsüchtige SMS und E-Mail, anzügliche Fotos per Smartphone oder Facebook-Beziehungsstati sind zwar nettes Beiwerk, können aber das echte Gefühl nicht einmal angemessen beschreiben, geschweige denn ersetzen. Möchte man meinen. Aber man könnte sich irren.

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Urheberrecht: eher geht ein iPad durch eine Nadelöhr-große Antenne…

Die Firma Aereo darf wohl für sich in Anspruch nehmen, Ziel des absurdesten Rechtsstreits im Bereich Urheberrecht zu sein, der aktuell verhandelt wird (und das will was heißen). Wie kam das New Yorker Startup-Unternehmen zu dieser Ehre? Durch das Erkennen einer Gesetzeslücke, um öffentlich zugängliches, terrestrisches Fernsehen auf iPad und iPhone zu bringen. Weiterlesen

handelsblatt wird interaktiv

habla

natürlich konnten sie auch bisher schon wichtige notizen ins handelsblatt schreiben (s.o.). künftig aber kann ich mitlesen. das handelsblatt öffnet seine virtuellen seiten den lesern. jedenfalls indirekt. seit heute verweist die online-ausgabe des handelsblatts am ende jeden artikels auf blogs, die auf den entsprechenden artikel verweisen. genutzt wird dazu die blogsuchmaschine twingly, die leser der dampflog spätestens seit vergangenen montag bereits kennen. wer mehr zu diesem service wissen will, der lese beim habla-kollegen knüwer nach.