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Global PR – mehr als nur eine Überwindung der Sprachbarriere

Volles Literaturhaus: rund 40 PR-Fachleute besuchten den Vortrag zur globalen PR
Volles Literaturhaus: rund 40 PR-Fachleute besuchten den Vortrag zur globalen PR

Public Relations sind mit den Sozialen Netzwerken ein internationales Handwerk geworden –  spätestens, denn schon davor hatten die meisten Kunden internationales Geschäft, das kommunikativ unterstützt sein wollte. Die Echokammer Internet aber rückt diese Thematik in den Vordergrund: was jenseits des Weißwurstäquators passiert, auf der anderen Seite von Rhein, Ärmelkanal, Atlantik oder Datumsgrenze, beeinflusst das Unternehmensbild auch hierzulande. Auf der Aufgabenliste vieler Unternehmen stehen bei der Wahl ihrer Berater und Agenturen deswegen globale Konzepte und die Integration in internationale PR-Strukturen.  Ein Umstand, den auch die Besucherzahl des Seminars „Do you speak global? Current trends within the global PR industry“ verdeutlichte: bis in die letzte Stuhlreihe war der Vortrag Christopher Barrons von news aktuell im Münchener Literaturhaus besetzt.

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Die Russen kommen – Aus dem Tagebuch eines kleinen PR-Mannes am Rande des Wahnsinns – Folge 2

Wenn die Internationalisierung auf deutsche Bürokratie trifft, dann erlebt man in (m)einer kleinen Agentur am Rande der Stadt den blanken Wahnsinn.

Was bisher geschah: Seit vielen Jahren arbeiten wir für einen global tätigen Kunden, der an dieser Stelle aber anonym bleiben soll. Im Juli planen wir ein strategisches Planungsgespräch und wollen – dies wünscht auch unser Kunde – einen russischen Partner hierzu einladen. Russische Staatsbürger aber benötigen für einen Besuch in Deutschland ein Visum. Und ein Visum setzt so allerlei voraus: so mussten wir unserem Partner erst einmal eine formale Einladung zusenden. „Formal“ bedeutet zum Beispiel, dass wir die Ausweisnummer unseres Gastes vorher abfragen müssen. In der Einladung mussten wir erklären, dass wir sämtliche Kosten übernehmen und für die Rückreise sorgen. Und das ganz unabhängig davon, ob unser Russe ein reicher „Bissenessmän“ ist oder nicht. Im Zweifelsfall kauft er vielleicht das ganze Landratsamt samt Landrat und schenkt beides seiner Frau, aber um eine Reisekrankenversicherung wir für ihn muss ich mich kümmern. Meine Unterschrift musste natürlich amtlich beglaubigt werden. Und selbstverständlich braucht es auch einen Handelsregisterauszug (beglaubigt).

Irgendwann hat man dann glücklich alle Unterlagen und Stempel zusammen und beginnt sich auf das Treffen und konstruktive Gespräche zu freuen – wäre da nicht noch ein letzter bürokratischer Irrsinn: es stellt sich heraus, dass unser Gast im Landkreis München – denn eben dort residiert die Agentur des kleinen PR-Mannes am Rande des Wahnsinns – in einem Hotel eingebucht werden muss. Das Meeting findet aber in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Es gibt ja noch mehr Teilnehmer. Die übernachten dann natürlich in dem Hotel, in dem auch das Meeting stattfinden wird. Unser Russe aber darf doch nicht einfach dort schlafen, wo sein Termin stattfindet. Der gehört zur Agentur. Das ist MEIN Russe. So lernt er endlich auch ein modernes Nahverkehrssystem kennen: morgens in die S-Bahn, abends in die S-Bahn. Da wird er schauen, der Russe.

Warum das so ist?       Weil das so ist!

Das Schlimmste an der Bürokratie ist, dass es niemanden gibt, den man verantwortlich machen kann. Die Mitarbeiterin im Landratsamt ist freundlich und tut wirklich alles, damit ich rechtzeitig zu meinem Russen komme. Sie wird geknebelt von unsinnigen Vorschriften, die erlassen wurden, als „Die Russen kommen“ noch nicht eine Titelzeile in den Sportnachrichten über Schalke 04 war.

Honoré de Balzac schrieb vor fast zweihundert Jahren: „Die Bürokratie ist ein gigantischer Mechanismus, der von Zwergen bedient wird.“ Man möchte meinen, Zwerge hätten ein langes Leben. Und ich bin auch schon ganz klein …

Im Tagebuch eines kleinen PR-Mannes am Rande des Wahnsinns erschien am 1. Juni bereits ein Beitrag zu Gedenktagen: http://www.vibrio.eu/blog/?p=3996

Al Jazeera und der deutsche Mittelstand

Deutsche Mittelstandsunternehmen exportieren in die ganze Welt – das „Made in Germany“-Siegel wird nach wie vor als ein Zeichen für unerreichte Qualität angesehen. Dieser Umstand hat die wirtschaftlichen Tumulte infolge der Schuldenkrise (bislang) abgefedert. Mit diesem Ruf geht auch internationales Medieninteresse einher: Was macht das Rückgrat der deutschen Wirtschaft so tragfähig? Was ist das, der „Mittelstand“ (stellen Sie sich das mit englischem Akzent ausgesprochen vor). Al Jazeera International ist dieser Frage nachgegangen und hat sich in Produktion und Führungsetage zweier bayrischer Mittelständler umgeschaut. Eine faszinierende Reportage, die einen Außenblick auf die wahrgenommenen Stärken des deutschen Erfolgs bietet. Hier sehen Sie den kompletten Beitrag:

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