guckstdu-tipp: jute im netz

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jetzt gibt es youtube auch auf grün: die neue amerikanische community http://www.gogreentube.com/ versammelt videos zu grünen themen: vom hybrid über das fahrrad bis zu umweltkatastrophen und dem weltklima. al goore ist natürlich auch dabei. der tipp kommt von anne broy.

Räumliche Gedächtnis-Spiele

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Am sonar Festival in Barcelona für Multimedia Kunst hat mich eine Installation besonders beeindruckt: das räumliche Gedächtnisspiel “levelHead”von Julian Oliver. Das Game nutzt einen realen Plastik Würfel als Interface mit dem der Spieler die Figur im virtuellen Raum, welche auf die Leinwand projiziert wird, steuern kann. Je nachdem über welche Treppe in welche Türe der Spieler durch anheben und senken des Cubes gelenkt wird, erscheint der virtuelle Charakter in einer anderen Ecke des Würfels wieder und animiert den Spieler so sich den Spielverlauf räumlich zu merken.
Die Medienkunst als früher Indikator für digitale Trends scheint sich auch hier zu bewahrheiten. Gerade heute hat die Neue Zürcher Zeitung das eben lancierte Puzzlespiel “Echochrome” für die Playstation portraitiert. Die Sudoku-Generation erhält neues virtuelles Hirnfutter. Da sage einer noch Gamen macht dumm…

angie und schweini

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halbfinale in basel. musste eben die einschätzung unserer kanzlerin zum spiel anhören. es gibt nur eine antwort: nach der nächsten bundestagswahl kommentiert schweini die letzte hochrechnung. und „de prinz“ erklärt die rente.

übrigens: die türken waren richtig gut.

wikinternational

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heute durfte ich stundenlang für einen vortrag zum thema „die zukunft der presse im internet-zeitalter“ recherchieren, den ich für einen meiner kunden verfassen darf. bei dieser gelegenheit grub ich mich tief durchs virtuelle unterholz, fand suchergebnis auf suchergebnis, gelangte von stöckchen zu stöckchen und landete schließlich in einer mir völlig fremden welt. es erinnerte zwar alles irgendwie an die uns allen vertraute wikipedia; andererseits was sollten solch seltsame begriffe wie „was witt uffgucke?“ oder „wadde-scheier“ bedeuten?

wadde scheier

die auflösung lag nah: „Des Wikipedelche do iss en Project fer en Uffguckbichli uffbaue in Pennsilfaanisch Deitsch.“ aha: ich war im wikichen für deutschstämmige in pennsylvania gelandet. bislang vermutete ich dort nur schwarzgekleidete amish people ohne strom und deshalb auch ohne computer und also wohl auch ohne internet und wiki und all dem zeug. und nun tat sich eine phantastische neue welt für mich auf. denn die „deitschen“ waren nicht allein. von ihrem wikipedelche zweigen links direkt in die lëtzebuergische wiki, auf die houpsik des ripoarischen (man spricht das angeblich zwischen aachen, bonn und köln), auf das veurblaad des limburgischen, ins nedersaksische, boarische und seeltersk ab. letzteres kann man nicht trinken, sondern angeblich sprechen. jedenfalls wenn man die gebruuksanwiesenge lesen kann. die absolute überseite aber ist die „pagina prima“ eine wiki im reinsten latein. und wie begrüsst sie den wanderer durch die welten? na klar: „Ave! Vicipaedia est opus commune, quo creetur encyclopaedia libera interretialis. Omnes ad contribuendum invitantur!“

Die Grundrechtswolke

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Das Internet ist in der Tat eine große Zauberkiste, aus der man Erstaunliches zu Tage fördern kann. Man muss nur ein wenig graben. Markus Pflugbeil hat mir heute einen solchen vergrabenen Schatz gezeigt. Endlich wird jedermann möglich, was bislang Politikern vorbehalten war: das schnelle Bauen von  beeindruckenden Begriffswolken. Auf http://wordle.net lassen sich aus beliebigen Texten wunderbare Begriffswolken in unterschiedlichen Designs auf Knopfdruck entwickeln. Was dabei heraus kommt, wenn man die ersten fünf Grundrechte des deutschen Grundgesetztes in Wolken hüllt, habe ich hier einmal abgebildet:

grundrechtswolke

Mit diesem Tool lassen sich schöne Stunden zweckfrei verbringen. Have Fun!