Besser bloggen mit SEO im WordPress. Was im Content Marketing nicht gefunden wird, wird nicht gelesen.

SEO im WordPress
Ohne SEO im WordPress kann es leicht schief gehen mit dem ersten Blog-Haus.

SEO im WordPress-Blog ist kein Softwareprogramm, sondern eine Strategie. Und es ist eine wichtige Strategie. Denn alle Welt schwärmt zwar derzeit vom „Content Marketing“, vergisst aber häufig, dass Content erst einmal gefunden werden will, ehe er gelesen wird. Content Marketing im Social Media Zeitalter ist nun einmal in erster Linie Pull-Marketing. Da wird nix gepusht. Da sucht sich ein Text seinen Leser. Und mit der richtigen Strategie kann man ihm als Autor dabei helfen. Es geht also um SEO-Tipps für Redakteure. Am besten ist es, man macht von Anfang an gleich alles richtig. Und weil einer meiner Kunden gerade dabei ist anzufangen, mit Content und Blog und WordPress,  macht es Sinn und ist es an der Zeit das mal zusammenzuschreiben, wie das alles so geht mit dem SEO im WordPress-Blog, von Anfang an:

SEO im WordPress – Wie sich ein Text seinen Leser sucht

Auch wenn SEO im WordPress eine Strategie und kein Produkt ist, fängt es wie bei jeder Strategie mit einem Produkt an. Oder es hört damit auf. Jedenfalls braucht es das ein oder andere Produkt.

Eines der empfehlenswertesten SEO-Plugins ist meiner Erachtens WordPress SEO von Yoast. Die Basis-Version ist kostenlos und tut durchaus ihre Dienste. Für 90 $ im Jahr erhält man eine vollständige Integration in die Google Webmaster Tools, einen Redirect Manager und ein wenig Support. Fürs Erste tut es sicherlich die kostenlose Variante.

Was leistet WordPress SEO? In erster Linie ist das ein ganz wunderbares Tool, das auch Einsteigern eine nach Suchmaschinenkriterien optimierte Redaktion neuer Blogposts oder Seiten erleichtert. Der Autor verfasst seinen Text in gewohnter Form. Unterhalb der Editionsfenster aber bietet das Plugin nun zahlreiche Möglichkeiten und Informationen:

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Das Fokus-Keyword

Man gibt das Fokus Keyword ein. Auf dieses Fokus Keyword kommen wir noch des öfteren zu sprechen. Dieses Keyword sollte nämlich im ganzen Blog nur ein einziges Mal für genau einen Beitrag vergeben werden. Sucht jemand in Google nach diesem Suchbegriff, so sollte er genau auf die hier definierte Seite gelangen. Wurde dieses Fokus-Keyword bereits an anderer Stelle genutzt, so warnt Yoast. Mehrere Postings oder Seiten, die auf den gleichen Suchbegriff optimiert wurden, kannibalisieren sich nämlich gegenseitig.

Unter dem Fokus-Keyword weist Yoast auch schon mal auf die wichtigsten möglichen Optimierungsfehler hin:

Befindet sich das Fokus-Keyword …

  • in der Artikelüberschrift? Das sollte es.
  • im Seitentitel? Das sollte es auch.
  • in der Seiten-URL? Das sollte man vorher wissen und die Adresse entsprechend anlegen.
  • im Inhalt? Hoffentlich doch. Yoast sagt auch gleich, wie häufig sie es verwendet haben.
  • in der Meta Description? Auch wichtig. Logisch.

SEO-Titel

Der SEO-Titel kann frei eingegeben werden. Dies ist der Titel, der in den Google-Suchergebnissen dann erscheint. Und der kann durchaus von dem Titel des Beitrags abweichen.

Meta-Beschreibung

Die Meta-Beschreibung ist der Fließtext, der unter dem SEO-Titel im Google-Suchergebnis erscheint. Lässt man das Feld leer, so nimmt Google hier einfach die ersten 156 Zeichen des Artikels. Das schaut aber erstens blöd aus, wenn der Text mitten im Satz aufhört und macht zweitens auch häufig keinen Sinn. Schließlich sollte die Meta-Beschreibung dem Google User Aufschluss darüber geben, welche Informationen er im Artikel auf einen Klick hin erhält. Der Artikelanfang aber soll den Leser, der sich bereits für den Artikel entschieden hat, in den Text „hineinziehen“. Das sind also zwei völlig unterschiedliche Aufgaben.

Snippet-Vorschau

Die Snippet-Vorschau zeigt an, wie der Beitrag in den Google-Suchergebnissen vorgestellt wird, verbindet also SEO-Titel und Meta-Beschreibung.

Die Seitenanalyse

Richtig spannend wird es nun, klickt man auf den Reiter „Seitenanalyse“:

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Hier zeigt Yoast mit einem einfachen Ampelsystem, wo Sie noch Optimierungen an Ihrem Text vornehmen können und wo Sie schon ganze Arbeit geleistet haben. Unser Text ist hier zum Beispiel ein bisschen zu kurz geraten. Yoast meint: „Es sind 271 Wörter im Haupttext, dies ist etwas unter dem empfohlenen Minimum von 300 Wörtern, fügen Sie ein bisschen mehr Text zu.“

Auch die anderen Anmerkungen sind ernst zu nehmen. Zwei Dinge sollten an dieser Stelle aber angemerkt werden: Google ist schon heute schlauer, als man meint und wird auch immer schlauer. Yoast gibt kluge Hinweise zur Optimierung. Ein Yoast-optimierter Text ist besser, als ein Text ohne Optimierung. Aber ein Yoast-optimierter Text ist noch lange kein wirklich Google-optimierter Text. Aber er ist „die halbe Miete“, und das ist die halbe Miete, die ein Einsteiger zahlen kann. Letztlich ist es immer noch wichtig, dass Ihr Text dem Leser Mehrwert bietet. Verlässt ein gelangweilter oder in die Irre geführter Leser die Seite frustriert und schnell, dann merkt Google das; nicht den Frust, aber die schnelle Flucht. Und dann hilft auch das fünfmal gesprungene Keyword am Textanfang und in den Zwischenüberschriften und in der Metabeschreibung nicht. Und das ist auch gut so: Qualität schlägt Optimierung, Redaktion schlägt SEO.

Ein bisserl was kann Yoast noch – neben SEO in WordPress

Über den Reiter „Erweitert“ können Sie einfach ein „Nofollow“ setzen. Das sollten Sie, wenn Sie ihren Text komplett oder in großen Teilen noch an anderer Stelle benutzen.

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Mit diesem kleinen „Nofollow“ ignoriert Google diesen Text und wertet ihn nicht als unschöne Textdublette, als „doublicated content“. Dann würde Google nämlich beide Texte abstrafen.

Hinter dem Reiter „Social“ können Sie zum Beispiel Bilder hochladen, die bei einer Verlinkung durch Facebook oder Twitter gezeigt werden.  Ansonsten suchen sich diese sozialen Dienste ihre Bilder für die Voransicht ja immer automatisch. Und das kann in die Irre führen.

Es geht noch mehr. Und manches geht auch ein wenig komplizierter. Spielen Sie doch einfach ein wenig mit Yoast herum. Das macht Sie noch nicht zum SEO-Profi, aber zu einem versierten Redakteur und Publisher, der sich ein wenig mit SEO-Dingen auskennt. Und es bringt Sie in die verzweifelte Situation, dass Sie ständig abwägen müssen, wie stark Sie für den Leser, Ihre Lust am Fabulieren oder eben für das teuflisch-sachliche Google-Monster schreiben wollen.

In der Übersicht all Ihrer Postings und Seiten sollten Sie dann jedenfalls möglichst viele grüne Ampeln sehen. Dann wissen Sie: einiges haben Sie schon mal richtig gemacht, damit Ihre Texte ihre Leser finden.

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Nächster Streich: die Keyword-Matrix

Wie oben schon erwähnt sollte jedes Fokus-Keyword auf nur genau ein Dokument vergeben werden. Das heißt aber nun, dass wir gleich zu Beginn unserer schönen Content-Strategie eine Liste anlegen sollten mit allen für uns relevanten Fokus-Key-Wörtern. Und das ist der eigentlich strategische Teil.

Wir müssen uns fragen: nach welchen Keywords oder Suchausdrücken soll ein Google-Suchender suchen, damit er auf unser Blog trifft? Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter, die zu unserem Content passen? Auf welche Keywords müssen wir unser Blog optimieren?

Keywords definieren mit dem Google Keyword Tool

Am besten erstellt man erstmal nach Gutdünken eine Liste vermuteter Keywords. Im zweiten Schritt lässt man Google einige weitere Keywords empfehlen. Dies gelingt recht gut, wenn man bereits über eine Website verfügt, die nun durch ein aktuelles Blog verbessert werden soll. Das Blog hilft der Website in jedem Fall: durch Aktualität, durch Interaktivität, durch Verlinkung, durch Content, Content, Content. Und durch Content natürlich.

Die Adresse der vorhandenen Website – Tipp: es funktionieren auch wunderbar die Webadressen Ihrer schärfsten Wettbewerber – geben Sie einfach mal in das Google Keyword-Tool unter „Neue Keywords ermitteln“ ein. Ich habe das zur Illustration hier für meinen Kunden RESTEK gemacht:

Google Keyword Planner 01
Hier testen wir Keyword-Empfehlungen auf Grundlage der Website meines Kunden RESTEK.

Den Keyword-Planner bietet Google eigentlich an, damit Sie kostenpflichtige Google Ads optimieren können. Deshalb ist er heute Bestandteil von Google Adwords. Sie müssen dort also ein kostenloses Konto einrichten. Wir nutzen das schöne Tool aber nur für unsere Zwecke, also zur Begründung einer Keyword-Matrix für das Blog. Sie müssen sich für die Sprache und die Region entscheiden. Wir suchen hier geeignete Keywords für Deutschland. Das Ergebnis:

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Das ist doch schon mal ganz aufschlussreich: RESTEK ist ein Anbieter hochwertiger Hifi-Geräte und wir erhalten – wenig überraschend – eine Vielzahl an Suchwort-Vorschlägen aus dem Vokabular von Hifi-Freunden und zu jedem Begriff auch gleich die Anzahl der monatlichen Suchvorgänge auf Google. So können wir unsere selbstgemachte Keyword-Liste wunderbar erweitern.

Wir können das Keyword-Tool natürlich auch dafür einsetzen, zu überprüfen, ob unsere selbst ausgedachten Keywords auch wirklich das Suchverhalten der Google User abbilden. Unter „Budgetdaten und Kennwort-Daten abrufen“ können wir unsere Suchwörter auf einen Schlag als Liste eingeben  und uns die Relevanz der Begriffe im realen Suchverhalten bei Google anzeigen lassen:

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So erfahren wir, wie viele Menschen monatlich in Deutschland und in Google nach Verstärkern oder Röhrenverstärkern suchen.

Mir ist es zum Beispiel passiert, dass ich mit Erstaunen feststellen musste, dass erheblich mehr Leute nach „Email Marketing“ suchen, als nach „E-Mail-Marketing“. Wehe dem Anbieter von E-Mail-Marketing-Lösungen (das wäre Duden-kompatibel), der seine Seite und sein Blog nur nach „E-Mail“ und nicht nach „Email“ optimiert!

Die Keyword-Matrix für gutes SEO im WordPress Blog

Wenn wir nun die Liste der finalen für uns relevanten Keywords haben, dann sollten wir für jedes Keyword in unserem Blog genau einen Beitrag vorsehen. Jedes Keyword erhält seinen eigenen Beitrag. Und nur dieser Beitrag für das Keyword wird mit unserem Freund Yoast optimiert. Unsere Keyword-Matrix wird so zur Grundlage unseres Redaktionsplans. Nach und nach arbeiten wir künftig unsere Keywords mit neuem Content ab.

Einige Überlegungen zu guten Keywords

Generalistische oder spitze Suchbegriffe?

Unsere Keyword-Liste, die sich zusammensetzt aus Keywords, die uns eingefallen sind und aus Keyword-Vorschlägen des Keyword Planners für unsere und relevante Wettbewerbsseiten, sollte in etwa ebenso viele Keywords beinhalten, wie wir im Jahr Blogposts schreiben wollen und können. Da wir immer wieder auch aktuelle Themen im Blog bearbeiten, die nicht auf unsere Keywords zugeschnitten sind, werden wir unsere Keywordliste in eineinhalb bis zwei Jahren abgearbeitet haben. Aber sicherlich wird sich unsere Keywordliste weiterentwickeln. Und wir sollten das auch aktiv tun.

Dabei geht es aber nicht nur darum,  Keywords zu finden, nach denen viele Menschen in Google suchen. Das werden ja häufig sehr generelle Begriffe sein, die einerseits von vielen Menschen genutzt werden, die etwas suchen, was wir gar nicht bieten können, und um die andererseits viele Webseitenbetreiber buhlen. Für meinen Kunden RESTEK wäre „Hifi“ solch ein breiter Begriff. Wir müssen unseren Content auch auf einige sehr „spitze“ Begriffe zuschneiden. Bei RESTEK ist dies zum Beispiel „DAB Tuner“. Schlüsselwörter mit nur geringem Suchvolumen in Google können für uns sehr wertvoll sein, weil mit ihnen nur ein geringer Streuverlust verbunden ist und weil nur wenige Webseitenanbieter über gute Inhalte zu diesem Suchbegriff verfügen. Wir haben also gute Chancen mit einem spitzen Suchbegriff unter die Top-10 im Google Ranking durchzudringen. Und da wollen wir doch alle hin.

Oder vielleicht doch mehrere URLs zu einem Keyword?

Bislang galt ja meine Empfehlung: ein Inhalt für einen Suchbegriff. Bei dieser Regel sollten wir es anfangs auch belassen. Es kann aber unter bestimmten Bedingungen durchaus sinnvoll sein mehrere Postings im Blog auf einen gemeinsamen Suchbegriff hin auszurichten. Dies gilt für Suchbegriffe, die sehr umkämpft sind, und für die Google einigen SEO-Meistern zufolge gerne auf den Ranking-Plätzen 11 und schlechter gerne mal diesen und ein anderes Mal jenen Link vorstellt. Was eigentlich ein Nachteil ist, kann durchaus auch ein Vorteil sein, nämlich wenn es gelingt nachhaltig mehrere Inhaltsseiten unter den Top-20-Suchergebnissen zu platzieren. Die Vorgehensweise auf mehrere Dokumente mit einem Keyword zu optimieren ist strittig. Ich würde damit nur dann experimentieren, wenn

  • es bereits gelungen ist das Fokus-Keyword im Google-Ranking unter den ersten 10 zu platzieren. Das ist dann unser Prio-1-Angebot zum Thema.
  • oder das Fokus-Keyword in den Rängen 11 bis 20 platziert werden konnte, eine Position unter den Top-10 (also auf der wichtigen ersten Seite der Suchergebnisse) aber auch nach Wochen nicht erreicht werden konnte
  • und es sich um einen sehr stark gesuchten und in der Regel also generalistischen Suchbegriff handelt.

Es gibt ein kleines Tool zur Analyse von Suchbegriffen, die auf mehrere URLs optimieren, im von mir präferierten SEO-Werkzeug Sistrix.

So prüfen wir den Erfolg unserer „SEO im WordPress-Blog“-Strategie

Den Erfolg der SEO-im-Wordpress-Strategie messe ich regelmäßig mit dem SEO-Werkzeug Sistrix. Mit der kostenlosen Variante erhält man eine Teilauswertung und kann sich mit einigen anderen Webseiten messen. Für die ernsthafte Optimierung des Blogs empfiehlt sich aber ein Abonnement zumindest des SEO-Moduls. Die Kosten von 100 Euro pro Monat sind gut angelegt. Für jeweils weitere 100 Euro gibt es ergänzende Module zur OnPage-Optimierung, zur Link-Optimierung und mehr. Der Fokus muss auf dem SEO-Modul liegen. Damit kann man einige wichtige regelmäßige Analysen fahren:

Konzentration der Inhalte

Ein Problem wird immer wieder auftauchen, vor allem natürlich bei Blogs mit einer langen Tradition und sehr vielen Postings oder Web-Angeboten mit sehr vielen Seiten: ein Keyword verweist auf mehrere Seiten bzw. Postings. Das gilt es unbedingt zu vermeiden.

Um das Problem zu bekämpfen muss man erstmal wissen, für welche Suchbegriffe und welche Inhalte dieses Problem existiert. Herausfinden kann man das wunderbar mit Sistrix. Hierzu wird nach Eingabe der Domain-Adresse (also zum Beispiel restek.de) in der linken Navigation wieder der Menüpunkt „Keywords“ ausgewählt.

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Mit einem Klick rechts auf das Zahnrad-Symbol und anschließend auf „Keywords mit mehr als einer rankenden URL anzeigen“ erhält man eine Liste der Problemkandidaten:

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Bei Restek haben wir das Problem, dass ein Keyword auf mehrere Seiten verweist fast gar nicht: die Suchbegriffe mit der Marke RESTEK sind gar kein Problem: der Google User sucht RESTEK und findet RESTEK. Einzig beim Suchausdruck „musikserver high end“ gibt es eine vermeintlich relevante Situation. Durch Klick auf die #2 sehen wir welche beiden Postings mit dem Suchbegriff verbunden werden:

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Man solle sich nun also beide Seiten ansehen und nachsehen, auf welche Keywords beide Seiten eigentlich optimiert wurden. Anschließend versucht man die besser platzierte Seite oder die inhaltlich geeignetere durch SEO-Maßnahmen mit Yoast zu stärken. Die schlechter platzierte Seite sollte aktiv die besser platzierte Seite durch interne Links (siehe unten) stärken. Im konkreten Beispiel hat eine solche Optimierung nur geringe Bedeutung: RESTEK baut gar keine Musik-Server 😉

Nochmal: Keyword-Recherche, dieses Mal mit Sistrix

Auch mit Sistrix kann man übrigens neue Keywords recherchieren: man gibt einfach im SEO-Modul im Suchschlitz rechts oben einen Suchbegriff ein. So erhält man die aktuellen SERPs, also die Google Suchergebnisse zu diesem Begriff.

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Erfolgsanalyse der „SEO im WordPress“-Strategie mit Sistrix

Im Beispiel sind wir mit RESTEK schon auf Rang 9 angekommen. Über die Auswahl-Box „Mehr Informationen“ und dort den Button „Ähnliche und Verwandte Keywords“ erhält man eine Vorschlagsliste alternativer Suchbegriffe:

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Alternative Suchbegriffe für Phono Pre

Für RESTEK würde es sich also zum Beispiel anbieten eine eigene Seite auf den Suchausdruck „Phono Vorverstärker“ zu optimieren.

Leider ist dieser Suchbegriff sehr umkämpft. Ich hatte es deshalb vorgezogen erst einmal weniger umkämpfte Keywords zu besetzen. Dies ist uns nicht nur mit „phono pre“, sondern auch mit „phonopre“ gelungen:

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Derzeit bedienen wir bei RESTEK sechs Suchbegriffe mit fünf Inhalten.

Derzeit bedienen wir bei RESTEK sechs Suchbegriffe mit fünf Inhalten. Zwei Suchbegriffe funktionieren sehr gut, bei den anderen ist noch „Luft nach oben“. Ich denke, es ist jetzt auch an der Zeit den Suchbegriff „Phono Vorverstärker“  anzugehen. Der dazu passende Artikel ist schon im Speicher … 😉

Unter der Schaltfläche „Zeige Details …“ verbergen sich – welch Überraschung – Detailinformationen zu den gut gerankten Seiten:

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Mit RESTEK ist uns für den Suchbegriff „Phono Pre“ eine Platzierung mit einer kleinen Website unter wirklichen Giganten wie Ebay und amazon gelungen.

 

Interne Links als Teil von SEO im WordPress Blog

Am Problem der Keywords, die auf mehrere Seiten oder Postings verweisen, habe ich bereits angedeutet, dass es sinnvoll ist, die zentralen Content-Angebote im Hinblick auf ihre zentralen Keywords durch interne Verlinkung zu unterstützen. Das ist natürlich falsch: dies zu tun ist nicht sinnvoll, es ist unbedingt notwendig!

Um zu zeigen wie das geht, oute ich mich jetzt als Papst in einer renovierungsbedürftigen Kirche. Eine Analyse meiner Agentur-Website ergibt folgendes Dilemma: es gibt zwei Seiten, die Google als Ergebnis einer Suche nach „PR Agentur Zürich“ anzeigen möchte: Auf Rang 17 die Seite vibrio.eu/agentur und einen Rang dahinter die Seite vibrio.eu/agentur/agenturprofil.

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Google findet bei der Suche nach „PR Agentur Zürich“ gleich zwei Inhalte auf der vibrio Website.

Ich möchte aber, dass Google bei dieser Suche das Agenturprofil anzeigt. Also soll die obere der beiden Seiten mit dem Suchbegriff „PR Agentur Zürich“ auf die Unterseite verlinken und die Unterseite soll entsprechend optimiert werden.

Ich habe nun auf der Seite vibrio.eu/agentur/agenturprofil an die Stelle, in der es um unsere Aktivitäten in der Schweiz geht einen Anker gesetzt: <A NAME=“zurich“>.

Von der Seite vibrio.eu/agentur verlinke ich die Wörter „Zürich“ und „Schweiz“ mit diesem Anker, also zum Beispiel: <A HREF=“agentur/agenturprofil.htm#zurich“>Zürich</A>

Für eine durchgängige Optimierung aller Postings in einem Blog ist es notwendig, dass alle Wörter, die zugleich als Fokus-Keyword für ein Posting definiert wurden, bei jedem Vorkommen in anderen Postings intern mit der auf das jeweilige Fokus-Keyword optimierte Posting verlinkt werden.

Ich empfehle diesen Satz einfach noch ein paar Mal durchzulesen. Wenn man das einmal im Blut hat, dann ist es nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick aussieht. Und bitte überprüft nun nicht, wie oft ich diese Regel in meinen vielen Blogs einfach ignoriert habe. Das Recht auf Faulheit schließt das Recht auf Dummheit nicht mit ein.

In der Regel genügt natürlich das Setzen eines Links auf das optimierte Posting. Einen Sprungverweis auf einen Anker wie oben beschrieben benötigt man nur selten, eigentlich nur dann, wenn das Thema nicht schon in der Headline steht. Aber genau das sollte es ja, wie ich oben bei der Vorstellung von Yoast gezeigt habe.

Resumee: SEO im WordPress

Alles was dieser lange Post aufzeigt, ist kalter Kaffee für SEO-Profis. Je wichtiger aber der Content für den Google-Algorithmus wird, desto wichtiger wird es, dass wir Schreiberlinge in der Texterstellung vor allen Dingen in Blogs, in denen wir Autoren unsere Inhalte veröffentlichen, ohne SEO-Gurus, die wichtigsten Regeln des SEO für die Redaktion kennen. Dabei benötigen wir eine einfache Strategie:

  • Wir machen eine Keyword-Matrix zur Grundlage unseres Redaktionsplans.
  • Wir berücksichtigen die Regel „einen Text für ein Fokus-Keyword“.
  • Wir definieren starke Fokus-Keywords mit dem Google Keyword Planner und Sistrix.
  • Wir optimieren jedes Postings auf sein Fokus-Keyword mit dem YOAST SEO WordPress Plugin.
  • Wir verlinken intern jedes Vorkommen unserer Fokus-Keywords in anderen, als dem Fokus-Keyword-Dokument auf das Fokus-Keyword-Dokument.
  • Wir messen laufend den Erfolg unserer Arbeit mit Sistrix.

Mit nur einer Strategiedrei Tools und jeder Menge Sorgfalt schreiben wir künftig für den Leser und für Google. SEO-Profis benötigen diesen Text hier nicht. Aber benötigen Redakteure, Blogger und Publisher künftig noch SEO-Profis?

 

2 Gedanken zu „Besser bloggen mit SEO im WordPress. Was im Content Marketing nicht gefunden wird, wird nicht gelesen.“

  1. Vielen Dank für das Fazit. Sehr einleuchtend, gefällt mir gut. Gerade für den Einsteiger sehr passend!

    Warum habt ihr euch für Yoast als WordPress SEO Plugin entschieden und nicht für wpseo? Ich habe das Gefühl dieses Toll richtet sich mehr an Einsteiger, da es übersichtlicher ist, der Support direkt mit gekauft wird und die Anleitung: http://helpdesk.wpseo.de/install/einsteiger-guide/ wirklich jedem weiter hilft.

    Weil es mir noch aufgefallen ist. Ein HTML-Link benötigt auch einen title=““ Attribut. Zudem hilft dieser Titel auch den SEO-Bemühungen. Sollte also nicht vergessen werden!

  2. Erstmal vielen Dank für den HTML-Link-Hinweis. Nun zur Frage Yoast oder wpseo. Beide Angebote haben Vor- und Nachteile: Yoast frisst wohl ein wenig mehr Speicher, bietet aber u.a. auch die XML Sitemap Generierung für Google und zahlreiche kleine Tools, die für das ein oder ander Blog relevant sind (etwa die Breadcrumb Integration). Ein allgemeinen Tipp für eines der beiden Systeme gibt es meines Erachtens nicht.

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