April, April liebes PC Magazin. Man kann ein iPad nicht faxen.

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Klar, mobile Endgeräte im Business sind heiß. Ein Hype. Wer hat das schon Zeit, die neusten Neuerungen auf Plausibilität zu prüfen? Ein iPad als Herzstück des Curiosity-Rovers? Warum nicht. Gute Nachricht. Haben wir im Kino ja schon gesehen.

Dieses BYOD kann selbst gestandene IT-Journalisten ganz wirr im Kopf werden lassen.

Ein Aprilscherz? Schwer zu sagen.

Ende März wollten wir uns diese Begeisterung für das Thema auf humorvolle Weise zu Nutzen machen. Ich schlug unserem Kunden Ferrari electronic einen Aprilscherz vor: eine fiktive App, die Fotos vom iPad auf das räumlich nächststehende Faxgerät schickte, um eine rechtssichere Dokumentation zu gewährleisten. „Zu plausibel“, meinte eine Kollegin. „Das geht ja tatsächlich. Wir brauchen was Absurderes“. Sie hatte Recht. Wir wählten etwas Absurderes. Es war nicht absurd genug.

 

tablet2fax nannten wir unseren verbesserten Aprilscherz. Jetzt ging es im Text darum, den Bildschirm des iPad auf ein Faxgerät zu legen und zu verschicken. Erinnert an die Frühzeit des E-Mail-Verkehrs, als sich mancher Manager seine digitale Korrespondenz tatsächlich auf eine Faxweiche oder einen Drucker umleiten ließ. Im Jahr 2012 sollte es eigenlich klar sein, dass…

Lassen wir das. Das PC Magazin wollte drei Monate später, im Juli 2012, gute Arbeit machen und hat für seinen Artikel „Apps im Business-Bereich liegen im Trend“ gründlich recherchiert. Dabei kamen sie auf das innovative Produkt eines dynamischen Berliner Unternehmens, und fügten es ein. Und da steht es nun, Seit‘ an Seit‘ mit Microsoft Dynamics CRM Mobile, SAP Customer Briefing, cobra Mobile CRM oder der Cubeware BI-App für Android. Die grazilen Hände einer Ferrari electronic-Mitarbeiterin, die für das Foto-Motiv Model stehen durfte, eingerahmt von den Protraits von Matthias Kunisch, Geschäftsführer von forcont und Hans-Jürgen Jobst, Senior Product Marketing Manager bei Avaya.

Groß und rot und trotzdem übersehen: das Datum hätte viel verraten

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Wir dürfen dem PC Magazin deswegen den diesjährigen vibrio-Preis für visionäre Recherche verleihen (eine Flasche Zielwasser für die nächste Entenjagd steht hier zur Abholung bereit). Wir selber genehmigen uns in der Zwischenzeit einen Schluck schottischen Whisky, der ja bekanntlich der Kreation von Fabelwesen zuträglich ist, und freuen uns über unseren Erfolg. Nur mich persönlich beschleichen leise Zweifel: wie viele der anderen Meldungen über BYOD und Apps sind noch frei erfunden? Eine Bank-finder App der Münchner Bank? Die Feuerwehr-App von Gogh?

Klingt mir sehr nach einem Aprilscherz.

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