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Twitter @Anywhere – der Hut ist alt, aber immerhin sitzt er auf dem Kopf

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Gestern hat Twitter auf der Konferenz SXSW in Austin sein Programm @Anywhere vorgestellt. Damit sollen die Twitter-Funktionen künftig über einfache Java Applets in beliebige Web-Seiten implementiert werden. Man liest zum Beispiel eine Kolumne in der Online-Ausgabe der New York Times, findet sie grandios und kann direkt dem Kolumnisten in Twitter folgen. Man kann aber auch eine Meldung der Huffington Post über einen einfachen Tweet empfehlen, ohne die Seite der Post verlassen zu müssen. Zum Start sind 13 renommierte Partner im Boot, darunter Amazon, Ebay und YouTube, Yahoo, MSNBC sowie die Huffington Post und die „New York Times“. Natürlich konnte man dies heute alles auch schon, nur war es eben ein wenig komplizierter zu bewerkstelligen. Für Word Press gibt es zum Beispiel ein prima Plugin von Tweetmeme.

Twitter @Anywhere macht sicherlich Sinn. Twitter-Kritiker wie Nico Lumma haben aber eindeutig mehr erwartet: „Dieses Announcement ist enttäuschend und die Entwicklungsgeschwindigkeit von Twitter ist nach wie vor ein krasser Gegensatz zu Facebook. Twitter ist sich unschlüssig, wie sie mit API und externen Entwicklern umgehen sollen, denn mit jedem Release werden Features implementiert, die vorher bereits von externen Entwicklern getestet wurden, anstatt den Entwicklern dauerhaft eine Plattform für ihre Tools zu bereiten. Twitter muss den externen Entwicklern aufzeigen, wie diese mit Twitter als Ökosystem Geld verdienen können, ansonsten sind Facebook, Android und vor allem das iPhone viel spannender für die Heerscharen von Entwicklern, die diese API nutzen könnten.“

Recht hat er. Twitter braucht zwei Dinge: eine Entwickler-Politik, die externe Entwickler unterstützt und so den Zwitscherdienst auf viele Plattformen bringt und in viele Kanäle und Services integriert; und ein offenes Vermarktungsmodell, dass es sowohl Twitter, als auch unabhängigen Entwicklern erlaubt, mit Zwitscher-Services ein wenig Geld zu verdienen. Professionalisierung ist angesagt.

Foursquare, der nächste Web 2.0-Hype?

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F.A.Z.-Netzökonom Holger Schmidt hat Dennis Crowley, den Gründer von Foursquare, auf der DLD interviewt. Foursquare gilt vielen als das „nächste dicke Ding im Internet“ und mir als nervigste Datenschleuder. Über Foursquare teilen die von mir verfolgten Twitterer laufend mit, wo sie sich gerade befinden. In letzter Zeit nehmen diese „Ich bin gerade in Berlin in der Bornholmer Straße“-Botschaften mächtig überhand und müllen meine Tweetliste zu.

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Twittern wie im Pressetext …

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Bin eben über den aktuellen Tweet der von mir eigentlich sehr geschätzten Kollegen von Citrix gestoßen:

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Und das gibt mir dann doch zu denken: so kann die Twitterei wirklich nicht funktionieren! Ein Tweet im Stil einer noch dazu schlechten Pressemeldung: „Unser Marketingleiter freut sich über seine Kampagne“. Wen interessiert das denn? Wo ist die Kampagne? Warum gibt es kein Bild zum Tweet? Oder einen Link? Wenn mich etwas interessiert, dann doch vielleicht, wie diese Kampagne aussieht. Und warum sie so aussieht und gerade jetzt stattfindet. Alles das bleibt im Dunkeln. Der Tweet hilft mir nicht weiter.

Und auch der Tatbestand, dass mir Citrix (als anonymer Firmenabsender des Tweets) mitteilt, dass sich einer seiner Mitarbeiter freut, ist peinlich. Wenn der Mitarbeiter in seinem eigenen Tweet mitteilt, dass er sich freut, ist das ok und nur allzumenschlich. twitter lebt von Meinung und Emotion. Und von Authentizität. Aber sich von seinem Unternehmen zitieren zu lassen widerspricht dem Prinzip der direkten Kommunikation im Web 2.0 nun wirklich elementar. Das genau ist eben nicht authentisch.

Wetten, Ihr könnt das besser?

Gern getragene Tweets – 10 Tipps zum guten Twittern

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Susanne Westphal, früher mal Kommunikationschefin bei Quam, gibt auf iBusiness zehn Tipps für gutes Twittern zum Besten.

Was „gutes Twittern“ ist hängt natürlich eigentlich immer davon ab, warum man überhaupt twittert, wen man wie erreichen will. Das ist wie mit den Followern: 1.000 Follower hat man schnell, wenn man populäre Themen treibt und schnell jedem folgt, der einem selbst auch folgt. Aber will und braucht das jeder?

So ist es auch mit den zehn Tipps, die für den einen mehr, für den anderen weniger hilfreich sind. Lesenswert sind sie allemal und die aus meiner Sicht wichtigsten will ich mal hier im Auszug wiedergeben. Die volle Ladung gibt’s hier im Original.

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250 Follower, sonst gibt es keinen neuen Job!

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„Die amerikanische Multimediakette Best Buy suchte im Sommer dieses Jahres einen Experten für das Marketing über neue Medien. Er sollte einen Universitätsabschluss haben, vier Jahre Jahre Führungserfahrung – und 250 Follower auf Twitter.“

Diesen Irrsinn meldet heute FAZ.NET. Na ja: Immerhin belegt dieser Irrwitz, dass man an Twitter nicht mehr vorbei kommt 😉

Aus ist’s mit dem Twitter-Wachstum in Deutschland

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(Quelle: Web Evangelisten)

Die Web Evangelisten berichten für den Dezember für Deutschland weiter stabile Nutzerzahlen für Twitter. Das ist nun schon seit fünf Monaten so. Nach einem raschen Wachstum der aktiven Twitterer bis in den August 2009 bleibt die Anzahl der aktiven Zwitschervögel nun seit Monaten weitgehend konstant.

Wie ist das zu interpretieren?

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Facebook ist der große Gewinner im Web 2009

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Facebook vor Google, Microsoft, Wikimedia und Twitter – so lautet das Ranking der Web-Angebote mit den höchsten absoluten Zuwachszahlen an Usern im vergangenen Jahr laut einer Studie der Marktforscher von Comscore für die F.A.Z.

Demzufolge hat Facebook zwischen November 2008 und November 2009 weltweit insgesamt 238 Millionen User hinzugewonnen.

Die Vergleichszahlen für die Nächstplatzierten:

Google: 130,9 Mio
Microsoft: 91,8 Mio
Wiki: 64,8 Mio
Twitter: 55,2 io

 

Ingesamt verfügt natürlich Google noch immer über die meisten User weltweit: 889,5 Millionen. Das entspricht einer Reichweite von rund 75% unter den 1,2 Milliarden Internet-Usern.

Diese Zahlen sind gut nachvollziehbar: ich beobachte seit einigen Monaten die enorm wachsende Bedeutung von Facebook gerade auch für kommerzielle B2B-User. Und das liegt nicht nur an den Fan-Sites in Facebook. Fast alle Tagungen und Konferenzen rund um die professionelle Nutzung des Web 2.0 fokussieren inzwischen auf Best Practise-Beispiele rund um Facebook. XING ist nicht mehr alleine, wenn es um die B2B-Nutzung des Web 2.0 gerade auch in Deutschland geht. Und Twitter beschäftigt uns ja eh schon seit geraumer Zeit immer mehr.

Twitter wird zum Happening

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Bislang lautete die Startfrage bei Twitter stets „What are you doing?“. Und das passte – leider – auch: der Dienst wurde vielfach so benutzt, dass man der Welt mitteilte was man eben gerade machte: Rotwein trinken, Meeting verschnarchen, nach Augsburg fahren (warum auch immer …).

Ab sofort steht da nun aber „What’s happening?“ (siehe Bild). Das ist neu. Die Macher erklären den Paradigmenwechsel stimmig:

Twitter was originally conceived as a mobile status update service—an easy way to keep in touch with people in your life by sending and receiving short, frequent answers to one question, „What are you doing?“ … People, organizations, and businesses quickly began leveraging the open nature of the network to share anything they wanted, completely ignoring the original question, seemingly on a quest to both ask and answer a different, more immediate question, „What’s happening?“ A simple text input field limited to 140 characters of text was all it took for creativity and ingenuity to thrive.

 

Gut so! Das Gezwitscher, das ich höre, besteht vor allem aus Tipps und Hinweisen. Und die Absender, denen ich folge, das sind immer öfter Unternehmen und News-Dienste. Und es interessiert mich nicht, was heiseonline und newsaktuell gerade tun (die Frage ist wirklich blöde), sondern was diese und Menschen wie Oliver Gassner und Thomas Knüwer gerade für wichtig nehmen. „What’s happening?“ ist das, was die Welt und mich bewegt. Und das twitter ich auch. Ab und zu.

Razorfish-Studie: Marken profitieren von Social Communities

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Der „Digital Brands Experience Report“ von Razorfish untersucht die Markenbindung bei 1.000 US-Kunden mit Breitband-Internetzugang, die jeweils mehr als 150 Dollar im letzten halben Jahr online ausgegeben haben und sich in sozialen Netzwerken tummeln. 40 Prozent dieser Zielgruppe haben sich als Fan mindestens einer Marke bei einer Social Community eingetragen. 65 Prozent sagen, ihre Begegnung mit einer Marke im Netz habe ihre Meinung über die Marke verändert. 97 Prozent meinen sogar, diese Online-Erfahrung habe ihr Kaufverhalten tatsächlich beeinflusst. 20 Prozent aller Tweets zitieren Markennamen. Dell hat inzwischen drei Mio Follower auf Twitter, Starbucks fast vier Mio Facebook-Freunde. Und was sehen 77 Prozent auf YouTube? Werbespots!

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Tosendes Gezwitscher als Ziel: Mit Twitalyzer sein Twitterverhalten optimieren

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Basicthinking hat mich heute auf die Spur von Twitalyzer gebracht, einem Twitter-Tool, mit dem man seine „Wirksamkeit“ als Twitterer messen kann. Na ja, das mit dem Messen ist wie immer so eine Sache: die Messkriterien sind ein wenig „strange“ und entsprechen wohl nicht immer dem, was man so als eigene Zielsetzung seinem Gezwitscher zugrunde legt. Aber hilfreich mag das Tool zumindest für die Sensibilisierung für die unterschiedlichen Wirksamkeitskriterien sein. Ich rate schon mal dazu, sich zu twitalysieren:

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