Die Landesmesse Stuttgart ist mit der IT & Business und der DMS EXPO auf dem richtigen Weg–ein kritischer Erfahrungsbericht

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Mit mehr als 10.000 Besuchern hat sich die Kombination aus IT & Business und DMS EXPO in Stuttgart nun als größte deutsche IT-Messe im Herbst etabliert

“Spätzle mit Kölsch” betitelte ich im vergangenen Juli ein Posting zur Ankündigung der Zusammenlegung von Stuttgarter “IT & Business” und Kölner “DMS EXPO” hier im Blog und identifizierte diese Zusammenlegung als “Blutsbrüderschaft zwischen Lahmen und Blinden”. Ein wenig möchte ich diese Aussage nun relativieren: Wenn der Blinde den Lahmen trägt und der Lahme den Weg weist, kommen die beiden gemeinsam ganz gut voran. Und wenn in der Südkurve die Konkurrenten aufgeben, dann können beide in Kombination sogar den Titel erringen. Und der Titel heißt hier “Wichtigster deutscher IT-Event im Herbst”. Und diesen Titel haben sich die fleißigen Schwaben nun geholt: Chapeau!

Mehr als 10.000 Besucher haben die Veranstalter diese Woche in ihren Hallen gezählt. Und aus eigener Ansicht – ich war an allen drei Tagen vor Ort: in der von vibrio organisierten Bloggerlounge und im Rahmen der Vorbereitung der IT & Business RoadFair 2011 – kann ich bestätigen: die meisten der 322 Aussteller sehen die Messe auf einem guten Weg.

Aber wie das so ist: der Titel des Südmeisters will verteidigt werden, und hier gibt es eine ganze Reihe von Herausforderungen und Entwicklungspotentialen:

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Das letzte Fünftel spielt nicht mit: 20 Prozent der deutschen Unternehmen sind noch immer ohne eigene Internetpräsenz

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Grafik: BITKOM

„Erst vier von fünf deutschen Unternehmen besitzen eine eigene Homepage.“ Dies teilte der Branchenverband BITKOM gestern mit. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld, deutlich hinter den skandinavischen Ländern. Die meisten Unternehmen mit eigener Website hat Dänemark mit einem Anteil von 88 Prozent. Auf Platz zwei liegt Schweden mit 87 Prozent, gefolgt von Finnland mit 85 Prozent. Bedenklicher als der schwache Platz im Mittelfeld ist aber etwas ganz anderes:

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Im Marketing 3.0 geht es um den Menschen, nicht einfach um den Kunden – sagt Philip Kotler

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Das Wall Street Journal zählt ihn zu den sechs wichtigsten lebenden Wirtschaftstheoretikern. Im Handelsblatt erklärt Philip Kotler heute Marketing 3.0:

„In den vergangenen 60 Jahren hat sich Marketing vom Schwerpunkt auf dem Produkt (Marketing 1.0) zum Schwerpunkt auf dem Verbraucher (Marketing 2.0) hin entwickelt. Heute erleben wir, dass sich das Marketing erneut wandelt.“ Und die Richtung ist klar: Marketing 3.0 bedeutet, dass sich die Unternehmen nicht mehr auf den Verbraucher konzentrieren, sondern auf den Menschen. Marketing würde in Zukunft bedeuten, dass die unternehmerische Verantwortung zum „Gegenpol der Rentabilität“ wird.

Was steckt hinter dieser schönen These?

  • Zum einen der Machtgewinn der Konsumenten durch soziale Netzwerke: Konsumenten sind weniger denn je darauf angewiesen, sich von Werbung informieren zu lassen. Sie tauschen ihre Produkt- und Kundenerfahrungen in sozialen Netzen aus. Das kennen wir: die Debatte um Kaffee Partner auf diesem Blog ist hierfür ein hervorragendes Beispiel.
  • Zum anderen ändert sich das Wertesystem der Menschen: immaterielle Werte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Hierauf haben wir auch schon einmal an anderer Stelle verwiesen.

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Messen auf Rädern – die IT & Business RoadFair mit neuem Event-Konzept

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Im April 2011 gibt es zum ersten Mal für Unternehmen aus IT und Telekommunikation eine Kreuzung aus Messe und RoadShow: die IT & Business RoadFair. Ein erstes Modell dieser innovativen Marketing-Idee wird man im Oktober in Stuttgart auf der IT & Business sehen können.

Das Konzept der RoadFair lässt sich aber auch auf andere Branchen übertragen und verspricht die Kombination der Vorteile traditioneller Messen und Firmen-RoadShows:

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Ende der Marken statt Renaissance der Marke? Phönix oder Westerwelle?

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(Copyright: kallejipp/photocase.com)

Schade eigentlich: da predige ich seit Jahren, dass das Internet zu einer Renaissance der Marken führen wird und dann schreibt das Handelsblatt heute:

„Verbraucher haben gelernt, ohne Marken zu leben. Vor der Krise rechtfertigte eine starke Marke noch einen hohen Preis. Nun nutzt es der Konsumgüterindustrie wenig, dass die Konjunktur brummt: Ihrem Herz droht der Infarkt, weil die Konsumenten ihre Gewohnheiten geändert haben.“

Ja was nun? Wiedergeburt oder Untergang? Phönix oder Westerwelle?

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10 kostenlose Tools für Ihr Online Monitoring

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Online Monitoring

Vorbemerkung und Nachtrag vom Dezember 2015: Kostenlose Tools können viel, aber sie können kein professionelles und sicherlich nicht kostenloses System für das Online Monitoring ersetzen. Wir von vibrio setzen im „High-End-Bereich“ auf Basis des international renommierten Brandwatch-Tools auf das vibrio I³ Monitoring. vibrio I³ umfasst Lösungen für das Image-, das Issue- und das Influencer-Monitoring. Hierzu gibt es auf unserer Web-Seite zahlreiche weiterführende Links rund um Online_Monitoring mit vibrio I³.


Online Monitoring kann und sollte heute jedes Unternehmen und jeder Manager betreiben. Wer sich selbst die Arbeit nicht antun will, der kann hier auch auf Agenturen wie vibrio zurückgreifen, die mit kommerziellen und professionellen Werkzeugen auch Deep Web-Analysen und komplexe Reportings anbieten. Zahlreiche einfach zu bedienende Werkzeuge für das Online Monitoring sind aber auch kostenlos im Web erhältlich. Es spricht also nichts dagegen, hier erste eigene Erfahrungen zu sammeln. Im Folgenden habe ich zehn Tools, die ich selbst guten Gewissens empfehlen kann, in einer kleinen Übersicht zusammengestellt:

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Keylens-Studie: Soziale Medien im Unternehmenseinsatz noch im Experimentalstadium

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Die Unternehmensberatung Keyelns hat eine kleine Studie zum Stand des Enterprise 2.0 vorgestellt: Demnach entscheiden sich die meisten Unternehmen heute noch opportunistisch für den Einsatz sozialer Medien: „Oft wird nur auf die Instrumente geschaut. Eine App muss her, weil der Konkurrent auch eine hat. Integration in die Geschäftsprozesse? Fehlanzeige.“

Noch nutzen Unternehmen soziale Medien hauptsächlich zur Distribution von Marketing-Botschaften und noch nicht zur Kommunikation mit Kunden und Partnern.  Aber immerhin ist die Bereitschaft in soziale Medien zu investieren groß. Bereits 44 Prozent der befragten Unternehmen investieren mehr als zehn Prozent ihres Marketingbudgets in diesen Bereich. Und die Wachstumsprognosen sind vielversprechend. So lautet das Fazit der Studie: „Heute deutet alles darauf hin, dass Web 2.0 dabei ist, zu einem allgemeinen Standard zu werden. Das Thema wird dann keine strategische und wettbewerbsdifferenzierende Rolle mehr spielen. Aber soweit sind wir noch lange nicht. Noch gibt es ein Zeitfenster für visionäre und veränderungsbereite Unternehmen, um Wettbewerbsvorteile zu erobern.“ Gefordert sind also integrierte Strategien für den Unternehmenseinsatz sozialer Medien. Einfach mal so loszutwittern und zu bloggen nutzt nichts und ist – das haben wir von vibrio bei Kunden schon erleben müssen – eher gefährlich.

Übrigens: Ausgegraben hat die Studie Netzökonom Holger Schmidt von der F.A.Z. Danke dafür.

PR Portale sind (nur) für die Suchmaschinen wichtig – und damit für fast jeden!

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Was wäre die Welt einfach, wenn man seine Pressemeldungen einfach an die wichtigsten PR-Portale senden müsste und schon werden die tollen PR-Meldungen in allen Medien der Republik abgedruckt und gesendet. Aber genau das passiert nicht. Wer wirklich „Clippings“ will, der kommt um einen guten persönlichen und eingespielten Kontakt zu den Medien – also um eine eigene PR-Abteilung und/oder eine PR-Agentur als Mittler – nicht herum. Und inzwischen wissen die meisten Unternehmen das auch. Warum aber werden PR-Portale wie openPR, press1 oder die pressebox dann eigentlich genutzt? Wegen den Suchmaschinen. Und das ist korrekt so:

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Studie sagt: Messen sind für Entscheider die wichtigsten Anstoßgeber

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„Fast zwei Drittel (64%) der professionellen Entscheider in Deutschland betrachten Fachmessen als das wichtigste Medium, um Anstöße für ihre Investitionsentscheidungen zu erhalten.“ Das schreibt zwar der Messe-Verband AUMA in seinem aktuellsten Newsletter, bezieht sich dabei aber auf eine Studie aus der Verlagswirtschaft. Die B2B-Entscheideranalyse 2010 der Deutschen Fachpresse, durchgeführt von TNS Emnid, hat mittels einer Befragung von rund 600 Entscheidern herausgefunden, dass Messebesuche zur Vorbereitung von Investitionsentscheidungen als „Anstoßgeber“ noch wichtiger seien, als Fachmedien.

Die Ergebnisse im Detail:

messe entscheider

Quelle: B2B-Entscheideranalyse 2010 der Deutschen Fachpresse
(zit. nach AUMA compact 12/10)

Auch werden Messen – ähnlich wie gedruckte Fachzeitschriften – als deutlich glaubwürdiger angesehen, als zum Beispiel Hersteller-Websites, Außendienst und Online-Fachmedien. Vorher das positive Image der Print-Medien gegenüber Online-Medien kommt, ist mir dann aber doch ein wenig fraglich …

Studie belegt: Soziale Medien werden für die PR immer wichtiger

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Die Bedeutung von sozialen Medien (Blogs, Podacsts, Communities) im Instrumenten-Mix der PR wird bis zum Jahr 2013 massiv zunehmen. Dies belegt die Studie „European Communication Monitor 2010“, die gerade erschienen ist. Dabei haben Experten – unter ihnen Prof. Dr. Ansgar Zerfass von der Universität Leipzig – knapp 2.000 PR-Profis aus 46 europäischen Ländern befragt. Die Studie ist als Buch bei Helios Media erschienen. Die wichtigsten Ergebnisse stehen im Internet zum kostenlosen Download zu Verfügung. Letzteres rate ich dringend allen, die sich beruflich mit PR befassen.

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