Wer twittert wo und warum eigentlich? Antworten vom Psycho-Blogger

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Auf einen lesenswerten kleinen Beitrag über die Sozialstruktur des Twitter-Universums hat mich PR-Blogger Klaus Eck (www.twitter.com/klauseck) aufmerksam gemacht: Der PsyBlog analysiert uns Zwitschergeister  in zehn Thesen, die aber eigentlich nur das Ergebnis von Sekundäranalysen sind:

1. Twitter ist wie „Stille Post“: Menshcen geben kurze Informationen weiter und interpretieren, ändern und wählen dabei aus.

2. Twitter ist so erfolgreich, weil es umsonst ist: Würde der Service etwas kosten, wäre die Nutzung erheblich geringer, denn der Wert der Kommunikation wird also nicht so hoch eingeschätzt.

3. Die meisten Tweets sind Gebabbel:

inhalte von tweets

Aber Vorsicht: die hier anonym zitierte Studie stammt aus dem August 2009 und ist also durchaus eher von historischem Wert!

4. Das Durchschnittsalter von Twitterern liegt bei 31 Jahren (auch diese Daten sind nicht ganz frisch; die meisten aktuelleren Studien gehen davon aus, dass das Durchschnittsalter sinkt).

Die Frauen reden, die Männer haben das Sagen: Geschlechterrollen bei Twitter

Und wie schaut’s aus mit den Geschlechterrollen im Getwitter? Wie immer: Die Frauen reden mehr, aber Mann hört nicht auf sie:

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Deutschland auf Rang 3 der globalen Social Media Rangliste

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typische neue user sozialer netzwerke

Typische neue User sozialer Netzwerke kommen aus einem Schwellenland oder sind Senioren

„Netzökonom“ Holger Schmidt von der F.A.Z. stellte gestern die neuesten Nutzungszahlen von Comscore auf seinem Blog vor. Demnach belegt Deutschland jetzt erstmals den dritten Rang unter allen Ländern nach Anzahl der Social Media Nutzer. So ist die Anzahl der Sozialwebber in den vergangenen 12 Monaten weltweit um 23 Prozent auf 945 Millionen gestiegen. In Deutschland lag das Wachstum sogar bei 47 Prozent auf nunmehr 37,9 Millionen Nutzer.

Überdurchschnittlich wachsen die Nutzungsraten in den Schwellenländern und bei den Senioren. So ist in den U.S.A. der Anteil der Über-50-Jährigen auf sozialen Netzwerken von 22 auf 42 Prozent gestiegen. Die Studie zeigt aber auch, dass bei meinen Altersgenossen E-Mail noch immer die dominante Kommunikationsform ist und nur von Social Media begleitet wird, während Jugendliche heute schon lieber „networken“.

Yahoo!: schreiben statt suchen! – Auf dem Weg zum ernst zunehmenden Konkurrenten für lokale Tageszeitungen?

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süddeutsche yahoo

Nachdem Yahoo! ja bereits vor einiger Zeit seine Such-Kompetenzen und -Marktanteile an Microsoft übertragen hat und dafür in den kommenden drei Jahren in Redmond einen Geldeintreiber platzieren konnte, scheint die neue Geschäftsidee in Richtung Lokaljournalismus zu gehen. „The Wire“ berichtet jedenfalls, dass Yahoo! in den USA erstmals Lokaljournalisten für die Hügel San Fransiscos sucht, auf der Stellenbörse von Yahoo! wiederum sind Positionen für Lokaljournalisten in den Regionen San José, Chicago und Dallas ausgeschrieben. Yahoo! war ja bereits ein Vorreiter für die lokale Suche weltweit (auch in Deutschland) und verfügt in der Vermarktung lokaler und regionaler Inhalte über einige Kompetenzen. Gut möglich, dass hier ein wichtiger Wettbewerber für die traditionellen lokalen Tageszeitungen heranwächst.

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Marktsättigung für XING in Deutschland?

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Ich hatte ja schon in meinem Beitrag für die WELT KOMPAKT die These aufgestellt, dass XING ohne eine Veränderung des Geschäftsmodells bald an der Marktsättigung für Deutschland angelangt sein würde (siehe hier). Stefan Klaus vom Blog suxess24 stößt mit seiner Analyse der jüngsten Marktdaten von XING nun ins gleiche Horn. „Das Wachstum der kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft hat sich gegenüber dem ersten Quartal um 11 Mio. Premium-Accounts halbiert. Die Dynamik der wachsenden Premium-Mitgliedschaften scheint damit wohl endgültig beendet zu sein. Ein weiterer Aspekt für die Stagnation neuer zahlender Mitglieder könnte auch sein, dass das Business Network LinkedIn seinen Basismitgliedern einfach einen größeren Mehrwert bietet. Für gleiche Funktionen – die bei XING etwas kosten – muss der LinkedIn-User nichts bezahlen.“ Hab ich schon mal gehört irgendwie 😉

Facebook – das ZDF des neuen Jahrtausends

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Dass die Facebook-Nutzer-Zahlen in Deutschland weiter wachsen wie verrückt, braucht einen ja wirklich nicht zu überraschen. Dass aber das stärkste Wachstum in der angestammten ZDF-Klientel in der Altergruppe 54+ erfolgt, erstaunt dann doch.

Dies legen jedenfalls die aktuellen User-Marktdaten von Facebook Marketing nahe:

facebook user deutschland august 2010

Zahlen: https://facebookmarketing.de

Facebook: die Alten kommen. Und da sage noch einer, unsere Senioren würden vereinsamen und hätten keine keine Freunde …

Neue Studie: CIOs scheuen soziale Netze wie der Teufel das Weihwasser

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„Rund 82 Prozent der IT Security-Administratoren sind davon überzeugt, dass Social Networking, Internet-Applikationen und Widgets die Sicherheitslage ihrer Organisationen signifikant verschlechtert haben.“

Das ist die Quintessenz der Studie „Web 2.0-Sicherheit am Arbeitsplatz“ des Ponemon Instituts, die silicon.de heute vorstellt. Die Mehrheit der Befragten sieht die Hauptverantwortung für die Minimierung von Web 2.0-Sicherheitsrisiken im Unternehmen bei den Mitarbeitern. Diese würden viel zu selten an die Konsequenzen ihrer Aktivitäten in Netzwerken wie Facebook, LinkedIn und XING für die IT-Sicherheit ihrer Unternehmen denken. Dies wurde ja auch vor wenigen Tagen auf der vibLounge in der Diskussion der Sicherheitsspezialisten Markus Bernhammer von Sophos  und Dr. Wieland Alge von Barracuda Networks mit Experten von BSI, BITKOM und XING angemerkt.

Die kompletten Ergebnisse der Ponemon-Umfrage gibt es übrigens hier bei Check Point.

Jeder dritte Zwitscherer hält den Schnabel: 3 von 10 Twitter-Accounts sind leer

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„Auf 30 Prozent der Twitter Accounts wurde noch kein einziger Tweet abgesetzt.“ Das ist nur eines der Ergebnisse einer Umfrage unseres Kunden Barracuda Labs. Axel Postinett vom Handelsblatt fasst die wichtigsten Ergebnisse heute auf seinem Blog zusammen. Ein Auszug:

  • „Nur rund 29 Prozent der Twitter User können als “richtige” Twitter-Nutzer bezeichnet werden. Sie haben mindestens zehn Tweets veröffentlicht, haben zehn Follower und sind selbst Follower bei zehn anderen Usern.
  • Insgesamt erhöht sich die Aktivität auf Twitter weiterhin. Die Nutzerzahl steigt, die “richtigen” Twitter-Nutzer schreiben mehr Tweets und auch Gelegenheitsnutzer werden aktiver.
  • Die Hälfte der Twitter User twittern seltener als einmal am Tag, aber einer von zehn Usern twittert fünfmal oder öfter pro Tag.“

Sicher in sozialen Netzen – Experten diskutierten bei vibrio und High Tech Presseclub die Datenschutz- und Sicherheitsdefizite bei Facebook, XING und Co

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50 Gäste diskutierten über Datenschutz und Datensicherheit in sozialen Netzwerken auf der vibLounge

Seit mehr als zehn Jahren veranstaltet vibrio in unregelmäßigen Abständen Diskussionsrunden unter dem Label „vibLounge“. Gestern trafen sich rund 50 Unternehmens- und Medienvertreter zur Diskussion über die Anforderungen sozialer Netzwerker an Datenschutz und Datensicherheit in der Münchner Lounge2. Unter ihnen der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Michael Hange, der Vorstandsvorsitzende der DATEV und Präsidiumsmitglied des BITKOM Professor Dieter Kempf, der Vice President Operations von XING Dr. Johannes Mainusch, sowie die beiden Deutschland-Chefs der IT-Sicherheitsspezialisten Barracuda Networks und Sophos, Dr. Wieland Alge und Markus Bernhammer, beides langjährige Kunden der Agentur vibrio. Moderiert wurde die Diskussion von ZDF-Urgestein Günter D. Alt und Agenturchef Dr. Michael Kausch.

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Keylens-Studie: Soziale Medien im Unternehmenseinsatz noch im Experimentalstadium

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Die Unternehmensberatung Keyelns hat eine kleine Studie zum Stand des Enterprise 2.0 vorgestellt: Demnach entscheiden sich die meisten Unternehmen heute noch opportunistisch für den Einsatz sozialer Medien: „Oft wird nur auf die Instrumente geschaut. Eine App muss her, weil der Konkurrent auch eine hat. Integration in die Geschäftsprozesse? Fehlanzeige.“

Noch nutzen Unternehmen soziale Medien hauptsächlich zur Distribution von Marketing-Botschaften und noch nicht zur Kommunikation mit Kunden und Partnern.  Aber immerhin ist die Bereitschaft in soziale Medien zu investieren groß. Bereits 44 Prozent der befragten Unternehmen investieren mehr als zehn Prozent ihres Marketingbudgets in diesen Bereich. Und die Wachstumsprognosen sind vielversprechend. So lautet das Fazit der Studie: „Heute deutet alles darauf hin, dass Web 2.0 dabei ist, zu einem allgemeinen Standard zu werden. Das Thema wird dann keine strategische und wettbewerbsdifferenzierende Rolle mehr spielen. Aber soweit sind wir noch lange nicht. Noch gibt es ein Zeitfenster für visionäre und veränderungsbereite Unternehmen, um Wettbewerbsvorteile zu erobern.“ Gefordert sind also integrierte Strategien für den Unternehmenseinsatz sozialer Medien. Einfach mal so loszutwittern und zu bloggen nutzt nichts und ist – das haben wir von vibrio bei Kunden schon erleben müssen – eher gefährlich.

Übrigens: Ausgegraben hat die Studie Netzökonom Holger Schmidt von der F.A.Z. Danke dafür.

Facebook räumt den Markt der sozialen Medien auf – Profinetze LinkedIn und Xing halten sich wacker

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Was ich in der WELT KOMPAKT vor wenigen Tagen behauptet habe, wird durch die aktuellen Daten aus dem Google AdPlanner belegt: Facebook räumt mächtig im Revier der sozialen Netzwerke auf. Während die VZ-Netze mit Ausnahme von meinvz.net und wer-kennt-wen massiv einbüßen, schlagen sich die Profi-Netze XING und vor allem LinkedIn tapfer. Auch der Microblogging-Dienst Twitter  wächst noch.

Der Newsdienst MEEDIA berichtet heute: „18 der 25 populärsten sozialen Netzwerke des Landes konnten ihre Besucherzahlen aus dem Mai demnach nicht halten. Neben wer-kennt-wen.de verlor auch SchülerVZ fast 10%, StudiVZ 8,7% und MySpace sogar 11,4%. wer-kennt-wen.de und die beiden VZs fielen damit auf die geringsten Unique-Visitors-Zahlen seit 2008, MySpace büßte in nur einem Jahr fast die Hälfte seiner Nutzer ein.“

soziale netze trends

Die kompletten Daten gibt es bei MEEDIA.

Die Lokalisten haben ebenfalls massiv verloren (minus 9,1 Prozent). XING kam mit minus 3,4 Prozent mit einem blauen Auge davon, während Konkurrent LinkedIn sogar um 11,3 Prozent zulegen konnte.

Auch wenn die Anzahl der Visitors nur ein Kennzeichen für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit sozialer Netzwerke ist – die Kommunikationsdichte im Netz ist ein anderes – so passen diese Daten doch ins derzeitige Bild der Branche. Es scheint sich zu bestätigen: Facebook frisst sich durch den Markt der sozialen Netze für Privatanwender, während professionelle Networks eine Chance haben, wobei LinkedIn gegenüber Xing zügig aufholt.