Wie Unternehmen das Web 2.0 verpennen …

…zeigt einmal mehr F.A.Z.-Netzökonom Holger Schmidt. Sein lesenswerter Post von gestern abend verweist u.a. auf Telekom-Obermann, den man den Twitter-Account geklaut hatte, darauf, dass nur jedes vierte der DAX-, M-DaAX- und TecDAX-Unternehmen twittert und einmal mehr auf die Vodafone-Web2.0-Werbepleite.

Holger Schmidt zitiert auch eine Umfrage der Cologne Business School, der zufolge 20 Prozent aller Führungskräfte gar nicht wissen, was sich hinter dem Begriff „Web 2.0“ eigentlich verbirgt. Einmal mehr fordert er Unternehmen dazu auf, sich endlich mit dem Web 2.0 zu befassen: „Denn auf Dauer geht an einer Präsenz in den sozialen Medien für die meisten Unternehmen kaum ein Weg vorbei, wie Emarketer und eine Studie von CMO beschreiben. Denn drei Viertel aller Internetnutzer sind dort aktiv, unterhalten sich auf Twitter, Facebook oder Studi VZ über Unternehmen und deren Produkte. Wer da nicht dabei ist, riskiert, weder einen positiven Ruf aufbauen zu können noch bei negativen Kommentaren, die sich im Echtzeitinternet sehr schnell verbreiten können, korrigierend eingreifen zu können.“

Ich war offen gestanden eher überrascht, dass schon jedes vierte DAX-Unternehmen twittert, und dass 80 Prozent aller Führungskräfte, wissen (oder zu wissen glauben), was sich hinter Web 2.0 verbirgt. Dabei müssten deutsche Manager doch nur einmal irgendwo in einem Blog eine Beschwerde hinterlassen, dass ihr tolles Dell-Notebook streikt. Spätestens nachdem sich ein freundlicher Dell-Support-Mann am nächsten Tag gemeldet hätte, um seine Hilfe anzubieten, wüsste der deutscher Manager, dass anderswo die Nutzung des Web 2.0 bereits an der Tagesordnung ist …

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