Wer bin ich: Titel machen Leute

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Klout feilt an seinen Bewertungsmechanismen, und lässt hinter die Kulissen blicken. Dabei verlässt sich der Dienst nicht mehr nur auf die Aktivitäten in Sozialen Netzwerken: Nein, mein Titel bei LinkedIn fließt mit ein (soweit so klar) und die Wikipedia – hier ist nicht ganz klar, was gemeint ist? Meine eigene Seite dort? Die dürfte noch eine Weile auf sich warten lassen). Damit will Klout offenbar mehr sein als nur noch ein SocMe-Tool: ein veritables Who-is-Who soll daraus werden. Was Sinn ergibt, wenn man die zunehmende Ubiquität dieser Netzwerke betrachtet.

So erklärt sich auch, dass ein hoher Rang in Twitter et al. von einer bedeutenden Person erwartet wird. Warum sonst hätte sich Mitt Romney seine Follower gekauft (oder, eine alternative Erklärung: warum hätte jemand anderer sonst geglaubt, Romney durch den Einkauf von falschen Followern lächerlich zu machen? Die menschliche Gesellschaft war schon immer sehr feinfühlig für Eitelkeiten und hat jene abgestraft, die mehr zu sein vorgaben als sie waren.)

Was für uns Deutsche natürlich fehlt, ist Xing. Bis Klout sich damit anfreundet, muss ich mich bei LinkedIn schnell CEO nennen, oder Master of the Universe (den gabs eine Zeitlang wirklich, bei Adobe). Wenn’s hilft…

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