Impressionen vom BarCamp München 2008 #bcmuc08

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Mein Vorrednerblogger Michael Kausch hat es ja schon angekündigt: Von mir gibt es hier ein paar Impressionen von der Unkonferenz, dem BarCamp in München zu lesen.

Völlig unaufgeregt schlendert der Veranstalter zwischen seinen Gästen herum, alles scheint ungesteuert von alleine zu funktionieren. Auf einer Pappwand, Grid genannt, kleben unordentlich unzählige und ganz undigital handgeschriebene Kärtchen mit den Themen der Sessions. Sessions, die von unbezahlten Referenten, die nach einer Stunde wieder ganz normale Teilnehmer sind, gehalten werden. Unaufdringlich und doch nicht unauffällig präsentieren sich die Sponsoren. Säfte, Kaffee, Tee, Schokolade, Tassen, Müslis, T-Shirts gespendet von Firmen, die entweder unphonetische Doppelkonsonanten oder ein „My“ im Namen tragen. Die Tagungsräume heißen wie die großen Sponsoren und es ist nicht ungewöhnlich, wenn eine Linux-Entwickler-Session einmal unabsichtlich im Raum Microsoft stattfindet. Man schmunzelt darüber. Jeder hier geht unbefangen mit so etwas um. Unablässig strömen die Teilnehmer durch die Gänge, allerdings erst zur vollen Stunde. Kaum einer ist so unhöflich, eine Session vorzeitig zu verlassen. Jeder respektiert hier den uneigennützigen Einsatz der Referenten und Diskussionsleiter. Nichts, was hier gesagt und gezeigt wird, bleibt lange ungebloggt und ungetwittert. Völlig unfassbar sind aber die unzähligen helfenden Hände. Unabsichtlich vergessene Kaffeebecher werden von einem Vorbeieilenden rasch in den Müll geschmissen, Ladegeräte verliehen, Zettel verteilt. Aus unerfindlichen Gründen funktioniert etwas so reibungslos, was absolut ungeordnet und ungesteuert ist.

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