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"Dittrichs digitale Denkfabrik" – der neue it-branchen-event der messe münchen

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d&d_Logo_rot_rgb

so ist das wohl immer, wenn man ein neues projekt vorstellt: erstmal wird ausgiebig über den namen und das logo diskutiert. so geschehen auch heute in der pressekonfernez zur ankündigung des lang erwarteten systems-nachfolgers. unter dem titel „discuss & discover“ stellte klaus dittrich, geschäftsführer der messe münchen international, den neuen event, das neue logo und den neuen claim vor. und schon entspann sich eine diskussion, ob das „D“ zu sehr nach bundesbahn aussehe, das rot auch wirklich ein anderes sei, als das der systems und ob man nicht erst discovere und dann diskutiere, oder doch vielleicht erst diskutiert, um dann gemeinsam zu discovern. eines hat der neue event-titel aber schnell gezeigt: weder der name, noch das projektdesign lässt die menschen kalt. auch wenns dem ein oder anderen zu „visionär“ war, die meisten der anwesenden journalisten zeigten sich in den anschließenden gesprächen doch recht neugierig und aufgeschlossen.

und wenn es einen schönheitspreis für die beste namensalternativen gäbe, so hätte ihn die computerwoche eindeutig gewonnen. die cowo titelte heute schon um 13:47: „Dittrichs digitale Denkfabrik“. und weiter: „Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München, baut die Veranstaltung zu einer All-in-one-Kommunikationsdienstleistung für IT-Entscheider um.“ und so ist es!

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yang im reich des yin

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altavista

kress online meldet eben, dass die seit monaten diskutierte werbekooperation zwischen yahoo und google nun doch endgültig geplatzt ist. damit verliert yahoo seinen letzten verbündeten. nun wirds eng für yahoo-chef jerry yang. scheinbar will er nun doch noch von microsoft gekauft werden:

„Beobachtern zufolge könnte das Ende der Partnerschaft eine neue Chance für Microsoft bieten. Auch Yahoo selbst sieht einen Verkauf des Unternehmens an Microsoft als beste Alternative an: „Wir sind bereit Yahoo zu verkaufen“, so Yahoo-CEO Jerry Yang (Foto) auf einer Konferenz in San Francisco am Mittwoch.“

knapp 50 milliarden dollar wird man in redmond nun aber sicherlich nicht mehr für yahoo bieten. deren aktienkurs ist inzwischen um mehr als fünfzig prozent abgeschmiert. schade ist es in jedem fall um yahoo, vor allem aber natürlich um meine alte lieblingssuchmaschine: altavista, die durch so viele hände ging, ehe sie im reich von mr. yang landete: digital equipment, compaq, overture, yahoo.

erinnert sich noch jemand an die zeit von raging? das war die absolut werbefreie und komplett zeichenorientierte suchmaschine von altavista – suchen pur:

raging

nie war suchen schlichter …

aber das ist ebenso vergangenheit wie bundesliga ohne werbeunterbrechnung. dann wollen wir wenigstens ein tolles programm. und vielleicht wird ja aus der kombination von yahoo und microsoft live was wirklich spannendes. wenn’s denn soweit kommt …

gestern in der dampflog, heute auf spiegel

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gestern berichteten wir über die ankündigung von microsoft in bezug auf azure und die vermutung, dass dies den einstieg in kostenlose werbefinanzierte software sei, heute meldet spiegel online, dass die nächste version von microsoft office auch kostenlos und werbefinanziert online angeboten werden wird: „Für die Arbeit unterwegs sollen die Anwender … auch von fremden Rechnern aus via Webbrowser oder sogar per Handy Office-Dokumente betrachten und bearbeiten können. Online- und Handy-Versionen der Programme sollen aber im Funktionsumfang eingeschränkt sein.“

microsoft auf wolke 7

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wolken

microsoft kündigte gestern auf der professional developers conference 2008 einen grundlegenden strategiewechsel an, der die branche mit sicherheit grundlegend verändern wird. mit der neuen entwicklungsplattform microsoft windows azure öffnet sich der branchenriese in richtung cloud computing und web based services. als eigenständiges backend betriebssystem steht azure hinter und neben dem künftigen windows 7.0, das weiterhin ein klassisches desktop-system beleiben wird. die positionierung von azure als backend- und windwos 7 als client-system hat ray ozzie in einem aufschlussreichen interview mit einem blogger der new york times formuliert. (siehe auch das entsprechende white paper auf der microsoft website).

cloud nutzt server-dienste, die auf servern in microsoft rechenzentren bereitgehalten werden. entwickler können auf dieser basis ip-basierte anwendungen schreiben, die im web, auf eigenen enterprise servern oder „irgendwo dazwischen“ laufen. im front end sind beliebige systeme denkbar, die auf die von azure unterstützten allgemeinen industriestandards basieren.

spannend auch, dass microsoft offensichtlich mit azure erstmals plant, betriebssystemsoftware komplett anzeigenfinanziert und damit kostenlos anzubieten. so reagiert man in redmond offensichtlich auf entsprechende angebote und überlegungen von amazon und google.

wie ist dieses announcement einzuschätzen?

a) mit sicherheit wird mit microsofts ankündigung der trend zum cloud computing und zu software as a service gestärkt. relevant für anwender.

b) der zug richtung anzeigenfinanzierte kostenlose software wird beschleunigt. relevant für (ein)käufer.

c) für softwareentwickler tut sich mit der service-power von microsoft ein völlig neuer markt auf. relevant für entwickler.

d) ob azure es freilich als standard zu einer dominanz ähnlich derjenigen des klassischen windows bringen wird, bleibt abzuwarten. relevant für uns alle.

ein witzbold weist auf heise online auf die wichtigsten heute schon etablierten alternativen von azure hin:

alternativen zu azure:
Azure (web color)    #F0FFFF
Columbia blue      #9BDDFF
Light sky blue      #87CEFA
Sky blue      #87CEEB
Maya blue     #73C2FB
United Nations blue  #5B92E5
Cornflower blue      #6495ED
Dodger blue      #1E90FF
Air Force blue      #5D8AA8

Alles so schön bunt hier – Bericht von der Photokina

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Wenn viele Chinesen auf einem Haufen stehen und sich gegenseitig photographieren, dann ist Photokina! Natürlich sind die meisten Chinesen Japaner, aber pixelmässig macht das für uns Langnasen ja eigentlich keinen Unterschied. Canon, Nikon, Sony, Olympus – die Kölner Messe ist eine Messe, auf der die Japaner traditionell seit vielen Jahren das Sagen haben. Jedenfalls galt das bis 2007. Denn zwei Trends sind in diesem Jahr auszumachen:

microsoft

Wenig überraschend: die Amerikaner sind zurück! Und zwar in Form eines gar nicht so kleinen Microsoft-Standes. Gezeigt wurde vor allen Dingen Microsoft Silverlight, der Anti-Flash. Und das ausgerechnet direkt gegenüber von Adobe. Dass man mit Silverlight und den Bildbearbeitungs-Tools bei Microsoft noch kein Geld verdient, merkt man daran, dass auf dem Stand nur amerikanisch gesprochen wird. Sobald man bei Microsoft Geld verdienen kann, übernehmen ja die regionalen Niederlassungen die Vermarktung. Für die Zukunftsvisionen sind die Kollegen aus Redmond zuständig. Und der Photokina-Stand der Microsofties war komplett in der Hand der Redmondianer.

 

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