Schlagwort-Archiv: Microsoft

Ein erstes Fazit von Michael Kausch zu Microsoft Surface

 

Lange habe ich warten müssen auf mein Microsoft Surface Tablet. Aber nach vielen Irrungen und Wirrungen ist es heute tatsächlich eingetroffen. Und nachdem ich heute vormittag den kleinen Karton aufgerissen, schnell ein schmuckes kleines Etwas ausgepackt und mit dem vorgefundenem Kabel an die Steckdose gehängt hatte, konnte ich heute nachmittag erste Erfahrungen mit dem Surface sammeln. Für die DampfLog habe ich diese Erfahrungen hier zusammengestellt:

TOLLE OPTIK UND HAPTIK

Mit knapp 700 Gramm kommt es erstmal sehr leicht daher. Und mit 0,94 cm Höhe ist es ist gerade mal so hoch, wie ein Samsung Galaxy S2:

 

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Die Farce um Surface – Im Gegensatz zu Surface fühle ICH mich ausgeliefert…

Warten Sie auch auf ein Microsoft Surface? Ich auch. Aber Lieferverzögerungen könnte ich ja noch verstehen. Aber ich weiß ja noch nicht mal ob meine Bestellung noch aktuell ist. Bestellt habe ich schon am 17. Oktober. Geliefert werden sollte letzte Woche. Geliefert wurde nichts. Im Netz heißt es, Microsoft habe einige Bestellungen versehentlich storniert und die Kunden hierüber informiert. Information habe ich keine erhalten. Auf meinem Online-Konto ist aber die Bestellung auch nicht mehr zu sehen. Keine Hardware, kein Lieferstatus, keine Information. Wenn Sie mehr wissen wollen: ich habe meine Erfahrungen mal auf Czyslansky … äh … anmerkt: http://www.czyslansky.net/?p=7885

Die Birne von Microsoft: ein eigenes Tablet unter dem Namen Microsoft Surface

Nicht nur oberflächlich betrachtet hat das heute Nacht angekündigte Microsoft Surface Tablet das Zeug zum iPad-Killer: eine Windows 8-Maschine, die gut aussieht, funktional erscheint und kompakt ist. Wenn Microsoft es jetzt noch schafft, die Entwickler zur Programmierung brauchbarer Apps anzutreiben, dann wird Microsoft nach Jahren mal wieder so sexy, wie es früher einmal war. Das Video, das heute vermutlich überall läuft:


Und hier gibt’s mehr dazu: http://tcrn.ch/MJXy6E

Nachtrag:

Die Netzgemeinde streitet seit letzter Nacht über die Zukunftsaussichten von Surface. Und ich bin davon überzeugt: es wird ein Erfolg! Und es ist auch die letzte Chance Windows ins mobile Zeitalter hinüber zu retten.

Natürlich sind viele Dinge noch unklar: wie lange wird der Akku durchhalten, welche Wireless-Technologien werden implementiert? Wann kommt das ganze auf den Markt? Was werden die beiden alternativen Geräte kosten (manspekuliert über rund 600 $ für die kleine Win 8 RT-Variante und rund 1000 $ für die große mit Full Win 8 und Intel-Architektur. Und vor allem: werden unabhängige Softwareentwickler auf Win 8 und Metro aufspringen?

Aber das ist alles gar nicht so entscheidend. Wirklich wichtig ist, dass Microsoft gemerkt hat, dass man sich in Zeiten, in denen nicht mehr zwischen Produktivitätswerkzeugen fürs Büro und Markenkonsumartikeln für den Privaten unterscheiden kann,  nicht länger auf die Rolle des Softwarelieferanten mit starken OEM-Partnern zurückziehen kann. Microsoft will ernsthaft eine Consumer-Marke werden und dies geht nur, wenn man eigene Hardware unter eigenem Markennamen verbreitet. Das wird natürlich ein Balance-Akt, will man Dell und HP nicht verärgern. Andererseits haben gerade die engsten OEM-Partner von Microsoft im Consumer-Geschäft in den letzten Jahren arg geschwächelt. Microsoft tut also gut daran, sich hier selbst zu positionieren.

Man darf hier Ballmers Leuten viel Mut wünschen. Ddas Gerücht, Microsoft werde die Surface Geräte nur in eigenen Shops und eigenen Online-Kanälen vertreiben, könnte sich bewahrheiten: so schlägt man drei Fliegen mit einer Klatsche:

1. Man tut sich mit Flagship Stores leichter, die eigene Markenidentität zu entwickeln

2. Man kann trotz hohen Entstehungskosten preisagressiv im Markt auftreten

3. Man verhindert eine offene Kannibalisierung mit den Vertriebskanälen der OEM-Partner.

CeBIT: Mit Minister der “Lyncs-Partei” bei Ferrari electronic und Microsoft

Am Dienstag durfte ich auf der CeBIT einige Bilder vom Besuch des brandenburgischen Wirtschaftsministers  Ralf Christoffers bei meinem Kunden Ferrari electronic knipsen:

Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers (rechts), auf der CeBIT im Gespräch mit Ferrari electronic Vorstand Stephan Leschke (links)
Minister Christoffers zeigte großes Technologie-Interesse bei der Produktpräsentation auf dem Microsoft-CeBIT-Stand.

Der Minister informierte sich auf dem Microsoft-CeBIT-Stand über Unified Communications mit Microsoft Lync. Mit dabei: Ferrari electronic, UC-Technologiepartner für Lync. Der Minister kommt von der – nicht überraschend – “Lyncs”-Partei …

Ferrari electronic, Aussteller auf dem Microsoft Partnerstand, zeigte sich übrigens zum Bergfest der CeBIT sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe: “Tatsächlich waren die Gänge gut gefüllt und unser Stand platzte teilweise aus allen Nähten.” (Ferrari electronic Blog) Da kommen wohl drei Dinge zusammen: Microsofts erfahrenes und kompetentes Partner-Marketing, eine fleißige Kommunikationsarbeit bei Ferrari electronic und eine überaus große Nachfrage nach modernen Lösungen zu Unified Communications.

Zwischen Schirrmacher und Renner – Digital ist anders

Unter dem programmatischen Titel “Digital ist anders” habe ich in der jüngsten Wochenendausgabe der F.A.Z. versucht, einen Weg zwischen der opportunistischen Erlösungstheorie der Renner-Brüder und dem kulturkritischen Skeptizismus des F.A.Z.-Herausgebers Frank Schirrmacher bei der Bewertung des Internet und dessen gesellschaftlichen Auswirkungen aufzuzeigen.

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Auch wenn mir Frank Schirrmacher freundlicherweise gleich eine Doppelseite in der nicht gerade kleinformatigen F.A.Z. zugesprochen hat, so musste natürlich trotzdem ein guter Teil des Manuskripts unter dem Diktat der Raumökonomie weichen. Neben vielem anderen hat das Internet gegenüber dem alten Holzdruck den unvergleichlichen Vorteil des unbegrenzten Raumes. Deshalb darf ich an dieser Stelle den Artikel der F.A.Z. mit einigen verfallenen Passagen vervollständigen. Dieses Posting ist also nicht eigenständig zu lesen, sondern als Addendum zum dort veröffentlichtem Text.

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Nokia und Microsoft: Gemeinsam gegen Google

Gerüchte gab es schon länger, seit letzter Woche ist es amtlich: Kurz vor Beginn des Mobile World Congress (MWC) verkündeten Nokia und Microsoft, gemeinsam Google auf dem Handymarkt Konkurrenz machen zu wollen. Demnach soll auf Nokia-Smartphones statt des hauseigenen Symbian zukünftig das Betriebssystem Windows Phone 7 laufen. In einem gemeinsamen offenen Brief des Nokia CEOs Stephen Elop und Microsoft CEO Steve Ballmer geben sich beide kampfeslustig. Unter anderem sprechen sie davon, die Konkurrenz “zerstören” zu wollen. Große Worte!

Für beide macht eine Zusammenarbeit Sinn. Nokias eigenes Betriebssystem Symbian verliert rasant an Boden gegenüber Android. Eine aktuelle Studie von IDC verdeutlicht, dass das Google-Betriebssystem bis 2013 Nokia erheblich Handymarktanteile abnehmen wird. Und auch Microsoft konnte auf dem Mobile-Feld noch nicht wirklich punkten. Erst kürzlich wurde Windows Mobile eingestampft, alle Hoffnungen ruhen seitdem auf Windows Phone 7. Da kommt es gelegen, dass mit Elop nun ein ehemaliger Microsoft-Manger das Ruder bei den Finnen übernomen hat. Zwar soll Symbian weiter unterstützt werden und auch MeeGo fortgesetzt werden, aber im Fokus der Bemühungen steht Windows Phone 7. Nokias Marktführerschaft auf dem Handymarkt und die große Entwickler-Community der Redmonder könnten zusammen, den rasanten Aufstieg Androids bremsen.

Mittlerweile hat auch der Zusammenschluss von neun Nokia-Aktionären “Nokia Plan B” aufgegeben den Rücktritt Elops zu fordern. Die neun Rebellen hatten in einem offenen Brief angekündigt, auf der Jahreshauptversammlung, Elop als CEO abzusetzen und die Kooperation mit Microsoft aufzukündigen. Bereits 36 Stunden nach Verlautbarung der Pläne wurden diese aber wieder ad acta gelegt.

Nachdem die Bekanntgabe des Deals, auch an der Börse, hohe Wellen schlug, scheint die erste Entrüstung darüber vorbei zu sein. Und auch Ex-Google CEO Eric Schmidt zeigte auf dem MWC nur kurzzeitig Bedauern darüber, dass sich Nokia gegen Android entschieden hat. Auch Google hatte versucht eine Kooperation mit Nokia zu schließen, die kurzen Verhandlungen blieben jedoch ohne Erfolg. Laut Schmidt, sei aber Microsoft immer noch der Hauptkonkurrent für Google.

Es bleibt also spannend auf dem Handymarkt. Noch dazu, da mit HP ein weiterer Big Player massiv in den Mobile-Markt drängt. Nach jüngsten Verlautbarungen, möchte HP das Betriebssystem WebOS weiterführen. Erste Handys wurden auf dem MWC bereits vorgestellt.

Microsoft macht vibrio alles nach … WordPress statt Live Spaces

dampflog

Der Blog der Agentur vibrio basiert schon immer auf WordPress

Microsoft stellt laut cnet seinen proprietären Blog-Service “Windows Live Spaces” ein und stellt Windows Live auf WordPress um. Das ist gut so. WordPress ist heute die am meisten verbreitete Plattform für die Erstellung von Weblogs. Die Software funktiniert, gut, ist stabil, einfach zu bedienen und sie wird ständig von der weltweiten Community ihrer Anwender weiterentwickelt. Open Source at it’s best! vibrio hat bei seinem Corporate Blog “dampfLog” von vornherein auf WordPress gesetzt.

Für Microsoft ist dies ein weiterer Schritt auf die offene Web-Community zu. Vor einiger Zeit schon haben die Billyboys ihren Video-Dienst Soapbox geschlossen. Microsoft bietet heute seinen Live-Kunden einen Upload-Dienst für YouTube und Facebook an. Die Windows Live Photo Gallery hat sich ebenfalls bereits für Facebook und Flickr geöffnet. In Redmond hat man die Logik des Web 2.0 offenbar begriffen: Offenheit geht vor proprietäre (Miss)Erfolge ;-)

"Thoughts on Flash" – was steckt wirklich hinter den Angriffen von Steve Jobs auf Adobe?

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In seinem offenen Brief greift Apple-Boss Steve Jobs unter dem Titel “Thoughts on Flash” Wettbewerber Adobe massiv an. In einem Beitrag auf dem Czyslansky-Blog deute ich diesen Frontalangriff als Ausdruck der Apple-Strategie als Hardwarehersteller auch die Softwareentwicklung für alles was mit “i” anfängt unter völlige Kontrolle zu bekommen. In Wahrheit ist Apples Strategie proprietäer als alles, was wir seit Einführung des Personalcomputers vor 30 Jahren erlebt haben. Und diesen Trend finde ich nicht gut.

Ralph Haupter wird neuer Microsoft Deutschland Chef – Achim Berg geht zum Propheten

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Am “Tag der Arbeit” macht sich Ralph Haupter an die Arbeit und übernimmt zum 1. Mai 2010 von Achim Berg die Führung der deutschen Microsoft-Niederlassung. Der Berg hingegen geht zum Propheten nach Redmond und soll dort in der Zentrale neue Aufgaben übernehmen.

Achim Berg (46) hat in den vergangenen drei Jahren einen guten Job und sich einen guten Namen gemacht: verbindlich im Ton, kollegial im Stil, souverän in der Repräsentation eines schwierigen Marktführers. Ein Sympathieträger, der offen für Partnerschaften ebenso wie für Kritik am eigenen Hause war. Das hat dem Klima in der Unterschleißheimer Konrad-Zuse-Straße aber auch im Partner-Netzwerk Microsofts offensichtlich gut getan. Ich bin gespannt, was Achim Berg künftig in der Zentrale in Redmond bewegen wird. Ein mobiler Mann mit Telekommunikationshintergrund wird dort sicherlich gebraucht ;-)

Mit Ralph Haupter (41) übernimmt zum ersten Mal seit Kurt Sibold – und damit erstmals seit zehn Jahren – ein Mann aus dem eigenen Haus das Zepter. Auch das ist ein gutes Zeichen und spricht für die Qualitäten im Management-Team, das sich unter Bergs Führung entwickeln konnte. Haupter ist seit fünf Jahren bei Microsoft. und ist dort der Mann für die vielen “M”s: er versteht etwas von Marketing (war für Microsoft schon mal für Partner Sales & Marketing verantwortlich), von Mittelstand (ehemals Microsoft GM für Mittelstand in Westeuropa) und Maschinenbau (das hat er gelernt. Und den Marsch kann er dem Marktführer Microsoft auch noch blasen: schließlich spielt er wie man hört Trompete. Glück auf!