Schlagwort-Archiv: Microsoft

Von verpatzten Erfindungen

Was hat der Benz Patent-Motorwagen mit einem Computer gemeinsam?

 

Erfindung des Benz Patent-Motorwagen
“Benz Patent-Motorwagen Nr.1″ by DaimlerChrysler AG – Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

 

 

 

 

 

 

Gut, es gibt Erfindungen, die haben sich durchgesetzt, obwohl niemand an sie geglaubt hat. Angefangen beim Kraftfahrzeug, denn jedermann belächelte Bertha Benz auf ihrer Fahrt von Mannheim nach Pforzheim im Benz Patent-Motorwagen. Und was entstand daraus? Die zunächst skeptische Öffentlichkeit erkannte das Zukunftspotenzial dieses Kraftwagens für eine massentaugliche, moderne Fortbewegungsart. Wie diese Änderung der Einstellung Weiterlesen

Neues Mobile Health Gadget: Microsoft entwickelt Laufschuh mit Schrittmotor

Microsoft Laufschuh

Unterschleißheim, 01. April 2015. Schuhe, bei denen sich per Windows-App eine Sohlenheizung zuschalten lässt, Schuhe mit eingebautem Schrittzähler und Schuhe, die das Bewegungsprofil des Fußes aufzeichnen und analysieren – alles das gibt es längst für den gesundheitsbewussten und digital ausgerüsteten Läufer. Schon heute alarmiert das Smartphone seinen Besitzer, wenn er wieder einmal einen langen Büro-Tag sitzend am Schreibtisch verbracht hat und er deshalb dringend zum Ausgleich am Abend noch fünftausend Schritte zu Fuß gehen sollte.

Microsoft setzt dieser Entwicklung nun die Krone auf: mittels eines kleines High-Torque-Schrittmotors erkennt die Software, die es vorerst nur für Windows-kompatible Smartphones geben soll, den Laufbedarf und startet den Laufschuh selbstständig. Der Träger kann gar nicht anders, als loszulaufen: die Schuhe laufen einfach los. Den Schuh bezieht Microsoft vom fränkischen Sportartikel-Profi Puma.

BITKOM begrüßt die Rolle des deutschen Mittelstands im Internet der Schuhe

Der Schrittmotor kommt vom deutschen Schrittmotorspezialisten EC-Motion, so dass Microsoft mit seinem „Running Win Shoe“ gleich zwei Mal auf innovative deutsche Mittelständler als Zulieferer zurückgreift. BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf kann der Microsoft-Ankündigung denn auch strategische Bedeutung abgewinnen:

„Der Microsoft Running Win Shoe ist nicht nur ein Meilenstein auf dem innovativem Gebiet des Mobile Health, sondern auch ein Beweis der wichtigen Rolle des deutschen Mittelstands bei der Entwicklung des Internet der Dinge.“

Gerüchte um einen „Miracle Shoe Shop Defender“

Aus der deutschen Microsoft-Niederlassung vernimmt man bereits Spekulationen um weitere Innovationen rund um den Running Win Shoe: angeblich arbeitet man in Redmond an einem Softwareupdate, das auf Basis von BING Map dem Schuh – gedacht ist vorerst nur an die „weibliche“ Variante für Läuferinnen – signalisieren soll, dass sich die Schuhträgerin in der Nähe eines Schuhgeschäftes befindet. Die kleine App namens „Miracle Shoe Shop Defender“ soll mittels Zündung des Schrittmotors verhindern, dass die Schuhträgerin sich länger als fünf Sekunden vor Schaufenstern eines Schuhgeschäfts aufhält oder gar einen Schritt in ein solches Geschäft setzt. Als Zielgruppe für den Frauenschuh will Microsoft allerdings Männer anvisieren. Bis zum Weihnachtsgeschäft soll der „Miracle Shoe Shop Defender“ lieferbar sein. Der „Running Win Shoe“ soll schon im April über ausgewählte Microsoft-Partner-Schuhläden ausgeliefert werden.

Vor 25 Jahren – mit Bill Gates in Moskau

Michael Kausch in Moskau
Vor 25 Jahren: Michael Kausch auf der ersten Microsoft Pressekonferenz in Moskau

In diesem Blog-Beitrag geht es um Moskau. Und nein: die Ukraine und der Mord an Boris Nemzow sind dieses Mal kein Thema. Es geht vielmehr um eine ganz persönliche Erfahrung. Denn vor zwei Wochen war ich privat in Moskau und konnte die Stadt als moderne und weltoffene Stadt kennen lernen, als eine  Stadt mit einer vielfältigen kulturellen Szene in einem Land mit noch immer engen wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland.

Ich hatte auch die Gelegenheit an der Eröffnung einer Ausstellung deutscher mittelständischer Manufakturen in Moskau teilzunehmen. In Anwesenheit des deutschen Botschafters gab es neben deutschen Häppchen und Bierchen auch Hifi, Textilien, Kunst, Maschinen und vieles mehr aus deutschen mittelständischen Unternehmen zu begutachten. Und das Echo russischer Industrie- und Medienvertreter war enorm.

Ich musste allerdings in diesen Tagen an etwas ganz anderes denken: an meinen ersten Besuch der damals noch sowjetischen Hauptstadt. Es ist gerade ziemlich genau 25 Jahre her, dass ich für Microsoft die erste Pressekonferenz in Moskau organisieren durfte. Anlässlich der Einführung der ersten russischen Software von Microsoft – MS-DOS 4.0 – hatte ich neben einigen Rechnern und einem Beamer auch Bill Gates im Gepäck, dessen Vortrag ich mit mühsam erlernten russischen Einleitungssätzen ankündigen durfte.

Zu sehen waren wir damals sogar in den russischen Hauptnachrichten. Und für die Nachwelt hatten wir die Höhepunkte der Veranstaltung auf Video festgehalten. Bis heute hielt ich dieses Video für verschollen. Aber auf eben dieses Video bin ich heute im Zuge einer kleinen Anfrage der Microsoft Pressestelle YouTube gestoßen. Den 25 Jahre alten Film kann und will ich Ihnen nicht vorenthalten: der Junge mit der übergroßen Brille ist Bill Gates. Und der Junge mit wildem Bart bin ich.

Michael Kausch mit Bill Gates in Moskau
Bill Gates und Michael Kausch 1990 in Moskau

Über die abenteuerlichen Begleiterscheinungen dieses Events – etwa eine Zimmerreservierung im Hotel des KGB, der Verbrüderung mit einem Handelsblatt-Journalisten nach einer langen Wodka-Nacht, dem Verlust eines Beamers – gebe ich höchstens mündlich Auskunft; aus datenschutzrechtlichen und Gründen des Persönlichkeitsschutzes 😉

Ein erstes Fazit von Michael Kausch zu Microsoft Surface

 

Lange habe ich warten müssen auf mein Microsoft Surface Tablet. Aber nach vielen Irrungen und Wirrungen ist es heute tatsächlich eingetroffen. Und nachdem ich heute vormittag den kleinen Karton aufgerissen, schnell ein schmuckes kleines Etwas ausgepackt und mit dem vorgefundenem Kabel an die Steckdose gehängt hatte, konnte ich heute nachmittag erste Erfahrungen mit dem Surface sammeln. Für die DampfLog habe ich diese Erfahrungen hier zusammengestellt:

TOLLE OPTIK UND HAPTIK

Mit knapp 700 Gramm kommt es erstmal sehr leicht daher. Und mit 0,94 cm Höhe ist es ist gerade mal so hoch, wie ein Samsung Galaxy S2:

 

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Die Farce um Surface – Im Gegensatz zu Surface fühle ICH mich ausgeliefert…

Warten Sie auch auf ein Microsoft Surface? Ich auch. Aber Lieferverzögerungen könnte ich ja noch verstehen. Aber ich weiß ja noch nicht mal ob meine Bestellung noch aktuell ist. Bestellt habe ich schon am 17. Oktober. Geliefert werden sollte letzte Woche. Geliefert wurde nichts. Im Netz heißt es, Microsoft habe einige Bestellungen versehentlich storniert und die Kunden hierüber informiert. Information habe ich keine erhalten. Auf meinem Online-Konto ist aber die Bestellung auch nicht mehr zu sehen. Keine Hardware, kein Lieferstatus, keine Information. Wenn Sie mehr wissen wollen: ich habe meine Erfahrungen mal auf Czyslansky … äh … anmerkt: http://www.czyslansky.net/?p=7885

Die Birne von Microsoft: ein eigenes Tablet unter dem Namen Microsoft Surface

Nicht nur oberflächlich betrachtet hat das heute Nacht angekündigte Microsoft Surface Tablet das Zeug zum iPad-Killer: eine Windows 8-Maschine, die gut aussieht, funktional erscheint und kompakt ist. Wenn Microsoft es jetzt noch schafft, die Entwickler zur Programmierung brauchbarer Apps anzutreiben, dann wird Microsoft nach Jahren mal wieder so sexy, wie es früher einmal war. Das Video, das heute vermutlich überall läuft:


Und hier gibt’s mehr dazu: http://tcrn.ch/MJXy6E

Nachtrag:

Die Netzgemeinde streitet seit letzter Nacht über die Zukunftsaussichten von Surface. Und ich bin davon überzeugt: es wird ein Erfolg! Und es ist auch die letzte Chance Windows ins mobile Zeitalter hinüber zu retten.

Natürlich sind viele Dinge noch unklar: wie lange wird der Akku durchhalten, welche Wireless-Technologien werden implementiert? Wann kommt das ganze auf den Markt? Was werden die beiden alternativen Geräte kosten (manspekuliert über rund 600 $ für die kleine Win 8 RT-Variante und rund 1000 $ für die große mit Full Win 8 und Intel-Architektur. Und vor allem: werden unabhängige Softwareentwickler auf Win 8 und Metro aufspringen?

Aber das ist alles gar nicht so entscheidend. Wirklich wichtig ist, dass Microsoft gemerkt hat, dass man sich in Zeiten, in denen nicht mehr zwischen Produktivitätswerkzeugen fürs Büro und Markenkonsumartikeln für den Privaten unterscheiden kann,  nicht länger auf die Rolle des Softwarelieferanten mit starken OEM-Partnern zurückziehen kann. Microsoft will ernsthaft eine Consumer-Marke werden und dies geht nur, wenn man eigene Hardware unter eigenem Markennamen verbreitet. Das wird natürlich ein Balance-Akt, will man Dell und HP nicht verärgern. Andererseits haben gerade die engsten OEM-Partner von Microsoft im Consumer-Geschäft in den letzten Jahren arg geschwächelt. Microsoft tut also gut daran, sich hier selbst zu positionieren.

Man darf hier Ballmers Leuten viel Mut wünschen. Ddas Gerücht, Microsoft werde die Surface Geräte nur in eigenen Shops und eigenen Online-Kanälen vertreiben, könnte sich bewahrheiten: so schlägt man drei Fliegen mit einer Klatsche:

1. Man tut sich mit Flagship Stores leichter, die eigene Markenidentität zu entwickeln

2. Man kann trotz hohen Entstehungskosten preisagressiv im Markt auftreten

3. Man verhindert eine offene Kannibalisierung mit den Vertriebskanälen der OEM-Partner.

CeBIT: Mit Minister der “Lyncs-Partei” bei Ferrari electronic und Microsoft

Am Dienstag durfte ich auf der CeBIT einige Bilder vom Besuch des brandenburgischen Wirtschaftsministers  Ralf Christoffers bei meinem Kunden Ferrari electronic knipsen:

Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers (rechts), auf der CeBIT im Gespräch mit Ferrari electronic Vorstand Stephan Leschke (links)
Minister Christoffers zeigte großes Technologie-Interesse bei der Produktpräsentation auf dem Microsoft-CeBIT-Stand.

Der Minister informierte sich auf dem Microsoft-CeBIT-Stand über Unified Communications mit Microsoft Lync. Mit dabei: Ferrari electronic, UC-Technologiepartner für Lync. Der Minister kommt von der – nicht überraschend – “Lyncs”-Partei …

Ferrari electronic, Aussteller auf dem Microsoft Partnerstand, zeigte sich übrigens zum Bergfest der CeBIT sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe: “Tatsächlich waren die Gänge gut gefüllt und unser Stand platzte teilweise aus allen Nähten.” (Ferrari electronic Blog) Da kommen wohl drei Dinge zusammen: Microsofts erfahrenes und kompetentes Partner-Marketing, eine fleißige Kommunikationsarbeit bei Ferrari electronic und eine überaus große Nachfrage nach modernen Lösungen zu Unified Communications.

Zwischen Schirrmacher und Renner – Digital ist anders

Unter dem programmatischen Titel “Digital ist anders” habe ich in der jüngsten Wochenendausgabe der F.A.Z. versucht, einen Weg zwischen der opportunistischen Erlösungstheorie der Renner-Brüder und dem kulturkritischen Skeptizismus des F.A.Z.-Herausgebers Frank Schirrmacher bei der Bewertung des Internet und dessen gesellschaftlichen Auswirkungen aufzuzeigen.

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Auch wenn mir Frank Schirrmacher freundlicherweise gleich eine Doppelseite in der nicht gerade kleinformatigen F.A.Z. zugesprochen hat, so musste natürlich trotzdem ein guter Teil des Manuskripts unter dem Diktat der Raumökonomie weichen. Neben vielem anderen hat das Internet gegenüber dem alten Holzdruck den unvergleichlichen Vorteil des unbegrenzten Raumes. Deshalb darf ich an dieser Stelle den Artikel der F.A.Z. mit einigen verfallenen Passagen vervollständigen. Dieses Posting ist also nicht eigenständig zu lesen, sondern als Addendum zum dort veröffentlichtem Text.

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Nokia und Microsoft: Gemeinsam gegen Google

Gerüchte gab es schon länger, seit letzter Woche ist es amtlich: Kurz vor Beginn des Mobile World Congress (MWC) verkündeten Nokia und Microsoft, gemeinsam Google auf dem Handymarkt Konkurrenz machen zu wollen. Demnach soll auf Nokia-Smartphones statt des hauseigenen Symbian zukünftig das Betriebssystem Windows Phone 7 laufen. In einem gemeinsamen offenen Brief des Nokia CEOs Stephen Elop und Microsoft CEO Steve Ballmer geben sich beide kampfeslustig. Unter anderem sprechen sie davon, die Konkurrenz “zerstören” zu wollen. Große Worte!

Für beide macht eine Zusammenarbeit Sinn. Nokias eigenes Betriebssystem Symbian verliert rasant an Boden gegenüber Android. Eine aktuelle Studie von IDC verdeutlicht, dass das Google-Betriebssystem bis 2013 Nokia erheblich Handymarktanteile abnehmen wird. Und auch Microsoft konnte auf dem Mobile-Feld noch nicht wirklich punkten. Erst kürzlich wurde Windows Mobile eingestampft, alle Hoffnungen ruhen seitdem auf Windows Phone 7. Da kommt es gelegen, dass mit Elop nun ein ehemaliger Microsoft-Manger das Ruder bei den Finnen übernomen hat. Zwar soll Symbian weiter unterstützt werden und auch MeeGo fortgesetzt werden, aber im Fokus der Bemühungen steht Windows Phone 7. Nokias Marktführerschaft auf dem Handymarkt und die große Entwickler-Community der Redmonder könnten zusammen, den rasanten Aufstieg Androids bremsen.

Mittlerweile hat auch der Zusammenschluss von neun Nokia-Aktionären “Nokia Plan B” aufgegeben den Rücktritt Elops zu fordern. Die neun Rebellen hatten in einem offenen Brief angekündigt, auf der Jahreshauptversammlung, Elop als CEO abzusetzen und die Kooperation mit Microsoft aufzukündigen. Bereits 36 Stunden nach Verlautbarung der Pläne wurden diese aber wieder ad acta gelegt.

Nachdem die Bekanntgabe des Deals, auch an der Börse, hohe Wellen schlug, scheint die erste Entrüstung darüber vorbei zu sein. Und auch Ex-Google CEO Eric Schmidt zeigte auf dem MWC nur kurzzeitig Bedauern darüber, dass sich Nokia gegen Android entschieden hat. Auch Google hatte versucht eine Kooperation mit Nokia zu schließen, die kurzen Verhandlungen blieben jedoch ohne Erfolg. Laut Schmidt, sei aber Microsoft immer noch der Hauptkonkurrent für Google.

Es bleibt also spannend auf dem Handymarkt. Noch dazu, da mit HP ein weiterer Big Player massiv in den Mobile-Markt drängt. Nach jüngsten Verlautbarungen, möchte HP das Betriebssystem WebOS weiterführen. Erste Handys wurden auf dem MWC bereits vorgestellt.