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Mein Name ist Mustermann und bald mach ich mit der Tochter vom Papst eine Boutique auf

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Google hat’s drauf: heute erhalte ich eine Email mit einem 100 Euro-Gutschein und der originellen Anrede „Sehr geehrter Herr Mustermann“. Da muss man erst mal drauf kommen …

Gezwitschert – Gesucht – Gefunden: Google und Bing öffnen sich Twitter und der Google PageRank wird zur "latte macchiato misurare"

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In den U.S.A. kann man in Bing bereits nach Tweets suchen: vorerst aber nur nach Aktualität und Top Links. Hier ein Beispiel mit Suchergebnissen zur aktuellen Jack Wolfskin-Debatte.

Sowohl Google, als auch Microsoft haben in der vergangenen Woche Verträge mit Twitter abgeschlossen, die es den beiden Suchmaschinen erlaubt, Tweets künftig bei ihren Suchergebnissen zu berücksichtigen. So erklärt Google VP Marissa Mayer die Vorteile auf dem Google Blog: „That way, the next time you search for something that can be aided by a real-time observation, say, snow conditions at your favorite ski resort, you’ll find tweets from other users who are there and sharing the latest and greatest information.“ Für die Anpassung von Google auf die Echtzeitsuche nach aktuellen Tweets benötigt der Marktführer aber nach eigenen Aussagen noch einige Wochen.

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Handelsblatt und Google starten Youtube-Kanal für den Mittelstand – Moderne Informationsplattform oder Videorekorder für Werbefilme?

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Unter dem Titel „Netzwert“ startete die Zeitschrift Handelsblatt gemeinsam mit Google und der Universität St. Gallen heute einen Online-Video-Kanal für den Mittelstand. Dabei soll dem Mittelstand das Internet als Business-Plattform nahegebracht werden.

Die Handelsblattmacher sehen einen großen Nachholbedarf bei der Internet-Nutzung in mittelständischen Unternehmen. Dabei denken sie aber noch primär an das klassische Internet 1.0: „Von gut 3,1 Mio. deutschen Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern haben erst 56 Prozent überhaupt eine eigene Webseite, hat der Web-Provider 1&1 in einer Marktuntersuchung festgestellt. Viele andere haben Interesse, aber häufig ‚keine Zeit‘ oder der Aufbau erscheint ‚zu kompliziert‘. Doch das sind verschenkte Chancen.“

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Bing ist da – die neue Suchmaschine von Microsoft

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Schneller als versprochen hat Microsoft seine neue Suchmaschine Bing nun auch in Deutschland verfügbar gemacht – und auf den ersten Blick sieht das mal gar nicht schlecht aus!

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google street worker siegen vor us-bundesgericht

googlestreet

bild: googlestreet

ein amerikanisches bundesgericht hat die klage eines privaten hausbesitzers abgewiesen, der sich gegen aufnahmen seines hauses im google street view dienst zur wehr gesetzt hat. da der kläger nicht nachweisen konnte, dass ihm ein materieller schaden entstanden ist, sei eine schadensersatzforderung abzulehnen. eine verletzung der privatsphäre finde dann nicht statt, wenn die aufnahme von einem öffentlich zugänglichen standpunkt aus angefertigt wurde.

im internet befassen sich inzwischen zahlreiche fan sites mit mehr oder weniger spektakulären aufnahmen aus google street. die aufnahmen reichen von leuten (einbrechern???), die über zäune klettern, männer auf dem weg ins pornokino bis zu den üblichen sonnenhungrigen parkinsassen (siehe foto). für anwälte ein weites feld …

in deutschland gibt es lokalen widerstand gegen die google street worker. so hat der schleswig-holsteinische landtag widerstand gegen die google-kameraautos angekündigt. laut heise online mit dem ergebnis, dass vorerst im hohen norden google nicht vor der haustür stehen wird.

microsoft suchen – oracle finden

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google adwords sind eine feine sache. wir nutzen diese werbemöglichkeit auch. der bundesgerichtshof hat nun über drei wichtige fälle zum thema wettbewerbsrecht bei google adwords verhandelt. spiegel online berichtete heute, dass die hohen richter zu folgenden richtungsweisenden urteilen kamen:

1. werbetreibende dürfen für ihre anzeigenplatzierung als suchwort den namen ihrer wettbewerber einsetzen; wer microsoft sucht, findet eine oracle-anzeige . prima!

2. einen produkt- oder sonstigen markennamen ihres wettbewerbers dürfen sie in jedem fall dann verwenden, wenn der suchbegriff „auch“ ein allgemeiner gattungsbegriff ist. der markenschutz greift hier nicht, sagt der bgh. im englischen sprachraum wäre „windows“ so ein beispiel. manche leute meinen ja tatsächlich „fenster“, wenn sie von windows sprechen. aber jetzt wirds spannend:

3. ob auch ein suchbegriff genutzt werden darf, der ausschließlich als name eines wettbewerbsprodukts markenrechtlich geschützt ist, wollten die richter nicht entscheiden. hier stellt sich nämlich die frage, ob grundsätzlich adwords dem markenrecht unterliegen. ob also microsoft seine windows-werbung mit dem suchwort „linux“ kombinieren darf, das muss nun der europäische gerichtshof entscheiden.

aber der erste fall gibt uns ja schonmal unzählige möglichkeiten innovativ nach den kunden des wettbewerbs zu fischen. ich werde das mal ausprobieren. vielleicht mit 100 texten; sicher aber nicht mit finken und füchsen als suchwörter. da fang ich mir nur ornithologen und jägermeister ein.

microsoft überholt google im phaeton meint die f.a.z.

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ms sky

dass microsoft für seine online-aktivitäten gelobt wird, kommt ja nicht alle tage vor. wenn netzökonom holger schmidt von faz.net microsoft neuerdings auf der überholspur sieht, muss sich etwas großes ereignet haben: mit dem renovierten microsoft live sieht er ms in der wolke des cloud computing zügig an goggle vorbeiziehen. quasi „im phaeton auf der überholspur“. mit sky drive als virtueller festplatte und live mesh als synchronisierungslösung tut microsoft in der tat einen großen sprung richtung wolke 7. große chancen sieht schmidt für microsoft bei einer online-publizierung seiner erfolgreichen office-applikationen, nachholbedarf bei den community-produkten.

yang im reich des yin

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altavista

kress online meldet eben, dass die seit monaten diskutierte werbekooperation zwischen yahoo und google nun doch endgültig geplatzt ist. damit verliert yahoo seinen letzten verbündeten. nun wirds eng für yahoo-chef jerry yang. scheinbar will er nun doch noch von microsoft gekauft werden:

„Beobachtern zufolge könnte das Ende der Partnerschaft eine neue Chance für Microsoft bieten. Auch Yahoo selbst sieht einen Verkauf des Unternehmens an Microsoft als beste Alternative an: „Wir sind bereit Yahoo zu verkaufen“, so Yahoo-CEO Jerry Yang (Foto) auf einer Konferenz in San Francisco am Mittwoch.“

knapp 50 milliarden dollar wird man in redmond nun aber sicherlich nicht mehr für yahoo bieten. deren aktienkurs ist inzwischen um mehr als fünfzig prozent abgeschmiert. schade ist es in jedem fall um yahoo, vor allem aber natürlich um meine alte lieblingssuchmaschine: altavista, die durch so viele hände ging, ehe sie im reich von mr. yang landete: digital equipment, compaq, overture, yahoo.

erinnert sich noch jemand an die zeit von raging? das war die absolut werbefreie und komplett zeichenorientierte suchmaschine von altavista – suchen pur:

raging

nie war suchen schlichter …

aber das ist ebenso vergangenheit wie bundesliga ohne werbeunterbrechnung. dann wollen wir wenigstens ein tolles programm. und vielleicht wird ja aus der kombination von yahoo und microsoft live was wirklich spannendes. wenn’s denn soweit kommt …

mit kleindatenhaltung bei google in 30 minuten auf rang 18 von 2.960

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suchmaschinenoptimierung – das zauberwort unserer zeit. kein wunder, dass derzeit ein kleiner wettbewerb im internet auf sich aufmerksam macht. die site webmasterpark.net hat vor wenigen tagen einen wettbewerb gestartet, in dem diejenige web site gesucht wird, die es bis zum 17. november 2008 bei einer suche nach dem begriff „kleindatenhaltung“ auf google auf rang 1 schafft. bis vor zehn tagen gab es diesen begriff „kleindatenhaltung“ noch gar nicht. jedenfalls nicht auf google. heute gibt es immerhin schon 2.960 fundstellen für „kleindatenhaltung“.

auf https://kleindatenhaltung.mit-oder-ohne.de/ werden inzwischen tools zur kleindatenhaltung vorgestellt und die österreicher (!) haben sogar eine kleindatenhaltungsfarm aus dem steirischen boden gestampft.

ein irrsinn mit methode. die ganze sache erinnert heftig an die alte c’t-aktion um die „hommingberger gepardenforelle„. im jahr 2005 hat das magazin c’t eigentlich genau das gleiche gemacht, nur dass der damalige suchbegriff eben die besagte hommingberger gepardenforelle war.

das alles war grund genug auf dem czyslansky-blog die ergebnisse einer kleinen – aber natürlich gründlichen – forschungsarbeit zur geschichte der kleindatenhaltung zu publizieren. so geschehen vor etwa einer halben stunde. und was finde ich eben bei der suche nach „kleindatenhaltung“ auf google? immerhin rang 18 von 2.960 für czyslansky. ohne tricks und betrügereien ist das doch mal gar nicht schlecht. wenn man da jetzt noch ein wenig optimieren würde …

ps: ich werde mich bei diesem wettbewerb sicher nicht beteiligen. aber SIE sollten sich zumindest nicht aufregen, wenn sie in irgendwelchen blogs seltsamen einträgen von teilnehmern mit namen „kleindatenhaltung“ begegnen. SIE sind einfach teil eines großen expertiments. und solange das ergebnis nicht „42“ ist, braucht es einen nicht zu bekümmern.

pr ohne pr

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na ja, eigentlich wollte ich über googles chrome ja nix mehr schreiben. die blogs der welt sind voll davon. und auch die medien. aber genau das ist das spannende thema. wie ist es google gelungen, für ein eher weniger spannendes produkt einen solchen hype zu erzeugen? olaf kolbrück hat das wunderbar zusammengefasst:

„Bemerkenswert ist […], dass der Buzz mit dem Posting eines einzelnen Bloggers in Deutschland begann und sich dann fortpflanzte. Philipp Lenssen bekam als erster – und zu früh – Post von Google. In der Post: Ein Comic-Buch mit Zeichnungen vom Scott McCloud, dass als erklärender Appetizer für den Browser fungiert. Lenssen schrieb darüber und die Medienlawine rollte an, bis ins Tal der klassischen Medien hinein.“

während olaf kolbrück allerdings meint, google habe versehentlich den blogger zu früh und exklusiv informiert, liegt die vermutung nahe, dass dies genau die strategie bei google war: gib einem blogger exklusiv was in die hand, gib ihm dann noch das gefühl, er trage ein geheimnis in seinem herzen, dann kannst du sicher sein, dass er aufgeregt und schnell darüber bloggt. und ebenso sicher kannst du sein, dass sich jeder blogger und ein wenig später auch jeder journalist so schnell wie möglich an den einmal gestarteten zug dranhängt. dabei schreibt jeder unter massivem zeitdruck. man setzt sich nicht mehr gross mit dem produkt oder der nachricht auseinander, denn blogging lebt primär von der schnelligkeit, weniger von der gründlichkeit. die schnelle meinung ist gefragt. das funktioniert natürlich besonders gut, wenn zum zeitpunkt, da die lawine anrollt, das produkt noch gar nicht für einen test verfügbar ist.

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