Schlagwort-Archive: china

Global PR – mehr als nur eine Überwindung der Sprachbarriere

Volles Literaturhaus: rund 40 PR-Fachleute besuchten den Vortrag zur globalen PR
Volles Literaturhaus: rund 40 PR-Fachleute besuchten den Vortrag zur globalen PR

Public Relations sind mit den Sozialen Netzwerken ein internationales Handwerk geworden –  spätestens, denn schon davor hatten die meisten Kunden internationales Geschäft, das kommunikativ unterstützt sein wollte. Die Echokammer Internet aber rückt diese Thematik in den Vordergrund: was jenseits des Weißwurstäquators passiert, auf der anderen Seite von Rhein, Ärmelkanal, Atlantik oder Datumsgrenze, beeinflusst das Unternehmensbild auch hierzulande. Auf der Aufgabenliste vieler Unternehmen stehen bei der Wahl ihrer Berater und Agenturen deswegen globale Konzepte und die Integration in internationale PR-Strukturen.  Ein Umstand, den auch die Besucherzahl des Seminars „Do you speak global? Current trends within the global PR industry“ verdeutlichte: bis in die letzte Stuhlreihe war der Vortrag Christopher Barrons von news aktuell im Münchener Literaturhaus besetzt.

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“Asien für Profis”–(K)ein Buch zur Katastrophe

Einerseits: selten dürfte einem Buch ein problematischerer Zeitpunkt für sein Erscheinen zugedacht worden sein: ausgerechnet mitten in der Umwelt- und Atom-Katastrophe Japans, in der zahlreiche europäische Unternehmen ihre Mitarbeiter aus dem Land abziehen, kommt das neue Buch meines Freundes Tim Cole “Asien für Profis” in die Buchläden.

Andererseits: wer verstehen will, warum die Menschen in Japan so anders mit der Katastrophe umgehen, als man dies für Deutschland erwarten würde, der tut gut daran, dieses Handbuch für erfolgreiche deutsche Mittelständler, die Asien verstehen und in Asien bestehen wollen, gründlich zu studieren.

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Google lässt Panzer in Peking aufmarschieren

google china 1

Gestern hat Google in gewohnter Manier – in einem Blogposting, nicht in einer Pressemeldung – bekanntgegeben, dass man sich künftig den Zensurvorgaben der chinesischen Regierung nicht mehr unterwerfen wolle. Die Internet World Business berichtet eben, dass Google heute konsequenten Mut beweise: Auf die Suchanfrage Tiananmen würden nun auch in China Bilder mit Panzern auf dem Platz gezeigt.

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vom yin und vom yang. oder: heute ist eh alles gleich … oder: wie die faz einmal von homer simpson abschrieb

yinyang

heute ist also das äquinoktium. und wenn sie nicht wissen, was das ist, dann gucken sie doch in der wikipedia nach. oder sie lassen’s auch bleiben. ist ja eh alles gleich heute.

denn heute ist alles im ausgleich: der tag und die nacht, das yin und das yang. die krise und die chance sowieso. und irgendwie und sowieso auch.

ich weiß ja nicht, wie’s ihnen geht, aber wenn alles im ausgleich zu sein scheint, wird mir immer irgendwie chinesisch, sind doch die asiaten die großen ganzheitler in unserer einen welt. das ist wie mit der alten geschichte von dem einen chinesischen zeichen, das angeblich für „krise“ und für „chance“ gleichermaßen steht. dabei handelt es sich hier um eine der großen mythen aller vortragskünster, die den inhalt ihrer powerpointfolien gerne anderen vorträgen entleihen. ist ist so falsch, wie vieles, was uns chinesisch daher kommt. die faz ist drauf reingefallen, ebenso wie im vergangenen herbst unser aller bundeshorst. letztlich haben sie wohl alle von homer simpson abgeschrieben, der schon im jahr 1994 in der folge „angst vor dem fliegen“ die identität von krise und chance im chinesischen zu kennen glaubte:

lisa: wussten sie, dass die chinesen das gleiche wort für „krise“ nutzen, wie für „chance“?

homer: ja! crisatunity.

wenn alles so einfach wäre, wäre auch alles im lot. aber in wahrheit ist selbst das chinesische leider viel komplexer. für den begriff „chance“ benutzen sie zumeist die zeichenkombination 机会 (jihui), für „krise“ aber危机 (weiji). das zeichen 机 ist halt in beiden begriffen vorhanden. und 危, mit dem das symbol für krise beginnt, entspricht auch noch dem ersten zeichen von „gefahr“ 危險 (weiji xian), was aber auch nicht überinterpretiert werden sollte. denn einzelne zeichen haben im chinesischen meist viele bedeutungen und nur die kombination von mindestens zwei zeichen ist wirklich eindeutig.

aber was will ich eigentlich sagen? richtig: dass das heute eh alles irgendwie gleich ist. wie alles am äquinoktium …