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CeBit-Nachruf: das Persönliche vergessen

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CeBit-Nachruf

Die CeBit ist passé. Im Alter von 32 ging sie zurück daher wo sie kam und wird der Hannover Messe einverleibt, aus der sie einst abgespaltet wurde: es war 1986, als das „Centrum der Büro- und Informationstechnik“ zum ersten Mal abgehalten wurde. Seitdem war Deutschlands groß IT-Messe für viele vibrioten ein prägendes Erlebnis. Die Teilnahme eine Weihprüfung, bisweilen schmerzhaft, oft anstrengend, nie langweilig. Wie bei jeder guten Trauerfeier wollen wir deswegen (De Mortuis Nil Nisi Bene) in unserem CeBit-Nachruf ein paar #cebitmemories Geschichten von und mit der CeBit erzählen – und eine Dignose versuchen, warum es so kommen musste. Weiterlesen

Vom Rummelplatz zum Marktplatz der Ideen: Wie weiter CEBIT?

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CEBIT 2018 Riesenrad

Das war sie also für mich, die CEBIT 2018, die „neue CEBIT“; die in den letzten Jahren schon mehrmals totgesagte und totgeschriebene einstmals größte IT-Messe der Welt. Es ist unfair: wer sich ständig an 800.000 Besuchern aus der dotcom-Zeit im Jahr 2.000 messen lassen muss, hat einfach (fast) keine Chance. Man ist als Messe aber auch selbst ein bisschen schuld bei dem nahezu jährlich wechselnden Geeiere (lies: Ge-Eiere) zwischen Business-Messe für das Fachpublikum, Besucherzahlen und doch Endkunden auf die Messe locken. War das Feedback der Aussteller schlechter oder besser als in den vergangenen Jahren? Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. Wir alle wissen aber: Vertriebler (und Chefs) bekommen nie genug. Es können nie genug Kontakte, Leads, Visitenkarten oder gescannte Badges sein. Alleine dafür muss ich aber heutzutage nicht mehr unbedingt auf die CEBIT und vielleicht gar nicht mehr auf eine Messe gehen. Warum also fand ich die „neue CEBIT“ dann doch versöhnlich und sogar ein bisschen zukunftsträchtig, um nicht zu enthusiastisch zu werden.

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Messen & Hausmessen vor 25 Jahren und heute

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Blick auf das Messegeschehen by Markus Pflugbeil

vibrio25Anlässlich unserer Jubiläums-Blogserie konnten wir Jörg Hecke, Produkt Marketing Manager bei der Bielefelder SEH Computertechnik GmbH, für einen Gastbeitrag begeistern: Messen & Hausmessen vor 25 Jahren und heute – Überleben langfristig nur die Spezialisten?

Jörg Hecke von SEH

Jörg Hecke

„Wer vor 25 Jahren bereits in der Informations- und Telekommunikationsbranche tätig war, der kannte sie alle: die Messen COMDEX Fall in Las Vegas, die SYSTEMS in München, die Orbit-iEX in Basel (später Zürich) und selbstverständlich auch die CeBIT in Hannover. Wir als Hersteller und auch die Leute von vibrio können also mehr als ein Lied davon singen, was sich in den vergangenen Jahren an der Messefront verändert hat. Weiterlesen

400 Miles away from Home – vibrio im Dienste der Kunden auf der CeBIT 2017

CeBIT CC Center

Zugegeben: wir haben Kunden im Portfolio, die so gar nichts (mehr) mit der CeBIT anfangen können. Und auch viele Journalisten, mit denen wir schon seit Jahrzehnten täglich zu tun haben, winken schon ab, wenn Sie nur Hannover hören. Dabei ist der einstige Magnet für jeden, der sich im Bereich Informationstechnologie und Telekommunikation bewegte, eigentlich DER Pflichttermin im März.

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CeBIT 2015 – ein Rückblick in Bildern

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Astronauten auf der CeBIT 2015

Astronauten auf der CeBIT 2015

Die CeBIT 2015 hat ihr Comeback geschafft, wenn man den Zahlen glauben darf. Ich persönlich teile die Ansicht, dass die Messe sich wieder belebt hat. Die Athmosphäre war entspannt, aber unternehmungslustig: man weiß, warum man hier ist. Zum Arbeiten, zum Netzwerken. Ein bisschen auch zum Spaß haben. Viele Stände und Ausstellungsstücke zeugen vom ausgedehnten Spieltrieb der Aussteller und Betreiber. Viele Leerflächen in den Hallen zeugen davon, dass die Messe trotzdem noch konsolidieren muss.

Warum nicht eine größere CODE_n Halle?

Die CODE_n-Halle auf der CeBIT 2015

Die CODE_n-Halle auf der CeBIT 2015

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3 Tage CeBIT: weniger Besucher, mehr Gespräche, mehr Fokus

Zur Überraschung einiger hat die CeBIT diesmal sehr offen und schnell die erneut gesunkenen Besucherzahlen veröffentlicht. Der Veranstalter meldet eine Besucherzahl von 210.000 und bleibt damit unter den Erwartungen von 230.000. Aus meiner Sicht kein Grund das Fazit nun mit „Früher…“ zu beginnen, dem typischen Satzanfang auf den Ü-40-Standparties. Im Gegenteil: Ich bin von Montag bis Mittwoch kaum noch von den sogenannten „Beutelratten“ überrannt worden und musste mich nicht durch „Rattenfänger“ auf die Stände kämpfen. Ab Dienstag früh waren die Hallen gut gefüllt – das galt für alle Hallen von 2-13, bis auf wenige Ausnahmen wie die Halle 9.

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CeBIT 2013 – Was geht denn hier für ein Film ab …

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Nachdem meine Kollegin Annika hier bereits ihre Eindrücke von ihrer ERSTEN CeBIT niedergelegt hat, muss ich jetzt wohl mit meinen Eindrücken meiner 26igsten CeBIT folgen 😉 Angesichts dieses … äh … Erfahrungsschatzes mag man es mir nachsehen, wenn ich es kurz mache:

An so wenige Besucher (weniger als 300.000) kann ich mich gar nicht erinnern:

Quelle: Statista

Im Pressezentrum waren viele der anwesenden Journalisten bei meiner ersten CeBIT augenscheinlich noch gar nicht geboren. Andere kennt man vom Rollatorenverleih (Hallo Tim, Christoph und wie Ihr alle heißt …).

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Das Paradies zuhause auf der CeBIT – Augmented Reality by CWS-boco

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Ich war ja in diesem Jahr nicht sehr lange auf der CeBIT. Dabei war diese CeBIT sehenswerter, als viele davor: Stimmt schon, dass die “klassischen” IT-Hallen immer kleiner werden. Auch wenn Dell in diesem Jahr wieder da und Microsoft und IBM mächtig beeindruckend wie immer waren: Es sind nun mal nicht mehr alle wichtigen IT-Großmarken vor Ort. Und das ist vielleicht ganz gut so. Dafür haben nämlich die wirklichen Innovationen mehr Platz. In diesem Jahr waren drei Plätze wirklich jede Anreise wert:

  • die code-n12: eine Sonderausstellung von spannenden Start-up-Unternehmen aus dem Mobil Business. Für mich das Highlight dieser CeBIT.
  • die CeBIT lab mit zahlreichen Forschungsinstituten
  • und wie immer die Webciety, die im Vergleich zur code-n12 schon fast ein wenig altbacken daher kam …

… wenn da nicht immer wieder spannende neue Dinge zu entdecken gewesen wären. In diesem Jahr bin ich mit besonderem Stolz auf die Webciety gegangen, stellte doch eines der Highlights einer meiner Kunden auf die Bühne und die Leinwand: CWS-boco, Anbieter von umweltschonenden Handtuchspendern und Hygieneausstattung der Marke CWS und anspruchsvoller Arbeitskleidung der Marke boco. CWS-boco hat nämlich bei den Spezialisten von empea mit Sitz im hessischen Hofheim eine Augmented Reality (AR)-Lösung zur Planung von Sanitärräumen in Auftrag gegeben.

Manuela Ortner von CWS-boco auf der Webciety 2012

Und gemeinsam mit Marc Einar Maurer von empea und Thomas Nindl von Qualcom (letztere lieferte die technische Plattform) hat Manuela Ortner von CWS-boco am vergangenen Mittwoch diese Lösung auf der Bühne der Webciety vorgestellt.

Sonne und Cloud in Hannover

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Vielleicht macht es die gute Konjunktur: Alle scheinen wieder ein bisschen entspannter auf die CeBIT gehen. Ob die Straßenbahnen morgens um neun halb leer sind,ob die Hallen mal ein bisschen voller oder ein bisschen leerer sind, ob einmal eine halbe Stunde Ruhe ist am Stand, niemanden scheint es zu stören. Ist die Zeit, wo die CeBIT sich für Aussteller nach Cost-per-lead rechnen musste vorbei? Oder liegt es nur am vergleichsweise milden Wetter, dass alles ein bisschen südländisch gemächlich scheint? Die Sonne scheint und wer da ist, freut sich über die Chance, alte Bekannte zu treffen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Zu einer sehr angenehmen neuen Bekanntschaft hat mich beispielsweise Serge Gansner, CEO und Mitbegründer von E2E (Prozessautomatisierung) gebracht:

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Warum zur Cloud-CeBIT, statt gleich in die Cloud?

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Bild: Deutsche Messe AG

Das Internet ist der größte Konkurrent der IT-Messen. Das höre ich seit Jahren gleichermaßen von Seiten der Messeveranstalter wie auch potenzieller Aussteller. Die Verfügbarkeit reichhaltiger Informationen im Netz mache für viele IT-Profis den Messebesuch überflüssig und für die Marketingverantwortlichen den Messe-Auftritt unnötig. Der Rückgang der Besucherzahlen, Aussteller und Öffnungstage spricht für sich.

Die Argumentation geht so:

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