Studie belegt: Soziale Medien werden für die PR immer wichtiger

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Die Bedeutung von sozialen Medien (Blogs, Podacsts, Communities) im Instrumenten-Mix der PR wird bis zum Jahr 2013 massiv zunehmen. Dies belegt die Studie „European Communication Monitor 2010“, die gerade erschienen ist. Dabei haben Experten – unter ihnen Prof. Dr. Ansgar Zerfass von der Universität Leipzig – knapp 2.000 PR-Profis aus 46 europäischen Ländern befragt. Die Studie ist als Buch bei Helios Media erschienen. Die wichtigsten Ergebnisse stehen im Internet zum kostenlosen Download zu Verfügung. Letzteres rate ich dringend allen, die sich beruflich mit PR befassen.

Während heute nur 27 Prozent der Befragten soziale Medien als „wichtiges Instrument“ einschätzen, erwarten rund 77 Prozent, dass Twitter und Co. im Jahr 2013 zu den wichtigen PR-Instrumenten zählen. Das ist das größte gemessene Bedeutungswachstum noch vor den Instrumenten „Kontakte zu Online-Medien“ und „Online-Kommunikation“. Relativ rückläufig ist demgegenüber die Bedeutung der Kontakte zu Druckmedien, bezahlte PR, Events und Sponsoring.

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Quelle: European Communication Monitor 2010

Andererseits weisen die Macher der Studie darauf hin, dass die befragten PR-Experten in der Vergangenheit das Wachstum der Online-Medien drastisch überschätzt hatten.

Unter den Online-Medien werden v.a. Communities und soziale Netze als wichtig eingeschätzt; Second Life und andere virtuelle Welten sind vergleichsweise irrelevant:

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Quelle: European Communication Monitor 2010

Aber die wenigsten PR-Profis sind heute schon auf die Arbeit mit sozialen Medien vorbereitet: nicht einmal jeder Dritte verfügt über Social Media Guidelines oder Monitoring-Werkzeuge, nur jeder Fünfte hat Zugriff auf entsprechende Trainingsmaßnahmen.

Ein wenig erinnern die PR-Experten angesichts des Web 2.0 an Karnickel, die starr auf die Schlange schauen: sie wissen, dass sie da ist, was sie will, bewegen sich aber nicht. Ihre Zukunft dürfte übersichtlich sein … Tröstlich zu wissen, dass PR-Agenturen den PR-Abteilungen in den Unternehmen in diesen Punkten ein wenig voraus sind. Das sag übrigens nicht ich. Das sagen die Macher der Studie 😉

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