Chrome-Leisten sind altmodisch …

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chrome

nein. ich will jetzt nicht den hundertsen blog-eintrag zu google chrome verfassen. ich wundere mich nur, wie viele ansonsten kritische journalisten das teil hochjubeln ohne es kritisch zu hinterfragen. man hat manchmal das gefühl, dass man google noch immer alles durchgehen lässt, was man microsoft  in den vergangenen jahren gerne unterstellt hat. als ersatz für eine lange litanei sei hiermit auf den ordentlichen beitrag von robert basic verwiesen, der auf die probleme in sachen datenschutz bei google hinweist. zumindest sollte mit chrome klar sein, dass google nicht die „don’t be evil“-alternative zu microsoft ist.

Gesprächsstoff

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vibrio. hat in der Schweiz zum Agentur-Apéro eingeladen und viele interessante Gesprächspartner sind dem Ruf gefolgt. Das hat uns sehr gefreut. Wir möchten uns deshalb bei allen Besucher herzlich bedanken.

Impressionen vom vibrio. Apéro

Mehr Bilder vom vibrio. Apéro gibts hier: http://www.flickr.com/photos/30164165@N06/

Der vibro. Apéro wurde im Rahmen des „tweakgrill“ am „Tag der Informatik“ durchgeführt…

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heil twitter

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heil twitter

spd general hubertus heil twitterte vom parteitag der us-demokraten und die ganze presse ist unisono über ihn hergefallen. das hat er eigentlich nicht verdient, unser kleiner roter möchtegern-obama. ich finde es mutig und klug, sich mit den neuen kommunikationsformen im internet auseinanderzusetzen. dass dabei vieles schief gehen kann und deshalb auch vieles schief geht, ist klar. deutsche politiker haben nunmal noch kein heer von web professionals in ihren stäben (die in berlin ja auch eher stäbchen sind).  aber dass die süddeutsche zeitung heil komplette inhaltsleere vorwirft und sich der spiegel gar darüber lustig macht, dass ein soz mit einem blackberry umgehen kann ist schon ziemlich schäbig. vermutlich hat sebastian keil recht, wenn er solche journalistischen verrisse als einen „aufschrei der angst“ der etablierten medien vor dem verlust ihres letzten hoheitsgebiets – der politischen deutungshoheit – interpretiert. die blogosphere sieht heils versuche ganz normal: manche mögens, manche nicht. aber lustig macht sich kaum einer. 

darf ein politiker twittern? ja natürlich! soll er? wenn es ihm spass macht! kann er? er wirds lernen!

mein tipp der woche: www.blogoscoop.net

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blogoscoop

blogs sind längst keine insidermedien mehr. nicht nur, dass immer mehr blogger mit ihrem geblogge geld verdienen – allen voran der kanadier john chow, der angeblich bereits mehr als 30.000 dollar pro monat mit seinem blog verdient – , blogger treten auch immer stärker als opinion leader an die seite klassischer journalisten. deshalb ist es gerade auch für journalisten, pr-leute und andere medienschaffende wichtig, sich im unübersichtichen blog-circus zurechtzufinden: welche blogs gibt es zu bestimmten themen? wie ist ihre akzeptanz? wie ist der technorati rank? der page rank bei google? wer ist gut verlinkt? wer ist aktuell?

ein phantastisches neues tool zur analyse und zum finden von blogs ist blogoscoop, ein nicht-kommerzielles werkzeug, das von martin kunzelnick von der kleinen websoftwareschmiede bitspirits in den vergangenen wochen entwickelt wurde. mein tipp der woche: einfach mal reinklicken!

endlich: die WINDOWS-kompatible dunstabzugshaube mit bundesligaberichterstattung

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siemens lcd kühlschrank

so haben wir uns die medienkonvergenz nicht vorgestellt. auf dem weg von der fernseh- und rundfunkmesse hat die IFA mit der aufnahme klassischer computeranbieter in den letzten jahren erst die CeBIT bös angeschrammt, um jetzt auch noch ihre hallen mit interaktiver weißer ware zu füllen. 25.000 quadratmeter belegen die hersteller von haushaltsgeräten in diesem jahr auf der IFA. was gibt es in berlin nicht alles zu schauen: vom SIEMENS kühlschrank mit 17zoll-lcd-glotze und integriertem dvb-t-tuner (siehe bild) bis zur sonderschau „50 jahre AEG waschmaschine lavamat“. „trommel trifft scheibe“ titel denn auch passend faz.net.

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Impulse für das Bloggen

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Da sitz ich nun und hab in 15 Minuten drei Mal das Thema gewechselt – zum Glück nur gedanklich und nicht schon in Textform. Was wollte ich eigentlich bloggen? Ach ja, die schöne Geschichte aus der Süddeutschen Zeitung, von wegen, dass der Spiegel und Atlantic Monthly sich in der aktuellen Ausgabe sehr ähnlich sind…ein kurzer Streifzug hat mich dann aber wieder davon abgebracht, denn dazu ist schon alles gesagt, hauptsächlich bei den üblichen Verdächtigen und ihren Kommentierern. Meine Meinung zu der Geschichte gibt am besten das CIO Weblog wieder:

Die Geschichte selbst ist typisch „Spiegel“: Ein paar Thesen in den Raum gestellt und dann dazu zusammengewürfelte Zitate als Beleg angeführt.

Also ein Blick ins Archiv, was wollte ich denn immer schon mal bloggen, und schwupps bin ich, alter Anhänger der Süddeutschen, schon wieder bei der selbigen:

Dort ist heute ein interessanter Beitrag erschienen, in dem vom „prominentesten Blogger der Schweiz“ (SZ) berichtet wird: der Schweizer Minister Moritz Leuenberger pflegt laut SZ ein wirklich lesenswertes Weblog, das es angeblich auf bis 2.800 Besucher pro Tag bringt: http://moritzleuenberger.blueblog.ch. Für Österreich und Deutschland findet die SZ hingegen keine vergleichbar guten Politiker-Blogs. Vielleicht äußern sich die Schweizer Kollegen mal zu dem Blog ihres Ministers. Also bis auf diesen Hinweis wieder ein Thema weniger für mich…

Aber jetzt, was Aktuelles, zugegebenermaßen nicht ganz aktuell, denn die SZ hatte schon am 22. Juli über die china- undolympiakritischen YouTube Videos der französischen Regisseurin Ariane Mnouchkine berichtet, erstaunlicherweise allerdings ohne Links in der Printausgabe. Online ist der Beitrag abrufbar und die YouTube Videos sind sogar sauber eingebettet.

So, das waren die drei Themen, die ich mir eigentlich ausführlicher vornehmen wollte. Dabei ist mir nun ein Viertes eingefallen, das jetzt aber warten muss: nämlich die Schwierigkeit, die ich als Leser nicht nur bei der SZ beobachte, online und print zu verknüpfen; sowie die Frage, ob es sinnig ist oder nicht, vereinzelte Beiträge mit Links abwechselnd ins Feuillton und auf der Medienseite unterzubringen, wobei die deutlich interessanten eigentlich eher im Kurznachrichtenstil im Feuillton stehen…

Web 2.0: Was Unternehmen vom Jihad lernen können

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Gemäss der weltweiten Befragung von knapp 2’000 Manager durch die Unternehmensberatung McKinsey benutzen Unternehmen mehr Web 2.0 Tools als letztes Jahr. Die Berater halten in ihrem Bericht «Building the Web 2.0 Enterprise» fest, dass der Einsatz von Blogs, Wikis, Podcasts und Social Networking Tools nach einer Versuchsphase und dann richtig eingesetzt zu einem fundamentalen Wandel der Wertschöpfungskette führt. Bei knapp einem fünftel der befragten Unternehmen helfen die neuen technologischen Tools innerhalb und auserhalb der Firewall mit Kunden, Partner und Lieferanten näher zusammen zu wachsen und die Mitarbeiter erfolgreicher zu motivieren. Das Ziel sei es das „Ecosystem“ des Unternehmens zu öffnen und die Stakeholder besser in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Weiterlesen

Nicht-Veröffentlichungs-Vereinbarung für Journalisten – ein Widerspruch!?

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Eine heiß geführte Diskussion zu Vertraulichkeitsvereinbarungen, bei angelsächsischen Öffentlichkeitsarbeitern auch Non-Disclosure-Agreement, kurz EnnDiehÄih (NDA), genannt, ist gestern in dieser Agentur entbrannt. Demnach ergibt sich heute folgender Diskussionsstand:

  • Im Zeitalter der globalen Echtzeit-Kommunikation, die nicht nur von Journalisten bestimmt wird, hat ein NDA nur begrenzten Wert. Wenn z.B. ein anonymer russischer Blogger Gerüchte veröffentlicht, ist das NDA gefährdet, da unter NDA stehende Journalisten immer auf diese öffentliche Quelle verweisen können.  Die Quelle selbst lässt sich dabei juristisch nicht verfolgen.
  • Bei dem zunehmenden Konkurrenzdruck zwischen den Medien und zwischen Medien und anderen Quellen wie Blogs oder Foren, besteht die Gefahr, dass das Risiko wegen eines nicht eingehaltenen NDAs verfolgt zu werden, geringer eingeschätzt wird, als der Vorteil durch die frühzeitige Veröffentlichung.
  • Langjährige unabhängige Beobachter von Unternehmen können sich meistens aus offiziellen Unternehmensmitteilungen, Gerüchten und Markteinschätzungen zusammenreimen, welches Thema unter NDA steht. Spekulationen sind nur schwer zu verbieten.
  • Ein NDA greift und lässt sich offenbar juristisch auch durchsetzen.

In  der Praxis stellen sich mir jedoch einige Fragen bzw. sollten vor dem Griff zum NDA einige Fragen geklärt werden:

  • Warum ist das NDA überhaupt notwendig? Journalisten sollten doch eigentlich berichten und nicht nicht-berichten.
  • Muss es ein NDA sein oder reicht eine Sperrfrist bis zum gewünschten Veröffentlichungszeitpunkt? (Auch hier ist zu beachten, dass der Konkurrenzdruck, s.o., möglicherweise dafür sorgt, dass die Sperrfrist nicht eingehalten wird.)
  • Wurde der unter NDA gesetzte Sachverhalt oder das Produkt möglicherweise schon anderen Zielgruppen vorgestellt? Wenn ja, ist zu prüfen, ob dort auch eine strenge Geheimhaltungsvereinbarung angewendet wurde. Häufig passiert es, dass z.B. Vertriebspartner über neue Produkte informiert werden, ohne unter NDA zu stehen. Das NDA für Journalisten wäre damit wirkungslos, wenn sie sich wieder auf eine öffentlich zugängliche Quelle, z.B. ein Partner-Interview stützen können.
  • Sind Journalisten überhaupt die richtige Zielgruppe für das NDA? Wenn sie sowieso nicht veröffentlich sollen, brauchen sie dann die Infos überhaupt?
  • Warum lässt man für manche Aktionen ein NDA unterschreiben (Produktpräsentation vor einer Gruppe) für andere (informelles Hintergrundgespräch mit dem Geschäftsführer) nicht?

Abschließend plädiere ich vor diesem Hintergrund dafür, ein NDA so zurückhaltend wie möglich einzusetzen und die Laufzeit auf so kurz wie unbedingt notwendig zu beschränken. Es mag Situationen geben, wo man für einige Tage Detail-Informationen bis zu einer zentralen, globalen Produktvorstellung zurückhalten will oder einem Journalisten vor Redaktionsschluss Informationen für die nächste Ausgabe mitteilen will. Alles andere ist aber eine Zumutung für Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter, die fürchten müssen, wegen eines „Lecks“ belangt zu werden – und das, obwohl ihr Auftrag eigentlich die Öffentlichkeit und nicht die Nicht-Öffentlichkeit ist.

Ein paar Links dazu zum Schluss noch:

  • Schöne Kommentare auf ein Blogpost von Thomas Knüwer, der an dem Sinn der Sperrfristen zweifelt.
  • Interessanter Aspekt aus der Computerspiele-PR, wo Hersteller offensichtlich versuchen, bestimmte Informationen per NDA von der Berichterstattung auszunehmen. (Mit Strg+“+“ lässt sich übrigens ddie Darstellungsgröße der Schrift beim IE und FF vergrößern.) Dies Beispiel zeigt auch deutlich, dass der allzu umfassende Umgang mit NDAs zu negativer PR führen kann.
  • „Don‘ trust bloggers“ darf nicht das Ergebnis der Diskussion sein, wenn es um die Einbindung von Bloggern in die PR geht. Ausführliche Überlegungen dazu auf Englisch hier.
  • Schönes Beispiel für ein NDA von einem vielen (noch) sympathischen Unternehmen. Google stellt sein NDA, das angeblich alle Besucher unterschreiben müssen, natürlich nicht öffentlich zur Verfügung, deshalb hier eine unautorisierte Version. Es wird sogar spekuliert, dass der Inhalt des NDAs unter NDA steht (das gilt allerdings für Mitarbeiter NDAs):

Google Mitarbeiter werden wahnsinnig, wenn sie ihr Non Disclosure Agreement nochmal durchlesen und realisieren, was sie sagen dürfen, nicht sagen dürfen und nicht sagen dürfen, was sie nicht sagen dürfen. (…)

spam macht twitter zu stalker

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twitterspam

lange zeit galt twitter als attraktive alternative zum mail, unter anderem auch, weil der dienst spamfrei war. die zeiten scheinen nun vorbei zu sein. erstmals hört man in grossem umfang von einer art „twitterspam“: techcrunch berichtete gestern: „I, along with 7,000+ other people, are now following user johng77536, even though I never hit the follow button (the account is following zero other users). The account, which is just two hours old, is now one of the top 100 Twitter accounts (it is currently #63), and growing fast. There are two posts in the account, both linking to a site called hotmoda.com.“ http://www.techcrunch.com/2008/07/27/who-is-johng77536-and-how-did-he-game-twitter/

jpmogan folgen sogar bereits über 9.000 unfreiwillige stalker. http://upload-magazin.de/?p=987

schade eigentlich.

öffentlich-rechtliches system im kreuzfeuer

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ard

ein ausschnitt aus einer aktuellen blogussion zum thema öffentlich-rechtliche medien und das internet auf www.czyslansky.net:

ossi urchs: „wer ein öffentlich-rechtliches Angebot für eine sinnvolle Ergänzung der privatwirtschaftlichen Medien hält, der muss den Öffentlich-Rechtlichen auch Zugangsmöglichkeiten zu modernen Distributionsnetzen wie dem Internet gewähren.“

tim cole: „wenn ich den ganzen Tag vor dem PC gesessen bin brauche ich abends keine Mattscheibe mehr sondern ein gutes Buch (…) (deshalb) sind mir €17,03 im Monat für “Zwangs-Pay-TV” genau 17,03 zu viel. Dass ich damit aber auch noch eine gebührenfinanzierte Konkurrenz zu den Verlagsangeboten im Internet mitbezahle, empfinde ich als Unverschämtheit.

stephan fink: „Öffentlich-rechtliche online heißt für mich unkontrollierte Überschreitung des Programmauftrags, Verstoß gegen EU-Vorgaben und Verzerrung des Wettbewerbs zu Ungunsten privater Medienanbieter.“

markus pflugbeil: „Jetzt führen im Internet die ö-r vor den privaten, auch das muss im Wettbewerb, so wie er im dualen System vorgesehen war, erlaubt sein.“

christoph witte: „Ich bin der Meinung, dass wir zwar eine Debatte über die TV-Gebühren brauchen (abschaffen!!), aber keine über die Internet-Inhalte der öffentlich rechtlichen. Da sich die Zuschauer immer öfter und länger im Internet aufhalten, müssen die öffentlich rechtlichen dort ebenfalls auftreten dürfen, und zwar in einem Ausmaß, dass sie für richtig halten.“

wer mehr wissen will, der gucke mal rein.