Meine vier Lieblingsbaukästen für eigene Twitterwalls

Man kennt das ja: da gibt es einen Event, auf dem jeder zweite Besucher ständig in die Tasten klappert oder aber sich gestikulierend über Touchscreens beugt und unvermittelt auflacht: „Geiler Tweet!!!“

Nicht nur in diesen Situationen ist eine eigene, schnell und unkompliziert erstellte Twitterwall hilfreich. Solch eine Twitterwall versammelt automatisch alle Tweets, die gerade zu einem bestimmten Thema abgegeben werden. Die Twitterwall ist aber auch schön und manchmal hilfreich als öffentlich demonstrierte Diskussionswolke, die auf einen Blick zeigt, wie der Event in der Community diskutiert wird, welche der parallel veranstalteten Einzel-Events besonders viel Zuspruch genießen und vor welchem Redner die anwesenden Twitterati verzweifelt zwitschernd warnen.

Werkzeuge zum Erstellen von Twitterwalls (oder Tweetwalls) gibt es inzwischen wie Ölteppiche am Meer. Je nach Verwendungszweck eignen sie sich mal mehr, mal weniger. Hier ein Überblick über meine derzeitigen vier Favoriten, die ich je nach Anwendungszweck präferiere. Für weitere Tipps bin ich gerne und immer offen:

1. Twittbee ist eine sehr einfache Twitterwall. Man kann keinen Einfluss auf die Gestaltung nehmen, kann nur einen Hashtag als Suchbefehl eingeben und sieht auch immer nur die aktuellsten acht Tweets. Das Schöne an Twittbee ist, dass ich bei diesem Anbeiter fast immer meine Wall einrichten konnte, auch wenn alle Anbieter schon hoffnungslos überlastet waren. Also die schnelle und unkomplizierte Lösung, die ausreicht, wenn man nur die aktuellsten Tweets sehen will und auf eine großartige Gestaltung keine Rücksicht nehmen muss, weil man die Wall nur für sich selbst, nicht aber als öffentlichen Service betreiben will.

wall_twittbee

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2. Twitterwallr bietet schon ein wenig mehr: hier kann man bereits ein wenig Einfluss nehmen auf das Design der Wand und zum Beispiel recht einfach die Farben für Schrift und Hintergrund bestimmen. Man kann sich einen kostenlosen Account einrichten und dann die Wall mit einer festen Internet-Adressen (z.B. http://twitterwallr.com/bloggerloungst) für alle anderen Menschen im Internet erreichbar machen. Twitterwallr ist recht beliebt und bei großen Veranstaltungen manchmal recht schnell überlastet. Ich mag diesen Dienst vielleicht auch deshalb, weil er vor langer Zeit meine erste Twitterwall war.

wall_twitterwallr

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3. Spy fällt ein wenig aus der Reihe. Diese Twitterwall kommt optisch zurückhaltend in hell oder dunkel daher, und hat vor allem einen großen Vorteil für alle Events, über die nicht wirklich viel gezwitschert wird: man kann angeben, wieviele Tweets berücksichtigt werden (zum Beispiel die aktuellsten 25) und diese werden dann nach und nach immer wieder in einer Endlosschleife aufgerufen. Dadurch ist immer Bewegung auf dem Schirm, selbst wenn der letzte Tweet schon Wochen alt ist. Ein wunderbares Tool für öffentliche Twitterwalls auf Events mit wenig Twitter-Traffic, aber eher untauglich um selbst privat für sich auf dem Laufenden zu bleiben.

wall_spy

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4. Tweetwally ist die Geierwally unter den Mauerbaukästen: mächtig, stark und zugleich schlicht! Deshalb gibt’s hier auch gleich zwei Screenshots:

wall_tweetwally

Mit Tweetwally kann man, einen eigenen kostenlosen Account vorausgesetzt,  wie auch bei Spy und Twitterwallr recht einfach eine öffentliche Twitterwall mit eigener Adresse aufsetzen (hier http://bloggerloungest.tweetwally.com/). Tweetwally ist wie kein anderes Tool flexibel bei der Auswahl der zu berücksichtigenden Tweets: man kann neben einem Hashtag auch einfach die Adressen von Twitteratis oder beliebige Suchbegriffe eingeben und letztere mit Boolschen Verknüpfungen wie „OR“ verbinden. Erlaubt sind alle Abfrageregeln, die auch die Suche von Twitter selbst kennt. Das macht Spaß und ist in seiner Einfachheit nicht zu überbieten. So lassen sich komplexe Themenwände einrichten oder auch einfach nur beliebte Tippfehler der Twitterati (#Zähbit11 statt #CeBit11) berücksichtigen.

wall_tweetwally2

Keine macht’s wie Wally!

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