Die Größe allein tut’s nicht – Warum Konzerne beim Thema Social Media oft versagen

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Die Hamburger Berater der auf Markenführung spezialisierten Agentur BSI haben gerade eine Studie vorgestellt, in der sie „undercover“ die Social-Media-Aktivitäten großer Konzerne in 12 europäischen Ändern untersucht haben. Das Ergebnis ist beschämend:

– 81 Prozent der Konzerne haben überhaupt keine Social-Media-Strategie

– nur 11 Prozent verfügen über Social Media Guidelines

– nur 7 Prozent verstehen den Nutzen von Kunden-Interaktionen

– für die Realisierung von Social-Media-Kampagnen benötigen Konzerne doppelt so lange, wie kleine Start-Up-Unternehmen

– 76 Prozent fühlen sich von ihren Rechtsabteilungen bei der Realisierung von Social-Media-Kampagnen ausgebremst

– 76 Prozent moderieren ihre Social-Media-Aktivitäten gar nicht oder nur unzureichend

– nur 7 Prozent schätzen Social Media Marketing als Teil ihrer CRM-Strategien

– 91 Prozent  budgetieren Social Media nicht strategisch (offenbar glauben noch immer viele Manager, man könne mit Social Media Marketing vorgeblich teure Anzeigen und PR-Aktionen preiswert ersetzen)

– 87 Prozent mussten in den vergangenen sechs Monaten feststellen, dass ihr Erwartungen in Bezug auf Social Media falsch waren (das überrascht eigentlich weniger und ist v.a allem gar nicht schlimm: man lernt immerhin hinzu …)

 

Die Resultate überraschen mich nicht. vibrio gewinnt heute vielleicht 90 Prozent ihrer Neukundenkontakte durch ihre Kompetenz im Bereich Kommunikation 2.0 – um dann zu 90 Prozent wieder klassische PR zu machen. Das ist ja auch gar nicht völlig falsch: wir sind eine klassische Kommunikationsagentur, die von Marken- und Krisenkommunikation bis zur Produkt-PR die ganze Klaviatur klassischer Öffentlichkeitsarbeit spielt. Der Bereich Kommunikation 2.0 sollte aber eigentlich schon heute einen größeren Stellenwert innehaben, als dies in der Realität unserer Kunden der Fall ist. Kommunikation 2.0 ist zweifellos ein Trend und kein Hype – aber er ist ein Trend mit maßvollem Tempo und großer Nachhaltigkeit.

1 Antwort
  1. Jessica
    Jessica says:

    Das liegt sicher auch daran, dass es für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien viel Transparenz, Vertrauen und vor allem frei zugängliches Wissen braucht – drei Dinge, die in Konzernen bekanntlich nicht gerade auf der Tagesordnung stehen 😉

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