Foursquare – toller Dienst bleibt in der Nische

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Foursquare - Bürgermeister Whisky bei vibrio

Foursquare – Bürgermeister Whisky bei vibrio

Einchecken, einkaufen, Bonus erhalten, wiederkommen, einchecken, einkaufen, Bonus… und so fort. „Toll“, dachte ich, als ich mich das erste Mal mit Foursquare beschäftigt habe, „endlich kann ich auf die Plastik- und Stempelkarten der Kundenbindungsprogramme verzichten, und entscheide selbst, wo ich mich als Stammkunde zu erkennen gebe.“ Weit gefehlt.

Seit seiner Gründung 2009, also vor fünf Jahren, bis heute, hat es Foursquare, zumindest in Deutschland, nicht geschafft, eine kritische Masse an Unternehmen (und Anwendern) zu erreichen. Selbst Ketten aus dem US-Heimatmarkt, wie Starbucks, schaffen es in Deutschland nicht, auf den Foursquare-Zug aufzuspringen. Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie ein Location Based Service, zu Deutsch: standort-bezogerner Dienst, hinter dessen umfangreichen Möglichkeiten sich vielfältige Ideen realisieren lassen würden, so vor sich hin dümpelt. Heute ist Foursquare Day, den ich in München mit anderen Foursquarlern feiern werde. Verfolgt mich dabei auf Twitter oder Foursquare.

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Facebook-Marketing im Hifi-Markt. Ein Erfahrungsbericht aus dem Social Media Marketing

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quadral hifi

Ich liebe Hifi. Ich lebe Musik. Die hochwertige Reproduktion von Musik – vom Schallplattenspieler über die Verstärker bis zu den Lautsprechern – nimmt in meinem Leben einen hervorgehobenen Stellenwert ein. Musik ist Emotion und High End ist ein Thema, über das man mindestens so heftig streiten kann wie über Fußball und Autos. Deshalb habe ich mich immer gewundert, dass ausgerechnet der High-End-Markt in den sozialen Medien, die ja prädestiniert sind für den offenen Gedanken- und Erfahrungsaustausch, in denen Personen und Emotionen eine so große Rolle spielen, dass also ausgerecht dieser High-End-Markt in den sozialen Medien kaum vorkommt. Jedenfalls war dies bis Anfang letzten Jahres meine Vermutung, meine Wahrnehmung.

Um dieses „Gefühl“ zu überprüfen, habe ich mir im Mai letzten Jahres die Online- und Social-Media-Auftritte einiger High-End-Marken einmal etwas genauer angesehen. Und mit den Ergebnissen habe ich anschließend einige Markenhersteller auf der High End 2013 konfrontiert. Eines dieser Unternehmen ist auch gleich auf das Thema „angesprungen“. Beim renommierten deutschen Lautsprecherhersteller quadral war man schon „auf dem Sprung in Social-Media-Zeitalter“, wie man mir versicherte. Die Gespräche zwischen uns verliefen dann so gut, dass wir, die Agentur vibrio, den Auftrag und die Chance erhielten, quadral auf dem Weg in die sozialen Medien zu begleiten. Die ersten sechs Monate unserer Zusammenarbeit sind nun – im März 2014 – beinahe verstrichen, Zeit also für eine kurze Zwischenbilanz und einen ersten Erfahrungsbericht.

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Internet-Suche mit qwant statt Google

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Auch im Gwand (bayerisch für ‚in der Kleidung‚) von qwant kommt vibrio gut daher. Investitionen in Suchmaschinenoptimierung lohnen sich also nicht nur für Google. Auch bei der neuen französisch-europäischen Suchalternative schneiden wir besser ab als die Bakterien der Cholera. Zumindest da, wo es für uns wichtig ist: im Netz, bei den Nachrichten und bei Social.

qwant gesucht nach vibrio

qwant gesucht nach vibrio

Da die neue Suchmaschine damit wirbt, keine persönlichen Daten zu sammeln und ich sie mit dieser Suche das erste Mal besuchte, sollte jeder, der auf qwant nach vibrio sucht, dieselbe Ansicht bekommen. Mir gefällt besonders, dass die Ergebnisse in Tabellenansicht aufbereitet und verschiedenen Kategorien zugeordnet sind (nach Zeilen und Aktualität ist eine Darstellung auch möglich). Erstens sind wir das von Hootsuite oder Tweetdeck mittlerweile so gewöhnt. Zweitens bin ich schneller bei den Ergebnissen, die mich interessieren – sollte ich nur Antworten auf eine Frage suchen, bin ich etwa an Shopping-Ergebnissen nicht interessiert, kann ich diese links, äh pardon, rechts liegen lassen.

Laut einem Bericht in heise von heute Früh ist qwant angeblich bereits erfolgreicher als das ebenfalls unpersonalisierte Duckduckgo und zählt über eine halbe Milliarde Suchanfragen täglich. Kooperationen gibt es schon mit Tripadvisor für den Touristikbereich und Mozilla für Firefox Smartphones und Tablets. Auch wenn die Vorherrschaft von Google nicht ernsthaft bedroht ist, ist es trotzdem gut zu wissen, dass es Alternativen gibt. Einfach mal ausprobieren!

Gerhard Heisig vom Hifi-Treffpunkt gibt Tipps zur Lautsprecher Aufstellung – Und vibrio interviewt Hifi-Händler für den Kunden quadral Hifi

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Seit vergangenem Herbst unterstützt vibrio den renommierten deutschen Hersteller quadral beim Auf – und Ausbau seiner Social Media-Aktivitäten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Facebook Seite https://www.facebook.com/quadralhifi. Dort konnten wir gemeinsam mit den Kollegen von quadral durch aktuelle Inhalte und kleinere Aktionen die Anzahl der „Fans“ binnen kurzer Zeit mehr als verdoppeln.

quadral Hifi Facebook Page

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Produktion von Interviews mit Fachhandelspartnern von quadral. Die Idee ist einfach: Wir lassen Fachhändler über die umfangreiche Produktpalette von quadral sprechen. Das ist spannender, als wenn dies die Produktmanager des Herstellers selbst tun und promotet neben quadral auch gleich noch die qualifizierten  Fachhandelspartner. Und die haben Unterstützung verdient. Schließlich investieren sie in nicht geringem Umfang in Kundenservice und lokales Marketing. Und da die Partner die Videos selbst auch promoten, gewinnen wir für den YouTube-Kanal von quadral zahlreiche neue Kontakte. Schon das erste Händlergespräch im vergangenen Herbst hat es inzwischen auf rund 1.500 Abrufe gebracht. Für das kleine Marktsegment High End Audio und für seriöse inhaltliche Herstellerbeiträge ist das recht ordentlich. Neu eingestellt haben wir nun einen Besuch beim Münchner Hifi-Treffpunkt:

 

Dieses Interview ist Teil 2 einer kleinen Serie, die mit dem Besuch bei „Hifi auf dem Bauernhof“ begann und die in Kürze mit zwei weiteren Video-Interviews mit den Fachhändlern „Hifi Liebl“ und der „Radiothek Hofbauer“ fortgesetzt wird:

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Sotschis Guerilla-Kröte Zoich: Russland: 1 – Social Media: 0

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Die Organisatoren der olypischen Winterspiele in Sotschi mögen sich zahlreiche Schnitzer erlaubt haben. In Punkte Social Media und Guerilla Marketing haben sie der Welt gezeigt, wo der Hammer hängt. Ganz unerwartet für einen monolithischen Apparat haben sie die subversive Kraft des Internet für ihre eigenen Zwecke eingesetzt. Alles was sie dazu brauchten war ein kreativer Designer, Willen zum Erfolg und die Bereitschaft, den (unvermeidlichen) Spott an „ihren“ Spielen nicht nur hinzunehmen, sondern zu fördern. Die Geschichte um Zoich, die Hypno-Kröte, liest sich wie ein gestrichenes Kapitel aus „1984“.

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Facebook-Aktivitäten messen – Bedeuten mehr Fans eine effektivere Kommunikation?

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Investieren Unternehmen in ihren Social-Media-Auftritt um ihn professionell aufzubauen und betreut zu wissen, erwarten sie Ergebnisse – Und das ganz unabhängig davon, ob intern Mitarbeiter aktiv werden oder eine Agentur eingeschaltet wird. Freilich gibt es Ergebnisse – doch wie kann man sie messen und qualifizieren?

Nehmen wir die Agentur Sommer+Sommer – im Sommer 2012 hat sie ihren Online-Gehirntest im Web online gestellt. Ihr Ziel: Unterhalten und die Marke pushen. Das Ergebnis nach gut einem Jahr: Bislang haben ihren Angaben nach etwa 2,4 Millionen Personen aus 229 Ländern ihr Hirn „getestet“  (Ich muss zugeben – ich habe auch dazugehört (47 – 53)). Die Anzahl der Facebook-Fans beläuft sich aktuell auf knapp 117.500 Fans. Doch ist dieses Ergebnis erstrebenswert? Zeigen die „Gefällt mir“-Angaben den Wert einer Facebook-Seite an? Weiterlesen

Blogger Relations – Agenturen suchen, finden und helfen

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Blogger Relations sind aufwändiger zu pflegen als Kontakte zu Journalisten, zumindest für PR-Agenturen. Auf jeden Fall scheint es Kommunikationsbedarf zu geben, wie die mittlerweile über 30 Beiträge der entsprechenden Blogparade von Mike Schnoor zeigen.

Die Gründe sind vielfältig, damit umzugehen ist für viele PR-Schaffende, die den guten alten Zeiten nachtrauern, schwierig. Angestellte Journalisten zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei einem Medium arbeiten. Wie jedes Unternehmen hat das Medium bzw. sein Verlag den Vorzug, eine feste Adresse sowie eine Telefonzentrale und einen eindeutigen Domain-Namen zu haben. Die Recherche nach den passenden Ansprechpartnern ist demzufolge relativ einfach: anrufen und fragen, wer für dieses oder jenes Thema zuständig ist; es gibt zudem Anbieter, die entsprechende Angaben in den Datenbanken „as a Service“ pflegen und online abrufbar vorhalten. Fertig ist der Kontakt, die Relations können nun gebaut werden. Und meistens bleiben diese Relations sogar ein (Berufs-) Leben lang nützlich. Nach meiner langjährigen Beobachtung wechseln nur knapp 30 Prozent der festangestellten Journalisten die Branche, was (zumindest berufliche) Beziehungen zum Erliegen bringt. Zwei Drittel wechseln innerhalb der Branche zu einem anderen Medium oder in die Presseabteilung eines Branchenunternehmens (womit der Kontakt noch nicht ganz verloren ist). Die Investition in die Beziehungspflege lohnt sich also: Ergebnis ist eine langjährige stabile Beziehung, idealerweise zum langjährigen Nutzen von PR und Journalist.

Es ist schwieriger Blogger zu finden, als Journalisten

Mit den Bloggern ist es schwieriger. Gesucht werden unabhänige (Privat-) Blogger mit hoher Affinität zu einem Thema und entsprechend hoher Glaubwürdigkeit und idealerweise nachweisbaren Zugriffszahlen. Hier gibt es keine Bahnhofsbloghandlung, wo man mal schnell schauen kann, wie die aktuelle Blogger-Landschaft aussieht. (Nur zur Info, laut Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler gibt es dort bis zu 8.000 verschiedene Zeitungs- und Zeitschriftentitel.) Auch die Blog-Suche der Suchmaschinen fördert auf die Schnelle keine sinnvollen, d.h. für die PR nutzbaren, Ergebnisse zu Tage. Zwar versuchen mittlerweile einige der o.g. Diensteanbieter ihre Datenbank-Services auf Blogger zu erweitern, in der Praxis halten die Ergebnisse einer Prüfung nur in den wenigsten Fällen stand. Dafür gibt es viele Gründe.

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Ist die Gläserne Decke der PR der Boden des Schnapsglases?

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Die Gläserne Decke in der PR

Die Gläserne Decke in der PR

Ein paar ernüchternde Gedanken kurz vor dem Wochenend-Bierchen. Ist die vielbeschworene Gläserne Deckeein Phänomen der Leber? Gerade in der PR gilt ja: Kommunikation ist alles, und dazu muss man die Leute eben treffen. Schon Annette Schavan, damals Bundesministerin für Bildung und Forschung, erkannte bei einer Diskussion zum Thema Frauen und Macht „Netzwerkbildung heißt noch ganz lange zusammen zu sitzen und zu saufen.“

Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass manche Karrieren (etwa die des Politikers, aber auch die PR oder der Vertrieb) von der Trinkfestigkeit begünstigt werden. („Diesen Landtag erträgt man nur mit viel Humor oder im Suff.“ – Dieter Salomon, Fraktionsvorsitzender der Grünen im  Landtags von Baden-Württemberg von 200-2002). Im Umkehrschluss: wer nicht saufen kann, kann keine Karriere machen. Das bevorteilt die Männer. Weiterlesen

Hier waren Social Media Geld wert für ein B2B-Unternehmen

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Eine der häufigsten Fragen bei der Planung von Social Media Strategien ist die nach dem Business-Wert. Mit gutem Grund – gerade der B2B-Sektor sieht oft keinen starken Effekt seiner Facebook-, Twitter-, LinkedIn- oder Youtube-Präsenz. Es gibt aber ein konkretes Beispiel für die Auswirkungen, die Social Media haben können – stark, positiv und völlig unvorhersehbar. Es beginnt mit einem Vater- und Sohn-Paar wie aus der Seifenoper und endet damit, dass das dämliche Rumgehoppel des Junior dem Vater mehr Geld einbringt als Jahre harter Arbeit. Ein fast schon unglaubliches Märchen mit einer ganz nachvollziebaren Erklärung.

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Storytelling als PR-Element in einer Szene aus dem „Hobbit“

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Storytelling in der Kunst: Karl Heyden - Eine interessante GeschichteEs mag weit hergeholt klingen, aber Storytelling ist nicht nur ein hübscher Name für eine PR-Technik. Die Öffentlichkeitsarbeit für Firmen, Parteien oder Verbände haben sehr ähnliche Ziele wie ein Drehbuch oder Roman. Gerade zu Beginn einer Geschichte steht ein Fiction-Autor vor einem Problem, dass PR-Profis bekannt vorkommen dürfte: wie teile ich dem Publikum die wesentlichen Fakten über meinen Kunden mit? Ohne zu langweilen, ohne Zeit zu verschwenden? Im Falle von Hollywood ist das „Publikum“ der Kino-Besucher, der „Kunde“ ist der Protagonist des Films. In der PR sind es jeweils Journalist und Unternehmen. Eine Szene aus Peter Jacksons „Der Hobbit“ beschreibt, wie diese Aufgabe im Film gelöst wird, und welche Lehren die PR daraus ziehen kann.

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