Archiv der Kategorie: Marketing

Bild-PR: Bitte ein Bild

Ein Beispiel guter Bild-PR: Die Fliegenbrille treibt es auf die Spitze: Es ist sogar noch ein Logo in der Mitte der Brille eingraviert.
Ein winziger, riesiger Star: die Fliegenbrille. Ein einziges, aber spektakuläres Bild hat einem Drei-Mann-Start-up zum Durchbruch verholfen.

Vielleicht war es nur dieses Bild, das einem neuen Spin-off des Laser Zentrums Hannover e.V. sehr schnell zu großer Bekanntheit verholfen hat. Bild-PR in seiner schönsten  Form.

2005 wurde die Micreon GmbH gegründet und besuchte noch im gleichen Jahr auch die Messe „Laser“ in München-Riem.

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Als PR-Agentur für diese Hightech-Messe waren wir für die Kommunikation mit der Wirtschafts- und Tagespresse und den Publikumsmedien engagiert. Die brauchen drei Dinge: Bilder, Bilder und Bilder. Wir haben Wochen vor Messebeginn alle Aussteller angemailt und um interessante Fotos oder Illustrationen gebeten, um sie der Presse zur Verfügung stellen zu können.

Die Firmen reagierten blitzschnell. Wir haben nicht schlecht gestaunt, welch professionelles Material die Aussteller zu bieten hatten. Aber die Fliegenbrille war sensationell. Sie kam von einer Drei-Mann-Firma namens Micreon.

Messen brauchen Bilder – liefern Sie

Die Fliegenbrille wurde der Aufmacher für unseren „Laser“-Bilderbogen, der an die Medien verschickt wurde. Wochen vor Beginn der Messe, denn  80 Prozent aller Beiträge rund um eine Messe, egal welche, entfällt auf die Vorberichterstattung.

Es wird Sie nicht wundern, dass es die Fliege sogar bis in die Boulevardpresse wie die Münchner „Abendzeitung“ geschafft hat, die ja nun mit Lasertechnologie herzlich wenig am Hut hat.

Am ersten Messetag traf ich den Micreon-Chef, Dr. Frank Korte, am Stand beziehungsweise an dem Ort, wo ich den Stand vermutete, denn zu sehen waren nur eine Menschenmenge. Korte strahlte wie ein frisch gebackener Vater:

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Chatbots

Chatbots – Die Kommunikation der Zukunft?

Zur Zeit überlebt man kaum eine Trend- oder Zukunftskonferenz, ohne dass man sich dem Thema Chatbots stellen müsste. Chatbots werden zur Zeit als die Zukunft der Kundenkommunikation, als der zentrale Trend in der Kommunikation gehypet. Dabei wissen viele noch gar nicht, was ein Chatbot eigentlich ist.

Eigentlich sind Chatbots ein alter Hut. Joseph Weizenbaum hat mit seiner Eliza schon Mitte der sechziger Jahre einen ersten Chatbot entwickelt. Im Grunde sind solche Bots automatisierte Dialogsysteme zwischen Mensch und Computer. Moderne Chatbots sind mit der guten alten Eliza aber kaum mehr zu vergleichen. Hinter ihnen steht modernste Künstliche Intelligenz. Auch ist die Entwicklung von Chatbots heute so einfach, dass Unternehmen – jedenfalls mit Unterstützung von Experten – in kurzer Zeit und mit relativ geringem Budget einen Chatbot selbst aufsetzen können.

Zu diesen Chatbot-Experten gehört das junge Würzburger Startup BOTfriends. Dort hat man sich auf das Trendthema Conversational Interfaces spezialisiert und auch schon erste zukunftsweisende Projekte bei einer Reihe großer Unternehmen wie Porsche und das Cookhouse Lab in Toronto realisiert. Ich habe mich mit dem Team, das BOTfriends gegründet hat, für den vibrio Blog unterhalten.

botfriends
Das junge Gründerteam von BOTfriends: Tobias Gansler, Michelle Skodowski, Daniel Rösch und Kevion Dees (von links)

Michael Kausch: Das Thema Chatbots und Artificial Intelligence (AI) ist ja ein aktuelles Trendthema, aber wie genau kamt ihr dazu das Startup BOTfriends zu gründen?

Daniel Rösch: Alles begann damals als Kevin und ich unser Praktikum bei Porsche in Stuttgart begonnen hatten. Das Thema Chatbots hatte uns damals brennend interessiert, sodass wir aus eigener Initiative einen Chatbot für die Porsche Recruiting Facebook Seite entwickelt haben. Das Produkt war ein großer Erfolg und wir erkannten das Potenzial in der Technologie. Wir beschlossen uns als Startup selbstständig zu machen und vor allem mit Porsche unserem ersten großen Kunden das Thema weiterzutreiben. Damit sich das Team voll und ganz im Know-How ergänzt, entschieden wir uns unsere Studienkollegen Michelle für Marketing und UX und Tobi für die Entwicklung dazu zu holen.

MK: Wie funktioniert das Ganze eigentlich?

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Überblück Fakten Zahlen Unternehmenskommunikation

Zahlen rund um Unternehmenskommunikation und PR

350 Mal am Tag fragen wir Google um Rat, so die Statistik der Agentur Track. Wir wollen wissen, was da eigentlich mit den USA und der UNESCO los ist, was Kate Middleton über den royalen Nachwuchs verlauten lässt und wo denn nun eigentlich die nächste Schneiderei oder der leckerste Kaffee in Büro-Nähe zu finden ist. Was diese Zahlen mit Unternehmenskommunikation zu tun haben? Erstmal nichts, außer man ist Hersteller von royalem Merchandising oder hat ein Café um die Ecke.

Unternehmenskommunikation im Jahr 2017: Aus den Zahlen lernen

Aber allein die schiere Zahl – 350 x täglich! – sollte einen Kommunikationsprofi aufhorchen lassen. Aus ihr lassen sich nämlich gleich mehrere Dinge ablesen:
• Es zeigt, wie sehr die Suchmaschine unseren Alltag beeinflusst
• Es zeigt, dass wir Google teils als Eingang zum Surfen im Web nutzen
• Es zeigt, dass es von Vorteil sein kann, wenn man als Unternehmen und Marke dort präsent ist

Aha – und schon wird es interessant. Wie aber schafft man es auf Seite 1 der Suchergebnisse? Nur mit gutem Kaffee? Wohl kaum, auch wenn der hilfreich ist. Aber erst, wenn es darum geht, Credits in der digitalen Welt einzusammeln. In Form von Sternchen, Tags oder Mentions. Wer ganz oben mitspielen will, muss sich mit SEA und SEO auseinandersetzen und in der Lage sein, die eigene Website dahingehend zu optimieren. Basis dafür sind Keywords, die unter Umständen das ganze Corporate Wording auf den Kopf stellen können. Und das alles nur wegen einer Zahl.

Wunderbare Zahlenwelt – meine Top 3

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Das ist erst der Anfang. Beinahe täglich stößt man auf Statistiken und Umfragen rund um PR und Unternehmenskommunikation, die einen dazu bringen, das eigene Handeln zu hinterfragen und neue Ansätze für den Erfolg daraus zu ziehen. Diese Zahlen haben mich in letzter Zeit besonders beeindruckt:
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OXID esales auf der dmexco

dmexco 2017: Eine Messe schafft sich ab

Ja, die dmexco ist eine spannende und für Besucher lohnende Messe. Nein, die dmexco wird wohl in diesem Jahr keine Besucherrekorde schreiben. Ja, die dmexco macht Spaß. Nein, die Aussteller der dmexco sind nicht durchgängig zufrieden. Und weil wir positiv denken sollen jetzt noch zwei ganz große „Ja“ folgen:

JA, die dmexco ist eine Marketing-Messe. Und JA, die dmexco ist eine Technologiemesse.

Dieser Doppelcharakter macht die dmexco letztlich aus: Marketing wird immer techniklastiger. Marketing wird immer zielgruppenaffiner und immer mehr automatisiert. Und wenn man nur ein klein wenig Phantasie mitbringt, so sieht man: Marketing braucht künftig immer weniger Marketing-Leute. Und das liegt an der Kette:

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Beziehungsmanagement: Influencer vs. Journalisten

Beziehungsmanagement vor und in 20 Jahren: Laufen Influencer Journalisten den Rang ab?

Vor 20 Jahren war das Bermudadreieck „Unternehmen-Journalist-PR Berater“ noch klar abgesteckt. Um Botschaften zu verbreiten, bedurfte es guten Netzwerken zu Multiplikatoren der Medienwelt. Beziehungsmanagement war das A und O. Multiplikatoren waren seinerzeit ausschließlich Pressevertreter. Social Media bestand höchstens aus gegenseitigen E-Mail-Zusendungen.

Beziehungsmanagement Unternehmen - Journalist - Berater
Früher war das Beziehungsmanagement übersichtlich: Unternehmen – Journalist – Berater

PR-Berater steuern Beziehungsmanagement

Der Einfluss, den Journalisten als Multiplikatoren auf Verbraucher ausübten, fächerte sich – je nach Ressort, für das die Journalisten schrieben – von gering bis enorm.

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Content Marketing Mädchen mit Glaskugel

Was hat unsere Zukunft mit Content Marketing zu tun?

Wer ist vibrio im Jahr 2020? Ist Content Marketing die Strategie für unsere Agentur und unsere Kunden? Ist mit dem Begriff PR unser Berufsfeld dann überhaupt noch treffend beschrieben?

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Als PR- und Social-Media-Agentur bewegen wir uns in einer aufregenden Zeit voller Umbrüche. Das Mediensterben greift weiter um sich, Print-Erzeugnisse verlieren an Auflage, Tagespresse und Zeitschriften kämpfen gegen einen Vertrauensverlust – Fake News sind daran ebenso schuld wie die zunehmende Verschränkung zwischen Anzeigenabteilung und Redaktion oder die magere Personaldecke in den Redaktionen. Hängt der Himmel über uns als Agentur also voller dunkler Wolken? Oder sind wir schon auf dem Weg zum Topf voll Gold, irgendwo am Ende des Regenbogens?

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Die Pepsi Kampagne scheiterte an inkohärenten Botschaften mangels Storytelling Marketing

Storytelling Marketing als PR-Instrument

Die Netzwerkorientierung des Marketing hat sein Verhältnis zur PR verändert: Unternehmen sind gefordert, den Dialog mit dem Kunden zu suchen und die Sozialen Medien für ihre Marketingkommunikation zu nutzen. Dies erfordert ein konsolidiertes Markenbild über Soziale Medien wie auch die klassische Produkt- und Unternehmens-PR. Viele Unternehmen setzen dazu auf Storytelling Marketing – die Ansprache der Kunden durch Content auf Basis der strategisch definierten Unternehmens-Story.

 

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Drei für die PR-Zukunft: Podcasts, Chatbots, Virtual Reality

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Wie wir Informationen konsumieren, miteinander kommunizieren und uns die Welt erschließen, all das befindet sich in der vielzitierten Digitalen Transformation – das gilt auch für die Instrumente der PR- und Pressearbeit. Praktisch wöchentlich kommen neue Tools hinzu, wird der Pool an Möglichkeiten größer. Wir stellen drei Trends vor, die unserer Meinung nach PR und Social Media  in die Zukunft führen, das Storytelling im Jahr 2020 bestimmen werden:

Tipp: Employee Marketing mit Smarp

Employee Marketing oder Employee Branding wird immer wichtiger. Und das hat seinen Grund.

Wir leben und leiden heute in einem beständigen Information Overflow. Wir alle werden von immer mehr Markenbotschaften umstellt. Tag für Tag sieht sich jeder von uns mit bis zu 10.000 Kommunikationsakten konfrontiert. Dabei sprechen 1.000 Marken zu uns. Tagein tagaus. Wir sind definitiv kommunikativ überfordert.

Deshalb stören wir uns mehr denn je an Werbung und gehen ihr wo immer möglich aus dem Weg. Wir reagieren empfindlich auf Arroganz, Ignoranz und schlechten Service von Anbietern. Wir reagieren emotional auf jeden Werbeversuch. Statt den Werbetreibenden vertrauen wir lieber Peer Groups. Wenn wir ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen wollen, kümmern wir uns weniger um die Produktinformationen der Anbieter, als um die Meinungen und Empfehlungen anderer Kunden in den sozialen Netzen und im Internet. Und dann nennen wir das Ganze Empfehlungsmarketing.

Die Mitarbeiter als Markenbotschafter

Und aus genau diesem Grund sind die Mitarbeiter der Unternehmen heute wichtiger, als Pressesprecher und Werbeonkels. Den Mitarbeitern begegnen wir überall. Und wir reden über alle möglichen Themen mit ihnen, auch über ihre Arbeitgeber und deren Angebote.

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Reiseblog Travellers Insight

Reiseblog hebt ab – Travellers Insight mit Blog-Award ausgezeichnet

Der Reiseblog Travellers Insight der Flughafen München GmbH erhielt den Isarnetz Blog-Award in der Kategorie Corporate. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Münchner Webwoche vergeben, die von 11. bis 20. Mai 2017 stattfand. Das Team von vibrio, das den Blog redaktionell und konzeptionell begleitet, freut der Preis natürlich besonders. Schließlich ist in den Blog weit vor seinem „Go live“ im Juli 2016 schon viel Kreativität, Engagement und Herzblut der Agentur hineingeflossen.

Jury aus Bloggern und Digitalen

In der Jury des Blog-Awards saßen für die Kategorie Corporate renommierte Experten wie Meike Leopold, Corporate Bloggerin der ersten Stunde, von start-talking.de, Marketing-Beraterin Carola Grimminger, die den Münchner Digital Dialog mitverantwortet, Bloggerin Bettina Sturm von Respekt Herr Specht, die im Vorjahr den Preis gewonnen hat, sowie Digitalexperten von RTL II und diva-e. Bewertet haben sie die Nominierungen nach den Kriterien Design & Layout, Textqualität, Usability, Themenrelevanz, Interaktion und Kontinuität. Und am besten fanden sie unser Blog-Projekt Travellers Insight. Danke dafür!

Die stolzen Gewinner des Isarnetz Blog-Award (Bild: MUCBOOK)

Natürlich freuen wir uns mit dem gesamten Blogteam von Travellers Insight. Dazu gehört das Projektteam des Flughafen München und auch die Agentur OESTREICHER+WAGNER, die den Blog technisch betreut. Das Team von vibrio besteht aus der Reisebloggerin Alexandra Lattek (Blogger Relations und Redaktion), Veronika Kramheller (WordPress-Admin und Redaktion), Markus Pflugbeil (Projektleitung, Redaktion und WordPress und leidenschaftlicher Blogger) sowie Michael Kausch (Autor, „Einmischer“ und Geschäftsführer vibrio und ebenso leidenschaftlicher Blogger).

Blog als Owned Medium im Branded Journalism

Travellers Insight ist ein Reiseblog. Deshalb sollte für Außenstehende wohl kurz erläutert werden, warum der Blog in der Rubrik Corporate und nicht in der Kategorie Travel gewonnen hat:

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