Kategorie-Archiv: Marketing

SEO und Storytelling: Eine Website nach SEO-Kriterien bauen heißt auf Storytelling setzen: ein Beispiel aus der Hifi-Branche

RESTEK Website

SEO und Storytelling, darum geht es letztlich. SEO, also Suchmaschinenoptimierung, ist für den Erfolg einer Website und damit auch für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Dies gilt erst recht auf Märkten, die von zahlreichen kleinen und mittelständischen Anbietern gekennzeichnet sind, etwa für den Markt der Hifi-Anbieter. Dabei ist die Realisierung eines suchmaschinenfreundlichen Web-Auftritts eigentlich kein Hexenwerk. Im Kern steht nicht so sehr ein gutes Linking – das ist schon auch wichtig -, sondern vor allem eine auf gute Inhalte optimierte übersichtliche Seitenarchitektur.

SEO im Hifi-Markt ist Basisarbeit

Der Hifi-Markt steht stellvertretend für Branchen, die mittelständisch geprägt sind und sich in Sachen Weboptimierung durch eher geringer Professionalität auszeichnen.

In diesem Markt durften wir seit Anfang Oktober einen kleinen Webauftritt realisieren: für den deutschen Anbieter hochwertiger Hifi-Elektronik RESTEK. Und eigentlich wollten wir ordentliche Texte abliefern und mit sehr begrenzten Mitteln “einigermaßen ordentlich” in Sachen SEO abschneiden.

Und dann das: nach dem wir die Seite nun weitgehend komplett haben, haben wir “unsere” Website und 49 Internet-Auftritte anderer renommierter Hifi-Anbieter aus dem In- und Ausland mal kurz durch das Kontrollsystem von seobility gejagt. Diese Website wertet jede Website, die man dort eingibt, nach einigen gängigen SEO-Kriterien aus. Sie können unsere Schnell-“Analyse” also jederzeit nachvollziehen. Denn ein wenig unglaublich ist das Resultat schon. Und auch wir haben mächtig mit den Augen gerollt, als wir uns das Ergebnis betrachteten: “Unsere” Website www.restek.de belegt unter den 50 eingegebenen Webadressen den ersten Rang! Und zwar klar vor dem kleinen jungen deutschen Unternehmen Block Audio und den großen UK-Marken B&W und Linn.

Hifi SEO Ranking

 

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Virales Marketing ohne Moralkodex: der Fall Mhoch3

Es war in der Branche kein Geheimnis. Meinungen und Bewertungen im Internet, in Foren oder auf Bewertungsseiten können gekauft werden. Vielen Verbrauchern war dies nicht klar. Ein Fall aus Österreich könnte dies nun ändern, weil er zum ersten Mal deutlich macht, welches Ausmaß und welche Methoden Agenturen anwenden, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Mindestens genauso schockierend ist dabei die Selbstherrlichkeit, mit der die betroffene Agentur Mhoch3 ihre Dienste anbietet. Dabei verstößt sich nicht nur gegen den “Europäischen Kodex der Verhaltensgrundsätze in der Öffentlichkeitsarbeit” (eine Kopie des Code de Lisbonne findet sich auf den vibrio-Seiten), sondern möglicherweise auch gegen das Wettbewerbsrecht.

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Virales Marketing durch bezahlte Claqueure: ein Verstoß gegen den Code de Lisbonne

Dass die irreführenden Kommentare gekaufter Claqueure zutiefst unmoralisch sind und Dienstleister wie Kunden in Misskredit bringen sei nur am Rande erwähnt. Der Fall wird auch dazu führen, dass die Skepsis gegenüber sozialen Medien weiter zunimmt, die schon im Zuge der jüngsten Konflikte in der Ukraine und Syrien stark angestiegen ist.

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In Tiefer Trauer: Gestern verstarben alle Facebook Fangates. Und Vorsicht: es geht nicht ohne Leichen!

Fb_Logo

Facebook hat wieder einmal zugeschlagen und die internen Richtlinien geändert: Seit gestern sind Fangates verboten.

Zur Erinnerung: Fangates waren iFrames auf Facebook, mit denen man für Nicht-Fans und für Fans unterschiedliche Inhalte zeigen konnte. Ich habe zum Beispiel gerne für Kunden spezielle Download-Angebote realisiert, auf die nur Besucher zugreifen konnten, die zuvor mit einem “Like It” “Fan” des Unternehmens geworden sind. Ich fand das auch immer ok: exklusive Angebote für “Freunde des Hauses” sind ja auch in der Offline-Welt ein beliebtes Marketing-Instrument.

Ab sofort sind Fangates auf Facebook verboten

Mit Wirkung zum gestrigen Tag hat Facebook nun seine Plattform-Richtlinien geändert und Fangates verboten:

“Facebook Platform Policy
4. Encourage proper use
4.5. Only incentivize a person to log into your app, like your app’s Page, enter a promotion on your app’s Page, or check-in at a place. Don’t incentivize other actions.
Effective November 5th, 2014, you may no longer incentivize people to like your app’s Page.”

Angekündigt hat Facebook diesen Schritt vor ein paar Tagen wie immer recht dezent über seinen Blog. Neue Fangates konnten schon seit August nicht mehr angelegt werden, da Facebook die Kontrollfunktion intern gekippt hat.

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Blogger Relations beim Social Media Club

Influencer- und Blogger-Relations ist das Branchen-Thema der letzten Monate und weiterhin in aller Munde. Es treibt natürlich auch vibrio um und lässt uns nicht mehr los. Nur folgerichtig machten wir uns diesen Montag auf zum Social Media Club München bei metaio, um uns mit der Münchner Digitalszene zum Thema auszutauschen.

 

Digital Marketing bei Bosch und Fujitsu

Die Referenten – Daniel Klaus, Senior Manager, Digital Marketing, Fujitsu und Michael Schmidtke, Director Digital & Social Media bei Bosch – versprachen viel und wir wurden nicht enttäuscht! Besonders interessant: Wie Kommunikationsformen, die man bisher der Endkundenkommunikation (B2C) zugeordnet hätte, nun erfolgreich ihren Weg in das B2B-Marketing finden. Herausforderung dabei: Meinungsmacher sind im B2B-Bereich rar gesät. Naturgemäß waren wir sehr gespannt auf die Erfahrungen der Kollegen.

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Reputationsmanagement und Krisenkommunikation im Shitstorm

Rainer Maassen
Rainer Maassen, Geschäftsführer der Convento GmbH.

Gestern war ich Gast und Referent beim “Convento-Frühstück” an der Münchner TU. Das Thema ist spannend und ebenso spannend verlief die Diskussion. Für alle die nicht dabei sein konnten gibt’s hier zumindest die Folien:

Ein Lesetipp: http://vibrio.eu/krisen-pr/ und http://vibrio.eu/reputationsmanagement/.

Rainer Maassen und seinem Convento-Team darf ich an dieser Stelle nochmals herzlich für die Einladung danken.

 

Buchtipp: LinkedIn für Dummies von Stephan Koß

Buch LinkedIn für Dummies

Bücher “für Dummies” sprechen mich ja eigentlich gar nicht an …

Aber hier will ich mal eine Ausnahme machen.

Und das aus drei Gründen:

  1. Zum Einen hat Stephan Koß das Buch geschrieben und Stephan kenne ich aus alten LinkedInsider-Kreisen. Ich weiß: wenn er was in die Tasten nimmt, dann hat das Hand und Fuß. Ich kenne niemanden, der mehr LinkedInsider ist, als Stephan.
  2. Zum Zweiten kenne ich in meinen LinkedIn-Workshops viele Menschen kennengelernt, die LinkedIn noch immer nur als Adressbuch nutzen und die Möglichkeiten die LinkedIn zur Vertriebsunterstützung und zur Markenkommunikation bietet noch immer nicht kennen, geschweige denn produktiv einsetzen.
  3. Und zum Dritten ist das Buch gerade mal ein Büchlein im Taschenformat und mit gut 100 Seiten wirklich kein Regalbieger. Und das ist gut so: denn für Einsteiger steht alles übersichtlich drin, was man wissen sollte. Nicht mehr und eben auch nicht weniger.

Um was geht es?

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Content Marketing und Storytelling: die Karriere zweier Begriffe in Google

Manchmal stößt man bei Recherchen auf seltsame Dinge. So habe ich mich heute vormittag mit einer kleinen Google-Keyword-Analyse beschäftigt. Und das kam dabei heraus:

Kennen Sie eine Agentur, die kein “Content Marketing” betreibt? Und auch kein “Storytelling“? Ich nicht. Und das braucht auch gar nicht zu verwundern, haben diese beiden Begriffe doch im vergangenen Jahr eine erstaunliche Karriere gemacht:

Die Google-Karriere von Content Marketing und Storytelling

Google-Karriere der PR Hypes

In den vergangenen 12 Monaten wurde nach “Content Marketing” in Deutschland 83 Prozent häufiger gesucht, als noch ein Jahr zuvor. Und die Suchanfragen nach “Storytelling” haben sich immerhin um satte 50 Prozent erhöht. In Deutschland wohlgemerkt.

Und wer hat verloren im Ranking der Hype-Begriffe?

Twitter-,  Facebook- und XING-Marketing. Das ist gut so. Vielleicht hat sich ja tatsächlich herumgesprochen, dass Social Media Marketing – ein Begriff, nach dem übrigens nach wie vor rund 4.000 mal jeden Monat in Deutschland gegoogelt wird – eine integrierte Strategie verlangt. Isoliertes Facebook-Marketing gibt es nicht.

Beruhigend auch, dass die Nachfrage nach Krisenkommunikation sich in den vergangenen 12 Monaten nicht erhöht hat. Jedenfalls nicht in Google. Und nicht in Deutschland.

“PR” und “Public Relations” werden aber immerhin um rund 25 Prozent mehr gefragt, als im Vorjahr.  Manchmal machen Zahlenspiele einfach Spaß. Und Mut.

Branchenblick Automotive: Social Media bei Automobilzulieferern

Marktführer Continental auf der IAA 2013
Marktführer Continental auf der IAA 2013

Ab und an will ich hier in der DampfLog einen Blick auf Branchen und den Reifegrad der Social-Media-Aktivitäten in diesen Branchen werfen: wer nutzt soziale Medien? Wozu? Wo liegen ungenutzte Potentiale? Kann man von diesen Branchen etwas lernen? Und was können diese Branchen lernen?

Den Anfang machen will ich heute mit einem Ausschnitt aus dem Automotive-Markt. Hierzu habe ich mir einige Zulieferunternehmen der Automobilhersteller einmal näher angesehen. Es geht also nicht um BMW, Mercedes und Volkswagen, sondern um Unternehmen wie Continental, Bosch und ZF.

Konkret betrachte ich im Folgenden die derzeit zehn umsatzstärksten Automobilzulieferer:

Umsatz-Ranking Automobilzulieferer

 

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Social Media in Stadtmarketing und regionaler Wirtschaftsförderung – eine Replik auf “text intern”

Michael Kausch bei Invest in Bavaria

Die Zeitschrift “text intern” schreibt in der aktuellen Ausgabe 34/35 ausführlich über den Einsatz von Social Media in Stadtmarketing und regionaler Wirtschaftsförderung – leider ein wenig blauäugig: ich habe in den vergangenen Jahren einige Male auf Kongressen der Wirtschaftsförderer und Stadtmarketing-Verantwortlichen aus Bayern und Rheinland-Pfalz referiert. Die Realität sieht noch immer so aus, dass abgesehen von einigen “Leuchtturmprojekten” noch kaum strategisch mit Social Media Marketing gearbeitet wird. Ein bisschen Facebook hier, ein bisschen YouTube da. Twitter wird fast gar nicht eingesetzt.

Noch immer dürfen viele Wirtschaftsförderer nicht in Facebook

Und vielerorts warnen Politiker und Behörden vor der “Datenkrake Facebook”. Vor einer Diskussion mit der rheinlandpfälzischen Wirtschaftsministerin wurde ich aus dem Ministerium aufgefordert vor Facebook zu warnen: Der dortige Landesdatenschutzbeauftragte bat darum, im Rahmen meines Vortrags über “Social Media als strategisches Kommunikationsinstrument” vor rheinland-pfälzischen Wirtschaftsförderern keine Werbung für Facebook zu machen. Er schrieb: 

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