Sotschis Guerilla-Kröte Zoich: Russland: 1 – Social Media: 0

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Die Organisatoren der olypischen Winterspiele in Sotschi mögen sich zahlreiche Schnitzer erlaubt haben. In Punkte Social Media und Guerilla Marketing haben sie der Welt gezeigt, wo der Hammer hängt. Ganz unerwartet für einen monolithischen Apparat haben sie die subversive Kraft des Internet für ihre eigenen Zwecke eingesetzt. Alles was sie dazu brauchten war ein kreativer Designer, Willen zum Erfolg und die Bereitschaft, den (unvermeidlichen) Spott an „ihren“ Spielen nicht nur hinzunehmen, sondern zu fördern. Die Geschichte um Zoich, die Hypno-Kröte, liest sich wie ein gestrichenes Kapitel aus „1984“.

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Infografik zur Wiesn 2013

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Morgen Schlag 12 Uhr ist es wieder soweit: OB Christian Ude zapft das erste Fass der 180. Münchner Wiesn an. Die Lager bei vibrio sind nun für die nächsten 16 Tage geteilt:
Die einen können mit dem Spektakel, den Menschenmassen und der zur Schau gestellten Trachtenliebe gar nichts anfangen. Die anderen wähnen sich im Himmel. Zwei Wochen feiern, Menschen aus aller Welt treffen und stolz das neue Dirndl oder die Lederhosn vom Opa präsentieren. Zweifler und Gelegenheitsgänger haben wir als Münchner PR-Agentur natürlich auch. Die schnuppern gerne mal rein, verbringen einen Tag zwischen Kettenkarussell, Lebkuchenherz und Biergarten.Sind dann aber auch froh, wenn Sie wieder gehen dürfen.

Einige unserer Kunden treffen wir selbstverständlich auch: LANCOM Systems hat alte Bekannte ins Bierzelt geladen und Ferrari electronic reist extra aus Brandenburg an. Wie eine Biertischgarnitur das größte Volksfest der Welt erlebt, zeigt die folgende Infografik. Weiterlesen

re:publica Tag 2 handelt von Journalisten, Arbeitslosen, Bratwürsten und Künstlern

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re:publica 13 Zusammenfassend kann ich festhalten, dass der gestrige Tag ein guter war: Ich hatte das Glück eine Session-Auswahl mit guten Referenten, engagierten Moderatoren und abwechslungsreichen Themen zu treffen. Lesern sei mitgeteilt, dass es gar nicht so leicht ist eine Auswahl zu treffen, da oft bis zu 15 Sessions parallel stattfinden, die sich teilweise zeitlich überlappen. Zwar hilft die laufend aktualisierte App bei der Auswahl, aber die nunmehr zweitägige Erfahrung zeigt, dass weder Prominenz der Referenten noch das vermeintlich spannende Thema Garantie für einen guten Vortrag oder Workshop sind. Wieder zeigt sich: die wirklichen Perlen liegen oft am Rande.

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Storytelling als PR-Element in einer Szene aus dem „Hobbit“

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Storytelling in der Kunst: Karl Heyden - Eine interessante GeschichteEs mag weit hergeholt klingen, aber Storytelling ist nicht nur ein hübscher Name für eine PR-Technik. Die Öffentlichkeitsarbeit für Firmen, Parteien oder Verbände haben sehr ähnliche Ziele wie ein Drehbuch oder Roman. Gerade zu Beginn einer Geschichte steht ein Fiction-Autor vor einem Problem, dass PR-Profis bekannt vorkommen dürfte: wie teile ich dem Publikum die wesentlichen Fakten über meinen Kunden mit? Ohne zu langweilen, ohne Zeit zu verschwenden? Im Falle von Hollywood ist das „Publikum“ der Kino-Besucher, der „Kunde“ ist der Protagonist des Films. In der PR sind es jeweils Journalist und Unternehmen. Eine Szene aus Peter Jacksons „Der Hobbit“ beschreibt, wie diese Aufgabe im Film gelöst wird, und welche Lehren die PR daraus ziehen kann.

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Tipp: Tablet Computer mit Röhren – USB-Speicher für Röhrenfreunde

Heute kam lange erwartete Post aus dem lettischen Liepāja. Der Inhalt: der schönste USB-Speicher, den sich Röhrenfetischisten erträumen können. 16 GB Speicher hausen in einer wunderschönen rot illuminierten Vakuumröhre (Pentode aus russischer Fertigung von 1990). Mit der massiven Kupferfassung in den USB-Slot meines Surface Tablet gesteckt und Excel ist fast wie Schallplattenhören mit einem Reussenzehn Röhrenverstärker.

 

Tablet Computer mit Röhren USB

Die große Hitliste der Presserabatte

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Presserabatte sind ja im vergangenen Jahr ein wenig ins Gerede gekommen: insbesondere nachdem zahlreiche Medien die Inanspruchnahme von Freiflügen und kostenlosen Mietfahrzeugen durch den früheren Bundespräsidenten Wulff und seine Frau kritisch hinterfragten kümmerten sich einige Politiker plötzlich um das Presserabattwesen (siehe z.B. hier). Verschärfte Richtlinien in zahlreichen Medien trugen ein Übriges dazu bei, dass Unternehmen wie die Deutsche Bundesbahn oder Air Berlin ihre Sonderkonditionen für Journalisten ganz abschafften. Noch immer aber gibt es hunderte von Vergünstigungen für Journalisten: vom kostenlosen Zoo-Besuch bis zum Preisnachlass auf Neuwagen unterschiedlichster Hersteller.

Die wenigsten dieser Rabatte sind aber wirklich interessant: da von Preisbindung und -treue eh kaum mehr die Rede sein kann und der Handel sich seit einigen Jahren eine beispiellose Rabattschlacht bietet, kann man etwa beim Autohändler um die Ecke in aller Regel direkt bessere Konditionen, als über die Pressestelle des Herstellers aushandeln. Ich weiß, von was ich spreche …

Die Nachfrage nach vergünstigten Pressekonditionen scheint aber ungebrochen. Der Online-Informationsdienst http://www.pressekonditionen.de veröffentlichte nun seine Hitliste der Zugriffe auf entsprechende Angebote. Und das Ergebnis ist recht merk- bis denkwürdig …

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April, April liebes PC Magazin. Man kann ein iPad nicht faxen.

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Klar, mobile Endgeräte im Business sind heiß. Ein Hype. Wer hat das schon Zeit, die neusten Neuerungen auf Plausibilität zu prüfen? Ein iPad als Herzstück des Curiosity-Rovers? Warum nicht. Gute Nachricht. Haben wir im Kino ja schon gesehen.

Dieses BYOD kann selbst gestandene IT-Journalisten ganz wirr im Kopf werden lassen.

Ein Aprilscherz? Schwer zu sagen.

Ende März wollten wir uns diese Begeisterung für das Thema auf humorvolle Weise zu Nutzen machen. Ich schlug unserem Kunden Ferrari electronic einen Aprilscherz vor: eine fiktive App, die Fotos vom iPad auf das räumlich nächststehende Faxgerät schickte, um eine rechtssichere Dokumentation zu gewährleisten. „Zu plausibel“, meinte eine Kollegin. „Das geht ja tatsächlich. Wir brauchen was Absurderes“. Sie hatte Recht. Wir wählten etwas Absurderes. Es war nicht absurd genug.

 

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Neues aus dem Reich der Innovationen: endlich mal ein kaum erklärungsbedürftiges Produkt

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Dafür würde ich gerne PR machen:

 

Die Birne von Microsoft: ein eigenes Tablet unter dem Namen Microsoft Surface

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Nicht nur oberflächlich betrachtet hat das heute Nacht angekündigte Microsoft Surface Tablet das Zeug zum iPad-Killer: eine Windows 8-Maschine, die gut aussieht, funktional erscheint und kompakt ist. Wenn Microsoft es jetzt noch schafft, die Entwickler zur Programmierung brauchbarer Apps anzutreiben, dann wird Microsoft nach Jahren mal wieder so sexy, wie es früher einmal war. Das Video, das heute vermutlich überall läuft:


Und hier gibt’s mehr dazu: http://tcrn.ch/MJXy6E

Nachtrag:

Die Netzgemeinde streitet seit letzter Nacht über die Zukunftsaussichten von Surface. Und ich bin davon überzeugt: es wird ein Erfolg! Und es ist auch die letzte Chance Windows ins mobile Zeitalter hinüber zu retten.

Natürlich sind viele Dinge noch unklar: wie lange wird der Akku durchhalten, welche Wireless-Technologien werden implementiert? Wann kommt das ganze auf den Markt? Was werden die beiden alternativen Geräte kosten (manspekuliert über rund 600 $ für die kleine Win 8 RT-Variante und rund 1000 $ für die große mit Full Win 8 und Intel-Architektur. Und vor allem: werden unabhängige Softwareentwickler auf Win 8 und Metro aufspringen?

Aber das ist alles gar nicht so entscheidend. Wirklich wichtig ist, dass Microsoft gemerkt hat, dass man sich in Zeiten, in denen nicht mehr zwischen Produktivitätswerkzeugen fürs Büro und Markenkonsumartikeln für den Privaten unterscheiden kann,  nicht länger auf die Rolle des Softwarelieferanten mit starken OEM-Partnern zurückziehen kann. Microsoft will ernsthaft eine Consumer-Marke werden und dies geht nur, wenn man eigene Hardware unter eigenem Markennamen verbreitet. Das wird natürlich ein Balance-Akt, will man Dell und HP nicht verärgern. Andererseits haben gerade die engsten OEM-Partner von Microsoft im Consumer-Geschäft in den letzten Jahren arg geschwächelt. Microsoft tut also gut daran, sich hier selbst zu positionieren.

Man darf hier Ballmers Leuten viel Mut wünschen. Ddas Gerücht, Microsoft werde die Surface Geräte nur in eigenen Shops und eigenen Online-Kanälen vertreiben, könnte sich bewahrheiten: so schlägt man drei Fliegen mit einer Klatsche:

1. Man tut sich mit Flagship Stores leichter, die eigene Markenidentität zu entwickeln

2. Man kann trotz hohen Entstehungskosten preisagressiv im Markt auftreten

3. Man verhindert eine offene Kannibalisierung mit den Vertriebskanälen der OEM-Partner.