Archiv der Kategorie: Aus der IT-Branche

OXID esales auf der dmexco

dmexco 2017: Eine Messe schafft sich ab

Ja, die dmexco ist eine spannende und für Besucher lohnende Messe. Nein, die dmexco wird wohl in diesem Jahr keine Besucherrekorde schreiben. Ja, die dmexco macht Spaß. Nein, die Aussteller der dmexco sind nicht durchgängig zufrieden. Und weil wir positiv denken sollen jetzt noch zwei ganz große „Ja“ folgen:

JA, die dmexco ist eine Marketing-Messe. Und JA, die dmexco ist eine Technologiemesse.

Dieser Doppelcharakter macht die dmexco letztlich aus: Marketing wird immer techniklastiger. Marketing wird immer zielgruppenaffiner und immer mehr automatisiert. Und wenn man nur ein klein wenig Phantasie mitbringt, so sieht man: Marketing braucht künftig immer weniger Marketing-Leute. Und das liegt an der Kette:

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Mustang Oldtimer

Journalismus damals und heute

Journalismus damals und heute – eine kritische PR-Zeitreise

25 Jahre mit Höhen und Tiefen

vibrio25

„Früher war alles besser und einfacher“ – ein beliebter Gemeinplatz im Journalismus. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit. Auch für PR-Berater. Die Medaille hat aber zwei Seiten, und darum beleuchten wir beide anlässlich des 25-jährigen Bestehens der vibrio Kommunikationsmanagement Dr. Kausch GmbH an dieser Stelle.

Innerhalb der Journalisten-Zunft gibt es unterschiedliche Typen mit unterschiedlichen Erfahrungswerten. Wir machen es uns einfach und picken uns einen der erfahrensten Redakteure heraus, mit denen wir in den vergangenen 25 Jahren zusammenarbeiten durften.

Im beschaulichen Pfaffenhofen an der Ilm lebt und arbeitet Frank Michael Schlede, der sein Talent schon bei namhaften Verlagen wie Markt & Technik, AWi bzw. Konradin und IDG beweisen konnte.

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Geburt einer PR Agentur

25 Jahre vibrio – die schwere Geburt einer PR-Agentur

Die Geburt einer PR-Agentur kann eine Zangengeburt sein. Bei vibrio war das so. Vor ziemlich genau 25 Jahren. 

vibrio25vibrio wird in diesen Wochen 25 Jahre jung. Als ich im Herbst 1992 die Agentur gründete, tat ich dies unter dem Namen KOMMA, Kommunikationsmanagement Dr. Kausch GmbH. Und ein schönes türkisfarbenes Komma war das Logo der neuen kleinen Agentur am Rande der großen Stadt. Schließlich war das Komma nicht nur ein wunderschönes Satzzeichen und stand stellvertretend für schöne Texte, sondern es eignete sich auch ganz wunderbar als Abkürzung für KOMmunikationsMAnagement.

Und genau das wollte ich tun: nicht nur Pressearbeit, nicht nur Public Relations, nein – ich wollte Unternehmen bei der Konzeption und Realisierung ihrer Unternehmenskommunikation helfen. Denn eine moderne und erfolgreiche Unternehmenskommunikation erfordert eine integrierte Strategie für alle Bereiche des Marketing-Mix: für Pressearbeit, für Werbung, Dialogmarketing, Event- und Messemarketing, für Corporate Publishing und und und …

Geburt einer PR-Agentur
Slobodanka Teodorovic, die erste Angestellte der Agentur im ersten Büro der Agentur vibrio.

Diesen integrierten Ansatz habe ich aus meiner Zeit als Leiter Marketingkommunikation beim Software-Giganten Microsoft mitgebracht. Insofern waren wir unserer Zeit weit voraus. Schließlich diskutieren wir heute im Storytelling auch ein alle Marketing-Bereiche übergreifendes Content Management.

Markenrechtlich waren wir der Zeit leider nicht voraus. Und das hätte fast zum frühen Kindstot der kleinen Agentur am Rande der großen Stadt geführt. Und das kam so …

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Gastbeitrag von Ralf Koenzen, Gründer & Geschäftsführer von LANCOM Systems

Bundesregierung hält Wort: Kein Verkaufs-Stopp für WLAN-Produkte

Vergangene Woche ging hierzulande ein monatelanges Tauziehen um den Marktzugang für Funkprodukte zu Ende. Auslöser war die Radio Equipment Directive (RED) – eine neue EU-Richtlinie, die verbindliche technische Anforderungen an Funkanlagen beschreibt. Ab 13. Juni 2017 muss die RED von allen Herstellern von Funkanlagen – darunter auch WLAN-Router und Smartphones – angewendet werden.

Doch der Übergang zur neuen EU-Richtlinie läuft alles andere als „harmonisch“. Angesichts eines schleppenden Umsetzungsprozesses auf EU-Ebene drohen verheerende Folgen für Hersteller, Markt, Anwenderunternehmen und Konsumenten (siehe dazu mein Blog-Beitrag vom 19.12.2016, der die Problematik ausführlich darstellt). Aufgrund von fehlenden harmonisierten Standards könnten viele Funkprodukte sukzessive aus dem Handel verschwinden, da ein Nachliefern nicht mehr möglich wäre.

LANCOM Router

Keine Abhilfe seitens der EU-Kommission

Angesichts der äußerst schwierigen Situation haben sich nationale Regierungen, Interessensverbände, Standardisierer und Hersteller in selten gekannter Einigkeit bei der Europäischen Kommission dafür stark gemacht, die Übergangsfirst von der Vorgängerrichtlinie (R&TTE) zur RED um ein bis zwei Jahre zu verlängern und damit ausreichend Zeit für die Bereitstellung der harmonisierten Normen zu erhalten. Leider jedoch ohne Erfolg. Schlimmer noch: eine von der Kommission Anfang April veröffentlichte „Klarstellung“ legt den Schluss nahe, dass das wahre Ausmaß des Problems in Brüssel nach wie vor nicht verstanden wurde.

Neues Funkanlagengesetz schafft Klarheit

Auch die Bundesregierung – allen voran Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskanzleramt – stand seit Monaten im engen Austausch mit der EU-Kommission, um den drohenden Verkaufs-Stopp für zahlreiche Funkprodukte doch noch abzuwenden. Doch selbst der dringende Appell von Bundeswirtschaftsministerin Zypries an die EU-Kommission lief ins Leere.

Zumindest für Deutschland kann jedoch jetzt Entwarnung gegeben werden. Auf Initiative von CDU, CSU und SPD – und nach einer entsprechend klaren Stellungnahme des Bundesrats im März 2017– sprach sich der Wirtschaftsausschuss des Bundestags letzte Woche für eine Änderung des geplanten Funkanlagengesetzes aus. Diese Änderungen sorgen dafür, dass Funkprodukte auch bei fehlenden harmonisierten Standards wie gewohnt weiter von uns Herstellern verkauft werden dürfen. Mit dem Funkanlagengesetz (FUAG) wird die RED in nationales Recht umgesetzt. Es ersetzt das bisher geltende Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG).

Bundestag stimmt zu

Letzte Woche nahm der Bundestag das FUAG an. Inklusive der für uns elementaren,  eingebrachten Formulierung, die bewusst von der RED abweicht: „Funkanlagen, die mit bislang geltenden harmonisierten Normen übereinstimmen, dürfen auch nach dem 12. Juni 2017 bis zur Veröffentlichung aktueller harmonisierter Normen in Verkehr gebracht werden.“ [Seite 5].

Damit hat die Bundesregierung Wort gehalten und für Deutschland den drohenden Lieferstopp für Funkprodukte abgewendet. Alle Funkprodukte – inklusive WLAN- und LTE-Geräte – sind auch nach dem 12. Juni weiterhin wie gewohnt erhältlich. Sie wendet damit unschätzbaren Schaden von Herstellern, Handel und auch Anwendern ab.

Bleibt zu hoffen, dass auch die EU-Kommission auf den letzten Meter noch einlenkt und eine europaweite Lösung herbeiführt. Knapp sieben Wochen Zeit hat sie noch.

Abschied von den ERP-Suiten von SAP und Oracle?

Ein Versprechen der Cloud-Ära war, dass Systeme wie ERP-Suiten billiger und besser von externen Dienstleistern gepflegt werden können. Die Planungssoftware geht den Weg der Commoditization, ihr Betrieb ist nicht mehr eine Kernaufgabe des Unternehmens, sondern eine Ressource, die zugekauft werden kann. Eine Umfrage der IDG unter europäischen IT-Entscheidern zeigt, dass zwar einerseits Unzufriedenheit mit dem Support der ERP-Suiten bei Unternehmen aller Größen herrscht, dass es aber vor allem diejenigen Firmen sind, die dem Mittelstand deutlich entwachsen und noch nicht in der Welt der weltweiten Großkonzerne angekommen sind, die ihrem Unmut Taten folgen lassen: 54 Prozent aller Unternehmen mit zwischen 5.000 und 10.000 Mitarbeitern wollen diesen Schritt gehen.

Unzufrieden mit dem Support für ERP-Suiten
Unzufrieden mit dem Support für ERP-Suiten

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Radio-PR wird gerne unterschätzt. Ein Fallbeispiel.

Wie kommunizieren Unternehmen heute ihre Botschaften? Wer nur an Social Media, Blog und Website, Print- und Online-PR denkt, verpasst einen Klassiker, der ein wenig in Vergessenheit geraten ist: das Radio. Media-Etats enthalten zwar regelmäßig Budgets für Radiowerbung, aber für die PR wird das Medium nur selten verwendet. Dabei bietet es einen guten Weg, auch anspruchsvollere Themen anzusprechen. Auf diesem aktuelle Beispiel haben wir gerne gearbeitet: den Beitrag zum „Talk like a pirate day

Radio-PR Schmuckbild
Die Zeit, in der Radio-PR aus so ansprechend designten Geräten klang, sind meist vorbei.

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Veränderungen in der Software-Nutzung

Erinnern Sie sich an die Zeit, wo man seine Office- oder Grafiksoftware noch aus einem P2P-Portal bezog und so lange nach einem Lizenzschlüssel gesucht hat, bis man auf einer kyrillisch betexten Seite fündig wurde? Das ist schon eine Weile her, nicht? Die Software-Nutzung verändert sich ähnlich rasant wir die Technologie. Es gibt ein paar Ursachen dafür, und es zeigt sich in einer Reihe von Daten. Im Wesentlichen sind es drei Gründe, warum in Deutschland nur noch wenig Software ohne Lizenz verwendet wird: SaaS-Abos, Security-Sorgen und die Tatsache, dass bei privaten Anwendern ein Trend weg vom PC und hin zu mobilen Endgeräten besteht (Bonus-Fakt: Tablets sind out. Der Endanwender von heute nutzt ein großes Smartphone).

Studie weltweite Software-Nutzung
Weltweit wird Software genutzt. Eine Analyse zeigt Änderungen des Software-Nutzungs-Verhalten.

Diese drei Gründe haben dazu geführt, dass in Deutschland 2015 nur noch 22 Prozent aller Software ohne Lizenz zum Einsatz kam. Das sind angesichts des deutschen Markts keine Peanuts; 1,5 Mrd. Euro hätten diese Programme gekostet, wären sie ordnungsgemäß gekauft worden. Doch es bleibt ein historischer Tiefstand, der fast sich zwingend aus den oben erwähnten Markttrends ableitet:

1)    SaaS kommt milliardenschwer

Laut der IDC war der weltweite Markt für Software-as-a-Service Produkte schon 2014 etwa 48,4 Mrd. US-Dollar groß, und soll bis 2019 auf 112,8 Mrd. USD wachsen – er macht dann über ein Fünftel des weltweiten Softwareumsatzes aus. Gartner nimmt an, dass 2020 vier von fünf Software-Herstellern auf diese Technologie setzen.

2)    Security bringt Compliance in die Software-Nutzung

Je zentraler die IT für die Wirtschaft wird, desto mehr Bedeutung bekommt die Security auf der Prioritätenliste der CIOs. Die Folge: ihre Ausgaben für diesen Bereich steigen (sagen 64 Prozent). Unlizenzierte Software als Risikofaktor kommt nicht mehr auf das Netzwerk, zumindest ist die Security für jeden zweiten der Grund dafür, dass ordentlich lizenzierte Software verwendet wird . Auch der Weg in die Cloud (siehe Punkt 1) treibt die Security.

3)    Im Büro bleibt der PC, zuhause weicht er dem Smartphone

Wenn man die Gartner-Marktzahlen ansieht, könnte man meinen, der PC ist ein Auslaufmodell. Im ersten Quartal 2016 wurden 9,6 Prozent weniger Geräte verkauft als noch ein Jahr zuvor. Die IDC sieht im Quartal davor sogar einen Rückgang um 10,6 Prozent. Es scheint, dass die Anwender stattdessen mobile Endgeräte nutzen – doch nicht etwa Tablets (deren Absatzzahlen ebenfalls sinken auf 39,6 Millionen Stück, so Gartner bzw. 44,7 Millionen, wenn man der IDC glaubt), sondern große Smartphones

Doch wieder jeder weiß, der schon einmal eine sorgfältig formulierte Business-Mail auf seinem iPhone tippen musste:  Das smarte kleine Gerät ist im Beruf kein Ersatz für den PC. Entsprechend sind die Rückgänge bei PC-Verkäufen ein Phänomen des privaten Endverbraucher-Segments. Dort sinken die um 22 Prozent, während sie im Unternehmenssegment um 6 Prozent steigen.

Europäischer Einsatz unlizenzierter Software
Europäischer Einsatz unlizenzierter Software

Der Fokus des PCs verlagert sich also auf den Arbeitseinsatz, und mit dieser Professionalisierung geht auch eine Legalisierung einher. Organisationen wie die BSA wissen schon länger, dass der Business-Bereich historisch einen geringeren Anteil an unlizenzierter Software verwendet. Die zunehmenden Security-Bedenken, die betriebswirtschaftliche Verwaltung des Software-Bestandes in SAM-Prozessen (Software Asset Management) und nicht zuletzt die Software-Nutzung der flexiblen und unkomplizierten Cloud-Angebote unterstützen diesen Trend weiterhin. Wie ausgeprägt diese Entwicklung weltweit ist, zeigen die Zahlen der BSA Global Software, erschienen im Mai 2016:

Es könnte sein, dass die Zeit des Wilden Westens und seiner Piraten (man verzeihe die durcheinander geratene Metapher) bald genau so Vergangenheit ist wie ihre historischen Vorbilder.

Foto: iStock.com/cybrain

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Die Cloud bläst vom Pazifik (TPP) zum Atlantik (TTIP)

Die beiden großen Freihandelsabkommen, die in unserer politischen Debatte einen wichtigen Platz einnehmen, sind aus vielen Gründen entscheidend für die Zukunft, sei es wegen ihrer Vorteile oder Schwächen, trotz oder wegen ihres Zustandekommens. Dies gilt in einem Punkt besonders, der weniger beachtet wird als etwa die Frage der Schiedsgerichte oder die Geheimniskrämerei der Verhandlungen: die Frage von Datentransfers, Datensicherheit und Datenschutz in der Cloud.

Daten-Cloud Scorecard
Die Vermessung der Cloud.

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Neuer PR- und Social-Media-Etat für vibrio: FACTON schafft Fakten

FACTON
Neuer Kunde bei vibrio: EPC Software-Hersteller FACTON

Wir freuen uns über einen neuen Kunden: zum 1. April 2016 haben wir die Öffentlichkeitsarbeit für das in Potsdam ansässige Softwareunternehmen FACTON übernommen.

FACTON entwickelt und vermarktet Enterprise Product Costing (EPC)-Software für die Automotive-, Aerospace-, Maschinenbau- und Elektronik-Industrie. FACTON EPC standardisiert die Kalkulationsmethoden bereichsübergreifend sowie unternehmensweit und integriert somit die Kalkulationswerkzeuge der unterschiedlichen Abteilungen in einer einzigen Kalkulationsanwendung. Die Produktkostenkalkulation wird damit einfacher, schneller und weniger fehleranfällig.

Business-PR im Fokus

Dieser Nutzen soll gemeinsam mit vibrio künftig nicht nur an IT-Entscheider, sondern verstärkt auch an Geschäftsentscheider kommuniziert werden.

Iris Wedepohl, Senior Marketing & PR Manager der FACTON GmbH: “Wir haben uns für vibrio entschieden, weil wir hier einerseits eine ideale Verbindung von klassischer PR-Erfahrung und moderner Social-Media-Kompetenz gefunden haben, und andererseits uns die Kombination aus Technologie- und Wirtschaftskompetenz überzeugt hat.“

Dr. Michael Kausch, Inhaber und Geschäftsführer von vibrio: „Wir freuen uns mit FACTON ein Unternehmen betreuen zu dürfen, das sich durch Innovationskraft und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung auszeichnet. Eine besondere Herausforderung sehen wir darin, den Nutzen der innovativen technischen EPC-Lösungen im Rahmen unternehmerischer Strategien zu Industrie 4.0 und Internet der Dinge herauszuarbeiten.“

Fakten zum Neukunden

Die FACTON EPC Suite ist die führende Enterprise Product Costing (EPC)-Lösung für die Automotive-, Aerospace-, Maschinenbau- und Elektronik-Industrie. Ihre spezifischen Lösungen erfüllen umfassend die Anforderungen des Top Managements und der einzelnen Fachbereiche im Unternehmen. Durch eine unternehmensweit einheitliche, standort- und abteilungsübergreifende Kalkulation ermöglicht FACTON EPC höchste Transparenz bei den Produktkosten über alle Phasen der Produktlebenszyklus. Unternehmen beschleunigen ihre Kostenkalkulation, erreiche eine hohe Kostengenauigkeit und sichern sich dadurch ihre Profitabilität.

Die FACTON GmbH wurde 1998 gegründet und ist an den Standorten Potsdam, Dresden, Stuttgart und Detroit (USA) vertreten. Seit 2006 wird das innovative Unternehmen von Hasso Plattner unterstützt, dem Gründer und Aufsichtsratsvorsitzenden der SAP AG. Zum internationalen Kundenportfolio zählen unter anderem Airbus, Behr, Deutz, MANN+HUMMEL und Porsche sowie andere namhafte OEMs.

 

 

 

Der Apple als Hüter verborgenen Wissens – das FBI als Schlange im Garten Eden

Es verspricht einer der entscheidenden Rechtsfälle der digitalen Welt zu sein. Erst 2014 hatte Apple sein iPhone quasi unhackbar gemacht (nicht zuletzt wegen der Schnüffelei durch die Sicherheitsbehörden). Nun hat das FBI verlangt, diesen Schutz soweit zu schwächen, dass es dennoch Zugriff erhalten kann. Die Behörde hat sich einen unzweifelhaften Fall ausgesucht, um diesen Präzedenzfall auszufechten; den eines islamistischen Terroristen auf US-Boden. Doch das sollte nicht hinwegtäuschen darüber, dass Apple hier um jedes Smartphone auf der Welt kämpft. Wenn die Sicherheitsbehörden hier Zugriff einklagen können, dann sicher auch auf jedes andere Gerät. Es ist kein Wunder, dass die gesamte IT-Branche sich hinter dem Branchenprimus schart. Auch die deutschen IT-Größen sollten Apple unterstützen. Zwar haben sie mit den deutschen Datenschutzgesetzen einen Standortvorteil, der durch ein Pro-Apple-Urteil geschwächt werden könnte, doch es wäre naiv zu glauben, dass eine nationale Insel der Daten-Glückseligkeit Bestand haben könnte. Die digitale Welt ist zu vernetzt, als dass der rechtliche Anspruch auf Backdoors an der Grenze Halt macht.

Apple wurde gehackt und setzt jetzt auf den Datenschutz
Ein wehrhafter Apple hackt sich nicht so leicht. Foto unter CC von Publishing House Mérida

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