Archiv der Kategorie: Aus der Community

Netzgemüse gibt den Takt – „Ohne Jauch gehts auch“ den Kick

Tag zwei der re:publica ist voll im Takt – vor allem, wenn @netzgemuese erst mal loslegt. Abends zog „Ohne Jauch geht’s auch“ die Menschen an, um ihnen einen Kick zu geben – „Kreative, ihr müsst etwas ändern an den Arbeitsbedingungen“. Überhaupt – schon der morgendliche Auftakt mit Teresa Bücker, unter @fraeulein_tessa für Gleichberechtigung und Veränderung der Arbeitswelt twitternd, war ein Anstoß zum „Arbeits-“ Welt-Verändern.

Veränderte Arbeitwelten mit und durch das Internet

Wissenschaftlich fundiert, mit zahlreichen Zitaten versehen und belegt, schildert Teresa Bücker in der ersten Sesssion auf Stage 1, wie unverantwortlich wir uns auf die – auch durch das Internet ! – veränderten Arbeitsbedingungen einlassen, wie wenig wir uns wehren gegen die Art der Ausbeutung, teilweise auch Selbstausbeutung. Ein bisschen abgehoben wirkt es, und doch steckt so viel Grundlegendes darin, dass es jeder Politiker, jeder Arbeitgeber kennen und wissen sollte. Es schafft zudem die Klammer des heutigen Tages über die Defizite der an die veränderten Bedingungen angepasten Bildungsarbeit hin zum Apell der „Gegen-Talker“ am Abend:

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re:publica Tag 2 handelt von Journalisten, Arbeitslosen, Bratwürsten und Künstlern

re:publica 13 Zusammenfassend kann ich festhalten, dass der gestrige Tag ein guter war: Ich hatte das Glück eine Session-Auswahl mit guten Referenten, engagierten Moderatoren und abwechslungsreichen Themen zu treffen. Lesern sei mitgeteilt, dass es gar nicht so leicht ist eine Auswahl zu treffen, da oft bis zu 15 Sessions parallel stattfinden, die sich teilweise zeitlich überlappen. Zwar hilft die laufend aktualisierte App bei der Auswahl, aber die nunmehr zweitägige Erfahrung zeigt, dass weder Prominenz der Referenten noch das vermeintlich spannende Thema Garantie für einen guten Vortrag oder Workshop sind. Wieder zeigt sich: die wirklichen Perlen liegen oft am Rande.

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Auf zum Klassentreffen oder was die #rp13 wirklich ist

Eigentlich fing ja alles schon viel früher an, dieses #rp13-Ding, also die re:publica.
Genau genommen schon letztes Jahr mit den Berichten der re:publica 12, die ich auslassen musste. Aber für 2013, da hatte ich es mir fest vorgenommen, da fahr ich (wieder) nach Berlin. Die ersten Tweets liefen im Herbst – die Facebook-hinweise folgten, und endlich war es soweit: die virtuelle Kasse geöffnet. #rp13, ich komme!

Erste Hürde:Ticketkauf
Pustekuchen, so einfach war es nicht zu schnappen – durfte jeder diesmal ein sehr handgestrickt wirkendes Buchungssystem nutzen, von dessen Seite zunächst noch nicht einmal eine Quittung respektive Rechnung zugesagt wurde über den Erwerb. Aber ich bin ja nicht kleinlich oder nachtragend – sonst hätte ich mich da schon davon verabschieden müssen, jetzt in Berlin zu sitzen. Nun denn, ich nahm mir die Zeit, ich eroberte ein Ticket, und ja, ich erhielt es auch. Als pdf. Wie – fein? Nunja. Nicht. So fein, dass ich mir dieses pdf fast ein halbes Jahr später – ich hatte es NICHT ausgedruckt – selbst wieder als Mail-Anhang schickte, um es dann am ersten #rp13 Tag digital vorweisen zu können. #saveTheTrees oder so. (Weil der ganze Strom den wir geeky #rp13People verbrauchen dafür ja so viel sauberer ökologischer gewonnen wird.

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re:publica Montag oder was vom Tage übrigblieb

re:publica 13
Gut los ging der Tag, weil wir uns die richtige Einlasssstrategie zurecht gelegt hatten: Pünktlich um 20 nach 8 schlugen wir am Eingang auf um unser Bändchen zu ergattern. Unsere Wartezeit beschränkte sich dadurch auf rund 10 Minuten vor der Schranke und rund 5 Minuten am Counter und danach hatten wir bis zum offiziellen Beginn noch eine gute Stunde Zeit zum frühstücken. Guter Plan!

 

re:publica 2013 warten vor der schranke
re:publica 2013 warten vor der schranke

Der anschließende Eröffnungsauftritt der Organisatoren war notwendig, aber nicht der Rede wert. Erwähnenswert lediglich der Hinweis auf das Thema Netzneutralität und den in Paris in Abschiebehaft genommenen Referenten aus Madagaskar. Wie ein schlechter Scherz mutet an, dass er abgeschoben werden soll, weil sein Hotelnachweis nicht auf Papier, sondern lediglich digital vorliegt (wenn ich es richtig verstanden habe).

Zwei geplante Veranstaltungen musste ich ausfallen lassen; ein Workshop war so überfüllt, dass trotz fast pünktlichem Eintreffens die Teilnehmer bereits hinter (!) der Leinwand Platz nehmen bzw. stehen mussten. Auf dem Weg in einen anderen Vortrag wurde ich von alten Bekannten abgehalten, die mir schweißgebadet empfohlen, nicht in den Vortrag zu gehen um Sauerstoffmangel und Hitzschlag zu vermeiden. Damit sind die Rahmenbedingungen der Veranstaltung auch gut beschrieben: Spontanität und Flexibilität sind notwendig – auch um sich von lieben Kollegen zu trennen, die man ja im Laufe der Tage nochmal trifft, weshalb nicht alles sofort beredet werden muss. Zumal interessante Sessions warten.  Weiterlesen

Kauf dir einen Shitstorm! Ein Graf vermarktet Shitstorms ab 4.999,- €

Die Macher des Shitstorm

Jetzt kann man ihn also kaufen – den Shitstorm nach Maß! Die Agentur Caveman des Grafen Lutz zu Dohna (Betriebswirt) und seiner Mitstreiter Oliver Bienkowski (Lichtkünstler) und Katarina Lischka (Cosplay Künstlerin) preist einen Shitstorm im Komplettpaket an:

Werbung für den Shitstorm

Für knapp 5.000 Euro bekommt man also 100 Kommentare und 150 Likes, größere Stürme erfordern freilich größere Gelder.

Der Candystorm – der Sportpalast des Social Media Zeitalters

Natürlich gibt es auch das Gegenteil des Bösen, den Candystorm, also die „Lobhudelei auf Bestellung“. Offener wurden Claqueure wohl niemals beworben: „Liebe = Der Endzweck der Weltgeschichte – das Unum des Universums. Sagen Sie doch einer Person Ihrer Wahl das Sie SUPER ist. Wir werden Ihre Zielperson behandeln wie einen Nobelpreis Gewinner.“ (Quelle)

Ja habt Ihr sie noch alle?

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Besoffen in der Wall Street toppt Katzenbilder auf Facebook

Die Kollegen des von mir sehr geschätzten Facebook Analyse-Tools Fanpagekarma haben herausgefunden, welche Facebook-Seiten zur Zeit am schnellsten wachsen. Nach Branchen bzw. Themen ergibt sich dabei folgendes Bild:

(Bild: Fanpagekarma)

Am schnellsten wachsen demzufolge derzeit Facebook-Angebote zum Thema Finanzen, gefolgt von Alkohol- und Reise-Seiten. Dabei kann das Wachstum durchaus bei mehr als 2 Prozent pro Woche liegen (gemessen in Anzahl der Fans). Die schlechtesten 10 Prozent der untersuchten Facebook-Angebote kommen gerade mal auf ein Wachstum von durchschnittlich 0,06 Prozent pro Woche. Wenig überraschend: nicht nur die Themen scheinen eine Rolle zu spielen, sondern auch die Interaktionsrate, das „Engagement“ der Fans: wo viel geshared und kommentiert wird, da kommen auch neue Fans.

Kurz: die beliebten Katzenbilder auf Facebook könnten ja vielleicht durch Street Photography besoffener Wallstreet-Junkies ersetzt werden. Einen Versuch wäre es allemal wert …

Twitter feiert heute seinen siebten Geburtstag. Eine Zwischenbilanz

Am 21. März 2006 tippte Twitter-Co-Gründer Jack Dorsey den Satz „Just setting up my Twtr.“ in die Maschine und damit war der erste Tweet in der Welt. Eine schöne Geschichte zu Twitter haben Ole ReißmannKonrad Lischka und Christian Stöcker schon vor zwei Jahren in SPIEGEL ONLINE zusammengetragen. Das braucht man nicht zu wiederholen. Aber man kann es gut wiederlesen: zum Artikel!

Ich bin seit Mai 2009 dabei (https://twitter.com/michaelkausch): in der Regel mit Hinweisen zu aktuellen Studien und Artikeln, die ich für wichtig halte und die also Themen betreffen, die für mich relevant sind: das reicht dann von der PR über Social Media Marketing bis zu Kultur und Politik.

Manchmal freilich sind’s auch eher  Querschläger und krude Geistesblitze oder Geisterbilder. Und wenn ich in Urlaub fahre gibt es eine Art Urlaubstagebuch mit überraschenden Ansichten, so etwa zu isländischen Stadtplänen mit Hinweisen auf Trollbehausungen, lettische Zeitgeschichte oder ähnlichen Dingen.

Wen das interessiert? Das ist mir eigentlich egal. Es sind wohl Leute, die ähnliche Interessen verfolgen wie ich, die also einige Dinge in meinem Twitter-Stream als lesenswert, andere für überflüssig erachten werden. Es sind durchaus auch einige Menschen und Institutionen, die in meiner Branche über einige Reputation verfügen. Ja, ich freue mich, dass einige Bundestagsabgeordnete (aus unterschiedlichen und mir durchaus nicht immer nahe stehenden Parteien) zu meinen Followern gehören, oder Medien wie CNN, Kress und Freitag, Unternehmen wie Microsoft und LG, Kollegen wie Joachim Graf, Michael Praetorius und  die Kollegen vom PR Journal. Und ich bemerke bei diesen wichtigen Accounts auch, wer wirklich liest (und nutzt) und wer mich nur „höflich“ auf seiner Freundesliste führt.

Für mich selbst ist Twitter ein nettes Tool, das mich überraschen soll. Man liest ja nicht alle Tweets. Wenn etwas wirklich wichtig ist, dann ist Twitter viel zu stark gefiltert, als dass es ein zuverlässiger Kanal wäre. Twitter ist ein ganz wunderbarer Kanal zur Themenfindung und ein miserabler Kanal zur Verifizierung von Geschichten.

Twitter ist ein Spaziergang durch die Kaffee-Bar

Anlässlich meines „Einjährigen“ bei Twitter habe mein Twitterverhalten mal so beschrieben:

„Wann immer ich mal ein paar Minuten Zeit habe “blättere” ich in meiner Twitter Timeline. Hierfür habe ich Twitter in mein individuelles Standard-Online-Portal bei Netvibes eingebunden und lasse ich mir dort nur diejenigen Twitterer anzeigen, die ich auf meiner privaten “Wichtel”-Liste eingetragen habe. Ich folge vielen und lese – in der Regel – doch nur ausgewählt. Das ganze ist für mich so, als würde ich auf einer Fachkonferenz in der Kaffeepause durch die Reihen der Besucher laufen und mal hier mal da ein paar Brocken aufschnappen. Und das schöne dabei ist, dass ich ganz alleine bestimmen kann, wer auf dieser Konferenz anwesend ist und wer nicht. Ich habe das “Hausrecht”. Ich erfahre, was die Leute, die mich interessieren, gerade beschäftigt und so erfahre ich viel Überraschendes, was mein eigenes Agenda Setting immer wieder mal kräftig durcheinanderwirbelt und meine Weltsicht durchlüftet. Das ist vielleicht sogar die wichtigste Funktion von Twitter für mich. Schließlich konfrontieren wir uns selbst im Google-und Pull-Informationszeitalter immer häufiger mit aktiv Gesuchtem und deshalb nur wenig Überraschendem.“ (Quelle)

Daran hat sich in den letzten Jahren wenig geändert: Twitter ist für mich noch immer primär ein „Impulsgeber“. Beruflich analysiere ich die twitter-Welt natürlich heute auch sehr ausführlich: Wer bestimmt welche Themen? Wer dominiert Meinungsbildungsprozesse im Twitter-Universum? Wie pflanzen sich News und Meinungen in Twitter und anderen sozialen Medien fort? Für meine Agenturkunden identifizieren wir die wichtigsten Meinungsbildner in Twitter ebenso, wie die wichtigsten Journalisten in den klassischen Medien. Und wir versuchen dann zu diesen Multiplikatoren direkte Beziehungen aufzubauen. Das ist Relation Management, klassische Öffentlichkeitsarbeit, modernes Social Media Marketing.

Die individuelle Bedeutung von Twitter schwankt. Ich habe das Gefühl, dass Twitter für mich ein wenig an Bedeutung verloren hat. Dafür haben Facebook, GooglePlus, aber auch LinkedIn und zum Teil sogar Xing in den letzten Monaten bei mir an Viralität zugelegt. Bei anderen mag das aber anders aussehen. Und in einem Jahr mag sich die Situation auch schon wieder anders darstellen.

Meine wichtigsten Twitter Tools

Heute gibt es zahlreiche gute und wertvolle Tools um Twitter effizient einzusetzen. Hier sind meine aktuellen Favoriten:

  • Mein Redaktionssystem: Hootsuite (für Twitter und andere soziale Medien)
  • Mein Tool zum Themenmonitoring (für Twitter und andere soziale Medien): netvibes
  • Meine Twitterwall zur Event-Organisation: Tweetwally
  • Mein Tool zur Analyse und Pflege meiner Twitter Community: Socialbro
  • Meine Twittersuchmaschinen: Topsy, Twittersuche (Tipps hier) und Google
  • Relevante Analyse-Tools: TweetstatsTwittercounterbrandtweetfollerme, vibrio Monitor (das eigene professionelle Monitoring-Tool meiner Agentur auf Basis von netbreeze).

Natürlich gibt es weitere hilfreiche Tools. Aber das ist mein Master Set; vielleicht nicht grad für die nächsten sieben Jahre, aber sicherlich für die nächsten sieben Monate. Jedenfalls habe ich den Spaß an Twitter und das Interesse nicht verloren. Auf geht’s  in die nächsten sieben Jahren!

Praxis und Tools des Social Media Monitoring – ein Tag #somofo

Angeregte Gespräche in den kurzen Pausen auf dem #somofo
Angeregte Gespräche in den kurzen Pausen auf dem #somofo

Vier Social-Media-Monitoring-Anbieter im direkten Vergleich, insgesamt sechs in der Ausstellung und neun Referenten bot das Social Media Monitoring Forum (Hashtag #somofo) von Kongress Media am vergangenen Mittwoch in München auf. Im Publikum tummelten sich ca. 40 Vertreter von Unternehmen, Agenturen, Verlagen, Ausschnittdiensten und öffentlichen Organisationen. Das dürfte also schon ein mittleres Who-is-Who der Branche gewesen sein. Nachdem vibrio seinen Kunden auch Social-Media-Monitoring-Leistungen anbietet, war es quasi Pflicht für mich, auf der Veranstaltung zu erscheinen.

Zwischen Technikeuphorie und Realitätsbezug

Zunächst ist festzustellen, dass das Thema Social Media Beobachtung im Moment wohl zwischen Euphorie über die technische Machbarkeit und nüchterner Einschätzung des Wertes und der Bedeutung der tatsächlichen Ergebnisse schwankt. Anna-Maria Zahn (@anmaza99) vom Forschungsweb (@ForschungsWeb) zeigte in ihrem Eröffnungsvortrag nochmal die breiten Einsatzmöglichkeiten nicht nur für die Kommunikation, sondern auch für andere Bereiche und Prozesse im Unternehmen auf. Umgekehrt dazu stehen Umfragen, die belegen, dass es in deutschen Unternehmen nach wie vor an Zeit und Budget für Social Media und erst recht das Monitoring mangelt. (siehe Anwenderstudie von Forschungsweb, wo online?).

Insgesamt neun Fachvorträge waren auf dem #somofo geboten.
Insgesamt neun Fachvorträge waren auf dem #somofo geboten.

Melanie Arens von TNS Infratest holte die Zuhörer wieder auf den Boden der Realität zurück. Sie präsentierte Studien, die erneut belegten, dass die Deutschen verglichen mit dem Rest der Social-Web-Welt ein schreib- und kommentierfaules Völkchen sind, ergo bilden die Ergebnisse des Monitorings nur einen kleinen Ausschnitt der Bevölkerung ab – sie sind also weit entfernt davon, repräsentativ zu sein. Für Diskussionen in Social Media sorgen vor allem die Influencer, von denen knapp 80% mit eigenen Beiträgen für Inhalte sorgen, sowie die Communicators, die diese Inhalte weiterverbreiten.

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Tipp: Die schnelle Facebook Landing Page – So geht’s!

vibrio facebook landing page

Vielleicht haben Sie es ja schon bemerkt: wir haben die Ergebnisse unserer aktuellen Journalisten- und Kundenbefragung in Bezug auf soziale Medien dieses Mal nicht einfach auf dem SlideShare Channel der Agentur abgelegt, sondern über eine Facebook Landing Page zum Download angeboten. Wir meinen nämlich, dass man uns schon ein wenig „mögen“ sollte, wenn man auf die Ergebnisse dieser Befragung zum Social-Media-Verhalten unserer Kunden und journalistischen Partner zugreifen will. Also gibt es den Bericht zur Umfrage nur gegen ein kleines „Gefällt mir “ auf Facebook.

Aber das ist natürlich das Prinzip jeder Facebook Landing Page: man will neue Leser nicht direkt auf die Chronik führen, sondern auf eine Sonderseite, auf der man über ein attraktives Service-Angebot ein „Gefällt mir“ auslösen will: „Sag mir, dass Dir mein Facebook-Angebot gefällt, und Du bekommst etwas umsonst!“

Eine solche Landing Page ist einfach angelegt. Wie einfach, das verraten wir Ihnen im Folgenden:

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BITKOM-Studie: Jedes zweite deutsche Unternehmen betreibt Social Media Marketing – Die Defizite des Mittelstands

Fast die Hälfte (47 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt soziale Medien ein. Weitere 15 Prozent wollen damit in Kürze beginnen. Das geht aus einer aktuellen Studie des BITKOM hervor. Dabei wurden im Auftrag des BITKOM 723 Unternehmen aller Branchen befragt. „Soziale Medien sind in vielen Unternehmen fester Bestandteil der internen und externen Kommunikation geworden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Für den Social-Media-Einsatz werden zunehmend feste Strukturen mit spezialisierten Mitarbeitern und eigenen Budgets geschaffen.“ Als wichtigstes Ziel nennen 82 Prozent der Unternehmen, die soziale Medien einsetzen, die Steigerung ihres Bekanntheitsgrades. Für 72 Prozent steht die Gewinnung neuer Kunden im Vordergrund und für 68 Prozent die Pflege von Kundenbeziehungen. 42 Prozent der Befragten wollen ihr Image verbessern, 23 Prozent neue Mitarbeiter gewinnen und 15 Prozent die Produktentwicklung vorantreiben.

Organisatorischer Nachholbedarf im Mittelstand

Ein weiteres Thema der Studie beschäftigt sich mit den organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz sozialer Medien. Dabei zeigen sich große Unterschiede zwischen größeren und kleineren Unternehmen. So haben 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten eigene Mitarbeiter, die für die Steuerung der Social-Media-Aktivitäten verantwortlich sind, aber erst 41 Prozent der mittelständischen Unternehmen. 63 Prozent der Großen verfügt über so genannte Social Media Guidelines, die Mitarbeitern Richtlinien für die berufliche Nutzung sozialer Medien geben, während es bei den Kleinen 19 Prozent sind. Besonders dramatisch: Social Media Monitoring betreiben 48 Prozent der großen, aber nur 10 Prozent der mittelständischen Unternehmen.

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