Vertrauen in der Kommunikation als Ziel

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Vertrauen in der Kommunikation

Die Kommunikationsarbeit hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen durchlebt. Für PR-Agenturen ebenso wie für Kommunikations-Verantwortliche in Unternehmen bedeutet die Digitalisierung: Wenn sie Vertrauen in der Kommunikation schaffen wollen, müssen sie ihre Arbeit konstante neu ausrichten. Dies betrifft

  • die Zielgruppen (man denke an die Dynamik der sozialien Medien)
  • die Kanäle (vom postalischen Versand der Pressemitteilung hin zum Live-Stream der PK)
  • die strategischen Ziele (insbesondere, wenn es um die Verknüpfung von Marketing und Sales geht)

Höchst interessant sind deswegen die Ergebnisse des groß angelegten, jährlichen European Communication Monitor (ECM). Er untersucht in der aktuellen, elften Auflage die Einstellung von Kommunikations-Profis in 22 europäischen Ländern. Gefragt sind:

  • ihre Einschätzung des Vertrauens, das ihnen entgegen gebracht wird,
  • stratgiesche Herausforderungen der Branche,
  • der Einfluss von AI,
  • Prozesse zur Erstellung von Inhalten,
  • Gehälter
  • Merkmale herausragender Arbeit

Er ist mit 130 Seiten umfangreich genüge für die ausgiebige Lektüre, zwei Punkte möchte ich aber herausstellen.

Vertrauen in der Kommunikation

Im Zeitalter der Fake News hat das Vertrauen in zahlreiche Teilnehmer am öffentlichen Diskurs gelitten. Sehen Kommunikations-Profis sich davon betoffen? Es kommt darauf an, um wen es geht. Von Allgemeinpublikum spüren sie wenig Vertrauen für ihre Branche: Ein Wert von 2.91 auf einer Skala von 1 (Starkes Misstrauen) bis 5 (Starkes Vertrauen). Erheblich besser das Verhältnis zu denjenigen, mit denen sie täglich arbeiten: Journalisten (3.15) und Influencer/Vlogger (3.35). Überraschenderweise liegen diese Werte höher, wenn es um die spezifische Abteilung geht, in der ein Kommunikations-Profi arbeit. Bei Journalisten etwa steigt der Vertrauenswert auf 3.95. Weniger unerwartet ist dagegen, dass unsere Kollegen in der Kommunikation sich persönlich am meisten Vertrauen entgegen gebracht fühlen: Bei Journalisten, mit denen sie persönlich zu tun haben, steigt der Wert auf 4.13.

Es offenbart sich hier eine alte Weisheit des PR-Geschäftfs: persönliche Kontakte sind wichtig für das Vertrauen in der Kommunikation. Also auch für die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit. Dabei ist dieses Vertrauen das wichtigste strategische Ziel, das Kommunikatoren heute haben: mit 37,9 % der Nennungen liegt es auf Rang eins, noch vor der Herausforderung der Geschwindigkeit und des Umfangs an Informationen, die es zu verarbeiten gilt (32.5. %) und der Suche nach neuen Wegen, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten (31.6%)

Was schafft Vertrauen in der Kommunikation?

Einen weiteren Faktor des Vertrauens weist der ECM aus: Transparenz. Die Befragungsteilnehmer nehmen mangelnde Transparenz als größtes Hindernis beim Aufbau von Vertrauen wahr: 46,9 % geben an, dass es hier „oft oder immer“ ein Problem gibt.

Wem vertrauen die Menschen also? Die Studie hat auch diese Frage gestellt. Kommunikations-Profis sehen das größte Vertrauen bei

  • Experten außerhalb ihrer Firma (3.87),
  • gefolgt von ihren eigenen Chefs (3.80)
  • externen Freunden, Fans und Unterstützern (3.75).

Interessanterweise sind sie der Meinung, dass die Öffentlichkeit ihren Kollegen außerhalb der Kommunikationsabteilung eher vertraut als innerhalb (3.70 vs. 3.68 – ein minimaler Unterschied, aber ein bezeichnender. Nur die eigenen Marketing-Kollegen schneiden mit 3.34 noch schlechter ab). Ein weiteres Detail am Rande: Unsere Kollegen in den Agenturen sind insgesamt zynischer, was das Vertrauen der Öffentlichkeit angeht. Durch die Bank schätzen sie dieses als niedriger ein als Kommunikatoren in Unternehmen oder NGO.

Inhalte und die Rolle der Shared Media

Was bedeutet die Frage des Vertrauens für die Nachrichten, die ein Unternehmen, ein Amt oder ein NGO kommunizieren will? Die oben genannten Ergebnisse – die Bedeutung des Vertrauens für die Kommunikationsarbeit und die starke Position externer Experten und Unterstützer in diesem Bereich – weisen einen Weg: Unternehmen müssen diese in ihre Arbeit einbinden. Dazu dienen Shared Media: Inhalte, die von Unterstützern – gleich welcher Art – in den Sozialen Medien gepostet werden. Kommunikations-Profis sehen Shared Media mit einigem Abstand als die wichtigsten Kanal an: 77,5 % messen ihm hohe Bedeutung zu, weit vor Earned Media (wie Abdrucken in Fachzeitschriften) mit 57,9 % oder Owned Media (z.B. Kundenzeitschriften) mit 54,1 %.

Doch wie lassen sich die Unterstützer dazu bringen, über die eigene Firma zu schreiben? Nicht viele Unternehmen sind in der glücklichen Lage, mit den eigenen Produkten und Dienstleistungen newswerte Stories zu schaffen. Wenn Apple ein neues Smartphone veröffentlicht, kommt kein Journalist oder Blogger darum herum, dies aufzugreifen. Wenn ein deutsches KMU eine neue, bahnbrechende Innovation in seinem kleinen Nischenbereich vorstellt (mein Lieblingsbeispiel ist die Fischer Holding, die mit ihren Dübeln die Welt zusammenhält), dann ist das bestenfalls ein Fall für die Fachmagazine.

Storytelling und Content Marketing

Um aus dieser Position in die öffentliche Wahrnehmung zu gelangen, müssen die Kommuniaktions-Profis in den MK-Abteilungen und Agenturen Themen des Markts aufgreifen und bereit sein, darüber zu reden. Sie müssen ihre Kommunikation von Stufe 1 des Storytelling weiterentwickeln bis zu Stufe 3. Sie haben das Standing, Stellung zu beziehen, zu bewerten und zu kommentieren. Dazu können sie auch in den öffentliche Dialog mit externen Experten treten. Nur dann geben sie ihren Unterstützern einen Anlass, über das Unternehmen zu bereichten. Wie gezeigt ist dies eine der effektivsten Maßnahmen, um Vertrauen zu gewinnen. Aus Marketing-Sicht ist diese Technik auch der Grundstein für erfolgreiches Content Marketing. Und auch die Fürsprecher aus dem eigenen Unternehmen – die Mitarbeiter – können ohne geeigneten Content nicht über Employee Marketing dazu beitragen, dass ihr Arbeitgeber Erfolg hat.

Leider krankt die tatsächliche Arbeit vieler Kommunikationsabteilungen hier. Allgemeine und Marktthemen aus den klassischen und sozialen Medien sind eine nachrangige Quelle für die eigenen Inhalte. Nur 61 % bzw 59,4 % nennen sie als wichtige Quelle. Das ist deutlich hinter den Produkten und Dienstleistungen der eigenen Firma (84.6 %) oder Input von Kunden oder internen Kunden der Kommunikationsabteilung (80,7 %). Wer eine erfolgreiche Storytelling-Strategie in Verbindung mit Content Marketing ansetzt, kann also sowohl das Vertrauen in die eigene Firma stärken, als auch dem Marketing entscheidende neue Impulse zu geben.

Welcher Kanal für wen?

Ein kleines Detail noch am Rande: die ECM fragt auch ab, über welche sozialen Netzwerke Mitarbeiter am häufigsten Inhalte verbreiten. Unter allen Beteiligten liegt Linkedin vorn, gefolgt von Facebook. Eine Ausnahme ist die Gruppe der „Social Media Activists“. Das sind derjenigen, die beruflich oder privat besonders häufig und vielseitig die sozialen Medien nutzen. Bei vibrio dürfen wir uns sicher dazu zählen. Hier liegt Twitter auf Platz zwei. Das Netzwerk für „Politiker, Journalisten und Psychopathen“, wie Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär es berüchtigterweise nannte, ist offenbar tatsächlich etwas für Cognoscenti der Socialis Instrumentis.

Bild: rawpixel.com auf Pexels

CeBit-Nachruf: das Persönliche vergessen

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CeBit-Nachruf

Die CeBit ist passé. Im Alter von 32 ging sie zurück daher wo sie kam und wird der Hannover Messe einverleibt, aus der sie einst abgespaltet wurde: es war 1986, als das „Centrum der Büro- und Informationstechnik“ zum ersten Mal abgehalten wurde. Seitdem war Deutschlands groß IT-Messe für viele vibrioten ein prägendes Erlebnis. Die Teilnahme eine Weihprüfung, bisweilen schmerzhaft, oft anstrengend, nie langweilig. Wie bei jeder guten Trauerfeier wollen wir deswegen (De Mortuis Nil Nisi Bene) in unserem CeBit-Nachruf ein paar #cebitmemories Geschichten von und mit der CeBit erzählen – und eine Dignose versuchen, warum es so kommen musste. Weiterlesen

Die DSGVO für Blog-Betreiber – Dem Grauen begegnen

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Die DSGVO bereitet Blogbetreibern und Website-Administratoren derzeit schlaflose Nächte. Zurecht. Denn eigentlich kann man als Blogger unter dem Damoklesschwert der DSGVO eigentlich nur mit einer guten Flasche Wein, die man bevorzugt gemeinsam mit einem befreundetem Rechtsanwalt leeren sollte, oder alternativ mit einem Handtuch panikfrei schlafen.

Um was geht es für Blogger bei der DSGVO?

Es geht um die „Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung)“. Und so klar und bündig wie der Titel ist das ganze Ding, das wir als DSGVO kennen, und das am 25. Mai in Deutschland in Kraft treten wird.

Die DSGVO dient dem Datenschutz, ist also erstmal ganz sinnvoll und grundsätzlich zu begrüßen. Das Problem ist eher, dass unsere Wirklichkeit auf sie überhaupt nicht eingestellt ist. Und dass viele Dinge zwar reglementiert, aber nicht geregelt werden. Man kann sich mit einigen Vorkehrungen zwar die sie vorbereiten, niemand weiß aber mit Bestimmtheit zu sagen, ob das was man da tut und ich im Folgenden empfehle werden, ausreichend sein wird. Deshalb geht es in diesem Beitrag auch nicht um eine verbindliche Rechtsauskunft. Vielmehr beschreibe ich, was ich auf den von mir betreuten Blogs und Web-Seiten unter WordPress in Sachen DSGVO derzeit tue. Und für weitergehende Tipps bin ich jederzeit offen. Auch weil es um viel Geld geht. Denn ein weiteres Problem ist, dass bei einem Vergehen gegen die DSGVO bis zu 20 Millionen Euro Strafe drohen. Und wer hat das schon passend, so er nicht Mark Zuckerberg heißt …

Cookie-Hinweis mit Plätzchen-Plug-in

Eigentlich ist es nicht neu, dass auf die Verwendung von Cookies hingewiesen werden muss. Aber jetzt ist ein guter Zeitpunkt das nachzuholen, wenn es noch nicht geschehen ist.  Mein Tool-Tipp: Mit Cookie Notice kannst du deine Besucher elegant darüber informieren, dass deine Seite Cookies benutzt.

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re:publica 15 – 3 Tage voller Inspiration und Information

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re:publica Bühne 1: dicht gedrängt zur Eröffnung und Keynote

re:publica Bühne 1: dicht gedrängt zur Eröffnung und Keynote

Wie auf- und abgeklärt die Teilnehmer der re:publica sind, zeigte sich am Bahnstreik ganz gut. Ausgerechnet zum ersten Veranstaltungstag starteten die Lokführer ihren sechstägigen Streik. Dennoch führte das bei über 450 Sprechern nur zu drei Absagen und auch bei den Teilnehmern war der Streik als Gesprächsthema schnell durch. Wer kommen wollte, konnte anreisen: nichts ist so zuverlässig, wie der Ersatzfahrplan der Bahn (oder mit dem Flugzeug natürlich).

Nicht nur aus Anlass des Bahnstreiks handelte @bwjetzt, das Landes-Marketing von Baden-Württemberg, im Social-Media-Sinne vorbildlich.

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Mit PR in Google News: ein alter Hut in neuen Schläuchen?

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pr in google news

pr in google news

PR in Google News: Wozu braucht es eigentlich unabhängige Medien, wenn PR-Leute künftig ihre Pressebotschaften direkt in Google einschleusen können? Steht diese Frage wirklich auf der Agenda?

Reuters überraschte vor wenigen Tagen mit der Meldung „Google change allows company statements to top news searches„.  Und prompt wurde aus dieser Meldung ein grundlegender Paradigmenwechsel der Unternehmenskommunikation. Florian Harms, Chefredakteur von Spiegel Online, bezeichnete den Vorgang in einem Tweet als „Dammbruch“. Und Jens Rehländer, ehemaliger Redaktionsleiter von GEO.de leitete mit diesem Zitat dann auch seine Warnung an die Ex-Kollegen ein: „Journalisten! 5 Gründe, warum euch Google jetzt nicht mehr braucht„.

PR in Google News: Was ist neu an der Google-Politik?

Folgt man der Reuters-Meldung, so hat Google im vergangenen September seinen Algorithmus für die News-Suche geändert.

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SEO ist Teil des Onlinemarketings – ein Verweis auf einen Beitrag in der IBusiness Executive summary

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Einen sehr guten Beitrag in der iBusiness Executive Summary 01/2005 zur Zukunft von SEO von Sebastian Halm kam mir eben unter die Finger und Augen. Einige wenige Zitate zeigen, wo es – auch meiner Meinung nach – lang geht mit dem SEO:

„Die Suchmaschinenoptimierung als eigenständige Marketingdisziplin und freistehende Dienstleistung wird 2015 endgültig obsolet – Suchmaschinenoptimierung kann und wird fortleben als Teil von ganzheitlichen Strategien. … SEO ist Taktik – keine Strategie. … Es geht um Onlinemarketing statt um Google-Manipulation. … SEO ist nicht mehr kausal kalkulierbar. Viele Maßnahmen des SEOs unterstützen ein gutes Ranking, aber lösen es nicht ursächlich aus: Es herrscht Korrelation statt Kausalität vor.“

Ich sehe das ganz genauso. SEO-Kenntnisse werden zunehmend wichtig für Agenturen und Entscheider, die sich im Bereich Online-Kommunikation bewegen. Moderne PR-Arbeit und Social-Media-Marketing sind ohne SEO-Kenntnisse nicht mehr möglich. Dabei geht es um das Wissen grundlegender Mechanismen, nicht mehr um isolierte Einzelmaßnahmen. es geht darum Storytelling und Content-Marketing effizient auf- und umzusetzen. Es geht um SEO im WordPress-Blog. SEO wird Teil der Angebote von PR- und Marketing-Agenturen. SEO als Einzeldisziplin versagt vor der Komplexität der sich ständig ändernden Google-Algorithmen. SEO ist Technik, Kommunikation ist Strategie. Aber wie viele PR-Agenturen sind auf diese Herausforderungen heute vorbereitet? Wenige.

Virales Marketing ohne Moralkodex: der Fall Mhoch3

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Es war in der Branche kein Geheimnis. Meinungen und Bewertungen im Internet, in Foren oder auf Bewertungsseiten können gekauft werden. Vielen Verbrauchern war dies nicht klar. Ein Fall aus Österreich könnte dies nun ändern, weil er zum ersten Mal deutlich macht, welches Ausmaß und welche Methoden Agenturen anwenden, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Mindestens genauso schockierend ist dabei die Selbstherrlichkeit, mit der die betroffene Agentur Mhoch3 ihre Dienste anbietet. Dabei verstößt sich nicht nur gegen den „Europäischen Kodex der Verhaltensgrundsätze in der Öffentlichkeitsarbeit“ (eine Kopie des Code de Lisbonne findet sich auf den vibrio-Seiten), sondern möglicherweise auch gegen das Wettbewerbsrecht.

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Virales Marketing durch bezahlte Claqueure: ein Verstoß gegen den Code de Lisbonne

Dass die irreführenden Kommentare gekaufter Claqueure zutiefst unmoralisch sind und Dienstleister wie Kunden in Misskredit bringen sei nur am Rande erwähnt. Der Fall wird auch dazu führen, dass die Skepsis gegenüber sozialen Medien weiter zunimmt, die schon im Zuge der jüngsten Konflikte in der Ukraine und Syrien stark angestiegen ist.

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re:publica 2014 – was vibrio bei der Netzgemeinde gefunden hat

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Neuland-Ikone: Sascha Lobo

Neuland-Ikone: Sascha Lobo

Dank David Hasselhoff und Bianca Jagger hat sich die Netzgemeinde zur re:publica mit ihrer Filter Bubble bis in die Tagesschau vorgearbeitet. Zwischen On- und Offlinern tobt in der Zeit danach ein heftiger Kampf: Ist das wichtig? Ist das relevant? Und wenn oder wenn nicht, warum war ausgerechnet vibrio, eine Agentur die auf PR und Social Media Marketing für High-tech und erklärungsbedürftige Produkte spezialisiert ist, auch dieses Jahr wieder mit zwei Kollegen in Berlin vertreten? Das Fazit der Skeptikerin und des Euphorikers fällt einhellig aus: da muss man gewesen sein. Weiterlesen

Internet-Suche mit qwant statt Google

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Auch im Gwand (bayerisch für ‚in der Kleidung‚) von qwant kommt vibrio gut daher. Investitionen in Suchmaschinenoptimierung lohnen sich also nicht nur für Google. Auch bei der neuen französisch-europäischen Suchalternative schneiden wir besser ab als die Bakterien der Cholera. Zumindest da, wo es für uns wichtig ist: im Netz, bei den Nachrichten und bei Social.

qwant gesucht nach vibrio

qwant gesucht nach vibrio

Da die neue Suchmaschine damit wirbt, keine persönlichen Daten zu sammeln und ich sie mit dieser Suche das erste Mal besuchte, sollte jeder, der auf qwant nach vibrio sucht, dieselbe Ansicht bekommen. Mir gefällt besonders, dass die Ergebnisse in Tabellenansicht aufbereitet und verschiedenen Kategorien zugeordnet sind (nach Zeilen und Aktualität ist eine Darstellung auch möglich). Erstens sind wir das von Hootsuite oder Tweetdeck mittlerweile so gewöhnt. Zweitens bin ich schneller bei den Ergebnissen, die mich interessieren – sollte ich nur Antworten auf eine Frage suchen, bin ich etwa an Shopping-Ergebnissen nicht interessiert, kann ich diese links, äh pardon, rechts liegen lassen.

Laut einem Bericht in heise von heute Früh ist qwant angeblich bereits erfolgreicher als das ebenfalls unpersonalisierte Duckduckgo und zählt über eine halbe Milliarde Suchanfragen täglich. Kooperationen gibt es schon mit Tripadvisor für den Touristikbereich und Mozilla für Firefox Smartphones und Tablets. Auch wenn die Vorherrschaft von Google nicht ernsthaft bedroht ist, ist es trotzdem gut zu wissen, dass es Alternativen gibt. Einfach mal ausprobieren!

Die digitalen Beduinen verlassen das Home Office – Wie der Google Author Rank die Macht von den Firmenmarken auf die Mitarbeitermarken überträgt

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Gestern durfte ich rund 80 Unternehmer des Münchner Unternehmerkreises IT darauf vorbereiten, dass sie im Zeitalter sozialer Medien, durch Storytelling und vor allem auch durch den Google Author Rank in den nächsten Jahren einen guten Teil ihrer Markenmacht – ob sie wollen oder nicht – an ihre Mitarbeiter übertragen werden.

Ausgehend von der durch Yahoo eingeleiteten Neudiskussion um die Zukunft von Home Offices ging es mir darum zu zeigen, dass es gar nicht mehr nur darum geht, WO künftig gearbeitet wird, sondern WIE sich die Arbeitsbeziehungen zwischen Management und Mitarbeitern verändern werden. In der Tat werden sich die Machtverhältnisse erheblich verändern: Während Mitarbeiter zu Marken werden, verlieren die Unternehmensmarken an Gewicht. Warum ist das so?

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