Alle Beiträge von Veronika Kramheller

Content Marketing Mädchen mit Glaskugel

Was hat unsere Zukunft mit Content Marketing zu tun?

Wer ist vibrio im Jahr 2020? Ist Content Marketing die Strategie für unsere Agentur und unsere Kunden? Ist mit dem Begriff PR unser Berufsfeld dann überhaupt noch treffend beschrieben?

vibrio25
vibrio 25 Jahre

Als PR- und Social-Media-Agentur bewegen wir uns in einer aufregenden Zeit voller Umbrüche. Das Mediensterben greift weiter um sich, Print-Erzeugnisse verlieren an Auflage, Tagespresse und Zeitschriften kämpfen gegen einen Vertrauensverlust – Fake News sind daran ebenso schuld wie die zunehmende Verschränkung zwischen Anzeigenabteilung und Redaktion oder die magere Personaldecke in den Redaktionen. Hängt der Himmel über uns als Agentur also voller dunkler Wolken? Oder sind wir schon auf dem Weg zum Topf voll Gold, irgendwo am Ende des Regenbogens?

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Himmlisch in nun jeder Hinsicht: Die vibrio Telefon-Warteschleife

Wir vermeiden es ja tunlichst, unsere Anrufer in die vibrio Warteschleife abtauchen zu lassen. Hin und wieder können wir es dennoch nicht vermeiden – mit überraschenden Reaktionen. Denn statt Beschwerden gibt es höchst amüsante Antworten wie „Was, sie sind schon da? Das Lied hätte ich mir jetzt gerne länger angehört“. Ein Anrufer hat doch tatsächlich mal darum gebeten, ihn noch etwas in der Warteschleife zu lassen.

Nun fragen Sie sich bestimmt, welchen musikalischen Leckerbissen wir hier präsentieren. Es ist Dave Brubecks „Take Five“, eine wunderbar locker-flockige Jazznummer mit Saxophon- und Schlagzeug-Solo. Tausendmal kopiert und doch nie erreicht. Am vergangenen Mittwoch ist Dave Brubeck einen Tag vor seinem 92. Geburtstag an Herzversagen gestorben. Mit ihm geht einer der größten Jazzkomponisten des 20. Jahrhunderts.

1961 gab Brubeck ein Konzert an der Berliner Mauer. Die Universität Duisburg verlieh ihm die Ehrendoktorwürde. Einen seiner wichtigsten Auftritte hatte Brubeck aber in ganz kleinem Rahmen: 1988 spielte er in Moskau während eines Essens, das der damalige US-Präsident Ronald Reagan für Michail Gorbatschow ausrichtete. Er schaffte es als erster Jazzmusiker auf das Cover des „Time“-Magazine und erhielt den Grammy für sein Lebenswerk.

Rest in Peace, Dave. Deine Musik bleibt und wird die Besucher unserer Warteschleife auch weiterhin erfreuen.

Rengtengteng machs guud – vor 20 Jahren lief der letzte Trabi vom Band

Der Trabi 601 (Quelle: Spiegel)

Gindor, wie de Zeid vergehd! 20 Jahre ist es nun her, seit die letzte Stufenhecklimousine der Zwickauer Sachsenring-Werke ins mobile Dasein startete. Seit 1957 hatte der Zweitakter die Deutsche Demokratische Republik bewegt.

Fingerdünne Auspuffröhrchen, die Karosserie aus baumwollverstärktem Phenoplast, ein Gewicht von kaum mehr als 600 Kilogramm, 3,56 Meter lang, 600-Kubik-Zweizylinder-Motor, vier Gänge, 26 PS, 80 bis 90 km/h, ein Fahrwerk mit Einzelradaufhängungen und Blattfedern – und keine Tankuhr. Stattdessen klemmt unter der Motorhaube ein Peilstab, den man in den Tank stecken kann, um eine genauere Reichweiten-Schätzung zu bekommen. Die technischen Details lassen den Hightech-verwöhnten Autofahrer von heute erst mal schlucken. Doch trotz oder gerade wegen seiner Eigenheiten ist der Trabi in den letzten zwanzig Jahren zum absoluten Kult-Auto avanciert – in Ost und West.

Kurz nach der Wende schien der Trabi allerdings keiner rosigen Zukunft entgegenzusehen. Damals wollte jeder das Auto loswerden, weil es dem Aufbruch in eine neue Zeit scheinbar im Wege stand. Obwohl die Wartezeit für die Zuteilung eines Trabant 601 in den achtziger Jahren bei mehr als zehn Jahren lag, wurde er zu tausenden in Feld, Wald und Wiese entsorgt. Die Flut von Gebrauchtwagen aus dem Westen machen dem Trabi den produktionstechnischen Garaus: Am 30. April 1991, gerademal ein halbes Jahr nach der Wiedervereinigung, lief der letzte von 3.132.240 Trabis vom Band.

Die anfängliche Geringschätzung des Trabant ist allerdings längst vorbei. Heute sind für ein halbwegs ordentliches Exemplar 2000 bis 3000 Euro fällig. Und obwohl der Trabi längst nicht mehr gebaut wird ist die „Pappe“ bis heute ein vergleichsweise weit verbreitetes Auto: Exakt 33.726 Trabis waren am 1. Januar 2011 beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg registriert – rund die Hälfte davon fährt im Westen. Gut organisiert ist die Trabi-Gemeinde auch – in deutschlandweit 126 Trabi-Clubs mit teils skurrilen Namen wie „Honni’s Bester“ oder „Die Baumwollbomber“.

Von wegen, das Internet vergisst nichts: Seit gestern gibt es „X-pire!“, den Radiergummi fürs World Wide Web

Quelle: chip.de

Sonne, Samba, Saufgelage – Kater, Kopfweh… Karriereknick. Dass so manch wildes Erlebnis aus der (jugendlichen) Sturm- und Drangzeit auch noch nach Jahren und angekommen in der Seriosität einen faden Beigeschmack hinterlassen kann, ist hinlänglich bekannt. Oft bleibt nicht nur ein gehöriger Kater zurück. Eingefangen mit der Digicam und bis in alle Ewigkeit im www konserviert, soll diese Freizügigkeit schon so manchem Zeitgenossen, gerade in Karrieredingen, geschadet haben.

Ewigkeit mit Einschränkung

Doch die virtuelle Ewigkeit hat jetzt ein Ende – zumindest die der Firefox-Nutzer, denn seit gestern steht „X-pire!“ zum Download bereit. X-pire! soll verhindern, dass Dateien dauerhaft zum Abruf im Internet bereitstehen. Das Browser-Plug-In für Firefox verschlüsselt Bilder und versieht sie mit einem Ablaufdatum. Das heißt, die (ins Internet hochgeladenen) Fotos werden nur innerhalb des vom Nutzer festgelegten Zeitraumes angezeigt. Nach Erreichen des Ablaufdatums wird der Schlüssel vom Schlüsselserver nicht mehr herausgegeben – die Bilder sind verfallen und nicht mehr sichtbar.

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iRetrophone – für stilvolles telefonieren trotz iPhone

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Retro hier, Retro da – die Flut an immer neuen Retrowellen raubt mittlerweile sogar einem durch-und-durch-Retro-Fan wie mir zeitweilig die Luft. Einen wahren Lichtblick haben allerdings die Entwickler des kleinen New Yorker Unternehmens ObjectGraph gezaubert: das iRetrophone. Es wird per Hand aus Kunststoffharz gegossen, das iPhone nimmt den ehemaligen Platz der Kurbelwählscheibe ein. Der Sprung ins letzte Jahrtausend hat seinen Preis: Das App kostet 195 US$ plus 15 US$ Fracht.

Wer hip sein will muss blechen. Das wird – im Gegensatz zum Kommen und Gehen von Modeerscheinungen – wohl immer so bleiben.

Und plötzlich bin ich wieder 11…

raider 

1991 war das große Jahr des Abschied-nehmens: Freddy Mercury ist von uns gegangen (musikalisch ein herber Verlust), Roy Black ist ebenfalls gegangen (musikalisch ein überschaubarer Verlust) und aus Raider wurde Twix – sonst änderte sich angeblich nix. Ein Zuckerl meiner Kindheit war plötzlich weg, aber die Jahre vergingen und Raider –  hm, aus den Augen, aus dem Sinn.

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