Alle Beiträge von Sabine

Gastbeitrag von Ralf Koenzen, Gründer & Geschäftsführer von LANCOM Systems

Bundesregierung hält Wort: Kein Verkaufs-Stopp für WLAN-Produkte

Vergangene Woche ging hierzulande ein monatelanges Tauziehen um den Marktzugang für Funkprodukte zu Ende. Auslöser war die Radio Equipment Directive (RED) – eine neue EU-Richtlinie, die verbindliche technische Anforderungen an Funkanlagen beschreibt. Ab 13. Juni 2017 muss die RED von allen Herstellern von Funkanlagen – darunter auch WLAN-Router und Smartphones – angewendet werden.

Doch der Übergang zur neuen EU-Richtlinie läuft alles andere als „harmonisch“. Angesichts eines schleppenden Umsetzungsprozesses auf EU-Ebene drohen verheerende Folgen für Hersteller, Markt, Anwenderunternehmen und Konsumenten (siehe dazu mein Blog-Beitrag vom 19.12.2016, der die Problematik ausführlich darstellt). Aufgrund von fehlenden harmonisierten Standards könnten viele Funkprodukte sukzessive aus dem Handel verschwinden, da ein Nachliefern nicht mehr möglich wäre.

LANCOM Router

Keine Abhilfe seitens der EU-Kommission

Angesichts der äußerst schwierigen Situation haben sich nationale Regierungen, Interessensverbände, Standardisierer und Hersteller in selten gekannter Einigkeit bei der Europäischen Kommission dafür stark gemacht, die Übergangsfirst von der Vorgängerrichtlinie (R&TTE) zur RED um ein bis zwei Jahre zu verlängern und damit ausreichend Zeit für die Bereitstellung der harmonisierten Normen zu erhalten. Leider jedoch ohne Erfolg. Schlimmer noch: eine von der Kommission Anfang April veröffentlichte „Klarstellung“ legt den Schluss nahe, dass das wahre Ausmaß des Problems in Brüssel nach wie vor nicht verstanden wurde.

Neues Funkanlagengesetz schafft Klarheit

Auch die Bundesregierung – allen voran Bundeswirtschaftsministerium und Bundeskanzleramt – stand seit Monaten im engen Austausch mit der EU-Kommission, um den drohenden Verkaufs-Stopp für zahlreiche Funkprodukte doch noch abzuwenden. Doch selbst der dringende Appell von Bundeswirtschaftsministerin Zypries an die EU-Kommission lief ins Leere.

Zumindest für Deutschland kann jedoch jetzt Entwarnung gegeben werden. Auf Initiative von CDU, CSU und SPD – und nach einer entsprechend klaren Stellungnahme des Bundesrats im März 2017– sprach sich der Wirtschaftsausschuss des Bundestags letzte Woche für eine Änderung des geplanten Funkanlagengesetzes aus. Diese Änderungen sorgen dafür, dass Funkprodukte auch bei fehlenden harmonisierten Standards wie gewohnt weiter von uns Herstellern verkauft werden dürfen. Mit dem Funkanlagengesetz (FUAG) wird die RED in nationales Recht umgesetzt. Es ersetzt das bisher geltende Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG).

Bundestag stimmt zu

Letzte Woche nahm der Bundestag das FUAG an. Inklusive der für uns elementaren,  eingebrachten Formulierung, die bewusst von der RED abweicht: „Funkanlagen, die mit bislang geltenden harmonisierten Normen übereinstimmen, dürfen auch nach dem 12. Juni 2017 bis zur Veröffentlichung aktueller harmonisierter Normen in Verkehr gebracht werden.“ [Seite 5].

Damit hat die Bundesregierung Wort gehalten und für Deutschland den drohenden Lieferstopp für Funkprodukte abgewendet. Alle Funkprodukte – inklusive WLAN- und LTE-Geräte – sind auch nach dem 12. Juni weiterhin wie gewohnt erhältlich. Sie wendet damit unschätzbaren Schaden von Herstellern, Handel und auch Anwendern ab.

Bleibt zu hoffen, dass auch die EU-Kommission auf den letzten Meter noch einlenkt und eine europaweite Lösung herbeiführt. Knapp sieben Wochen Zeit hat sie noch.

Auf der Suche nach der sicheren Suchmaschine

Früher gab es AltaVista. Der Name der ersten Suchmaschine im Internet ist vermutlich den wenigsten heute noch geläufig. Irgendwann hatte Yahoo sich die beliebte Suchmaschine einverleibt. Doch zuvor kam natürlich Google und was danach kam wissen wir alle. Ohne Google läuft heute gar nichts mehr im Internet. Warum ich AltaVista hier überhaupt erwähne? Weil wir – die Agentur vibrio – damals, vor vielen Jahren, den Auftrag hatten, die Suchmaschine bekannt(er) zu machen und das sollte über Such-Workshops laufen: AltaVista wollte den Menschen beibringen, wie man richtig und effektiv im Internet sucht. Den Anfang sollten die Journalisten machen, weil sie per se eine Zielgruppe sind, deren tägliches Brot das Recherchieren von Informationen ist. Das AltaVista-Team konnte ihnen tatsächlich einiges beibringen. Und wir hatten volles Haus – mit fast 20 Teilnehmern. Besonders beliebt war auch der AltaVista Search Guide – der Such-Ratgeber wurde fast täglich von Unternehmen, Verbänden, Politik und vielen anderen angefragt:

Das alles kann man sich heute kaum noch vorstellen. Später lautete der Auftrag für vibrio dann die MSN Suche (heute Bing) bekannter zu machen. Ich erinnere mich an die Aussage eines Produkt Managers: „Eine Suchmaschine wechselt man genauso ungern wie seinen Frisör“. Wohl wahr. Suchmaschinen haben uns jedenfalls lange begleitet. Dieser kleine nostalgische Ausflug musste sein.

DuckDuck Go – vom Nischenanbieter zu 4 Millionen Suchanfragen täglich

Vor ein paar Wochen ist mir DuckDuck Go https://duckduckgo.com/ begegnet. Der Name ist abgeleitet vom amerikanischen Kinderspiel „Duck, duck, goose“ – einer Art Fangspielvariante. Eine Milliarde Suchanfragen hat DuckDuck Go nach eigenen Angaben im Jahr 2013 verarbeitet. Etwa 4 Millionen Anfragen sind es inzwischen täglich – das sind doppelt so viele wie noch vor der NSA-Affäre im Sommer 2013. Woher kommt die steigende Beliebtheit einer bis vor kurzem kaum bekannten Suchmaschine? Edward Snowdon hat sicher seinen Anteil daran. Denn die Suche bei DuckDuck Go ist anonym. Anders als bei anderen Suchangeboten wird die IP-Adresse eines Nutzers nicht gespeichert. User-Profil oder personalisierte Suchergebnisse? Fehlanzeige. Doch auf solche Zusatzangebote verzichtet mancher Nutzer gern, wenn er anonymisiert suchen kann. Zeit Online weist in einem Beitrag (Der Irrglaube von der NSA-sicheren Suchmaschine) aber auch darauf hin, dass DuckDuck Go als amerikanisches Unternehmen natürlich dem US-Recht unterliegt. Außerdem wird der Dienst auf Amazon Servern, dem Cloud-Dienstleister der CIA, betrieben. Wie so oft im Leben: Jede Medaille hat auch ihre Kehrseite. Es gibt übrigens auf europäischer Ebene auch Alternativen wie die niederländischen Dienste Startpage und Ixquick („die diskreteste Suchmaschine der Welt“), die beide auf Datenschutz setzen. Auch wenn beim Vergleich der Nutzerzahlen mit Google schnell Ernüchterung aufkommt – laut TechCrunch verzeichnet Google etwa dreimal so viele Suchanfragen täglich wie DuckDuck Go im ganzen Jahr – warum sollte man nicht mal einen andere Suchmaschine ausprobieren? Das macht man bei seinem Frisör doch auch, wenn er zu viel von einem preisgibt.

Online-Shop für Pralinen mit persönlichen Grußbotschaften

Ich liebe Schokolade. In allen erdenklichen Variationen. Schokolade gehört zu meinem Leben. Diese Leidenschaft teile ich mit Pino und Deniz Nocilla aus dem schweizerischen Pfäffikon. Ihre kulinarischen Reisen und Besuche in Cafés rund um den Globus brachten sie auf die Idee, eine eigene Schokoladen-Marke zu entwickeln. Poesie und Kunst waren die weiteren Zutaten für ihre Schokoladen-Kreationen. Die eigene Schokoladen-Marke SAY CHOCOLATE ist seit 2009 auf dem Schweizer Markt und wird über das Internet verkauft. Der erste Online-Shop der Schweiz, der sich auf Pralinen mit individuellen Grußbotschaften spezialisiert hat, nimmt unter www.saychocolate.ch auch Bestellungen aus Deutschland entgegen.

Pralinen von SAY CHOCOLATE sehen nicht nur edel aus, sie schmecken auch köstlich. Ich weiß, wovon ich spreche.

Weiterlesen