Alle Beiträge von Markus Pflugbeil

Markus Pflugbeil twittert unter www.twitter.com/markuspfl

Was PR mit SEO zu tun hat oder auch nicht

Oder: Alle Jahre wieder unterwegs als PR-Agentur auf der dmexco, der Messe für Digitales und Social-Media-Marketing.

Durch Frankfurt nach Köln zur dmexco
Durch Frankfurt nach Köln zur dmexco

Unlängst ergab sich unter mehr oder weniger (auch privat) bloggenden PR-Profis wieder das Streitgespräch, in das ich zur Zeit öfter gerate: Muss man als PRler auch SEO beherrschen? Ich sage darauf: Nein, man muss es nicht beherrschen, aber verstehen und akzeptieren. Keiner stellt mehr die Macht der ersten zehn Suchergebnisse von Google in Frage. Wie man dorthin kommt, sollte aber nicht ausschließlich zur Aufgabe des PR-Profis werden.

Weiterlesen

re:publica 2014 – was vibrio bei der Netzgemeinde gefunden hat

Neuland-Ikone: Sascha Lobo
Neuland-Ikone: Sascha Lobo

Dank David Hasselhoff und Bianca Jagger hat sich die Netzgemeinde zur re:publica mit ihrer Filter Bubble bis in die Tagesschau vorgearbeitet. Zwischen On- und Offlinern tobt in der Zeit danach ein heftiger Kampf: Ist das wichtig? Ist das relevant? Und wenn oder wenn nicht, warum war ausgerechnet vibrio, eine Agentur die auf PR und Social Media Marketing für High-tech und erklärungsbedürftige Produkte spezialisiert ist, auch dieses Jahr wieder mit zwei Kollegen in Berlin vertreten? Das Fazit der Skeptikerin und des Euphorikers fällt einhellig aus: da muss man gewesen sein. Weiterlesen

Foursquare – toller Dienst bleibt in der Nische

Foursquare - Bürgermeister Whisky bei vibrio
Foursquare – Bürgermeister Whisky bei vibrio

Einchecken, einkaufen, Bonus erhalten, wiederkommen, einchecken, einkaufen, Bonus… und so fort. „Toll“, dachte ich, als ich mich das erste Mal mit Foursquare beschäftigt habe, „endlich kann ich auf die Plastik- und Stempelkarten der Kundenbindungsprogramme verzichten, und entscheide selbst, wo ich mich als Stammkunde zu erkennen gebe.“ Weit gefehlt.

Seit seiner Gründung 2009, also vor fünf Jahren, bis heute, hat es Foursquare, zumindest in Deutschland, nicht geschafft, eine kritische Masse an Unternehmen (und Anwendern) zu erreichen. Selbst Ketten aus dem US-Heimatmarkt, wie Starbucks, schaffen es in Deutschland nicht, auf den Foursquare-Zug aufzuspringen. Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie ein Location Based Service, zu Deutsch: standort-bezogerner Dienst, hinter dessen umfangreichen Möglichkeiten sich vielfältige Ideen realisieren lassen würden, so vor sich hin dümpelt. Heute ist Foursquare Day, den ich in München mit anderen Foursquarlern feiern werde. Verfolgt mich dabei auf Twitter oder Foursquare.

Weiterlesen

3 Tage CeBIT: weniger Besucher, mehr Gespräche, mehr Fokus

Zur Überraschung einiger hat die CeBIT diesmal sehr offen und schnell die erneut gesunkenen Besucherzahlen veröffentlicht. Der Veranstalter meldet eine Besucherzahl von 210.000 und bleibt damit unter den Erwartungen von 230.000. Aus meiner Sicht kein Grund das Fazit nun mit „Früher…“ zu beginnen, dem typischen Satzanfang auf den Ü-40-Standparties. Im Gegenteil: Ich bin von Montag bis Mittwoch kaum noch von den sogenannten „Beutelratten“ überrannt worden und musste mich nicht durch „Rattenfänger“ auf die Stände kämpfen. Ab Dienstag früh waren die Hallen gut gefüllt – das galt für alle Hallen von 2-13, bis auf wenige Ausnahmen wie die Halle 9.

Weiterlesen

Internet-Suche mit qwant statt Google

Auch im Gwand (bayerisch für ‚in der Kleidung‚) von qwant kommt vibrio gut daher. Investitionen in Suchmaschinenoptimierung lohnen sich also nicht nur für Google. Auch bei der neuen französisch-europäischen Suchalternative schneiden wir besser ab als die Bakterien der Cholera. Zumindest da, wo es für uns wichtig ist: im Netz, bei den Nachrichten und bei Social.

qwant gesucht nach vibrio
qwant gesucht nach vibrio

Da die neue Suchmaschine damit wirbt, keine persönlichen Daten zu sammeln und ich sie mit dieser Suche das erste Mal besuchte, sollte jeder, der auf qwant nach vibrio sucht, dieselbe Ansicht bekommen. Mir gefällt besonders, dass die Ergebnisse in Tabellenansicht aufbereitet und verschiedenen Kategorien zugeordnet sind (nach Zeilen und Aktualität ist eine Darstellung auch möglich). Erstens sind wir das von Hootsuite oder Tweetdeck mittlerweile so gewöhnt. Zweitens bin ich schneller bei den Ergebnissen, die mich interessieren – sollte ich nur Antworten auf eine Frage suchen, bin ich etwa an Shopping-Ergebnissen nicht interessiert, kann ich diese links, äh pardon, rechts liegen lassen.

Laut einem Bericht in heise von heute Früh ist qwant angeblich bereits erfolgreicher als das ebenfalls unpersonalisierte Duckduckgo und zählt über eine halbe Milliarde Suchanfragen täglich. Kooperationen gibt es schon mit Tripadvisor für den Touristikbereich und Mozilla für Firefox Smartphones und Tablets. Auch wenn die Vorherrschaft von Google nicht ernsthaft bedroht ist, ist es trotzdem gut zu wissen, dass es Alternativen gibt. Einfach mal ausprobieren!

Wo das Internet der Dinge entsteht

Ich habe das erste Mal einen Messebesuch in einem Storify erzählt. Storify ist letztendlich nichts anderes als eine Aggregations-Plattform für Streams aus über 20 Social-Media-Kanälen. Der Aufbau eines Storify benötigt allerdings auch etwas Zeit, damit man nicht ungeordnet alle Quellen einfach aufnimmt. Dabei habe ich festgestellt, dass vor allem bei in Storify integrierten Twitter-Suche die Ergebnisse offenbar nicht vollständig angezeigt werden; die Suche nach verschiedenen Kriterien, Stichworten oder Accounts, ist empfohlen. Der, wenn man so will, Nachteil eines ordentlich kuratierten Storify ist, dass der sinnige Aufbau trotz aller Automatismen auch viel Zeit braucht. Vorteil des Storify ist, dass es sich (natürlich) wieder einbetten lässt. Dann allerdings stellt sich die Frage, ob ein nativer Blog nicht die bessere und genauso schnelle Alternative ist. A propos Einbetten, hier nun das Storify zur Embedded World:
Weiterlesen

Blogger Relations – Agenturen suchen, finden und helfen

Wordpress Logo

Blogger Relations sind aufwändiger zu pflegen als Kontakte zu Journalisten, zumindest für PR-Agenturen. Auf jeden Fall scheint es Kommunikationsbedarf zu geben, wie die mittlerweile über 30 Beiträge der entsprechenden Blogparade von Mike Schnoor zeigen.

Die Gründe sind vielfältig, damit umzugehen ist für viele PR-Schaffende, die den guten alten Zeiten nachtrauern, schwierig. Angestellte Journalisten zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei einem Medium arbeiten. Wie jedes Unternehmen hat das Medium bzw. sein Verlag den Vorzug, eine feste Adresse sowie eine Telefonzentrale und einen eindeutigen Domain-Namen zu haben. Die Recherche nach den passenden Ansprechpartnern ist demzufolge relativ einfach: anrufen und fragen, wer für dieses oder jenes Thema zuständig ist; es gibt zudem Anbieter, die entsprechende Angaben in den Datenbanken „as a Service“ pflegen und online abrufbar vorhalten. Fertig ist der Kontakt, die Relations können nun gebaut werden. Und meistens bleiben diese Relations sogar ein (Berufs-) Leben lang nützlich. Nach meiner langjährigen Beobachtung wechseln nur knapp 30 Prozent der festangestellten Journalisten die Branche, was (zumindest berufliche) Beziehungen zum Erliegen bringt. Zwei Drittel wechseln innerhalb der Branche zu einem anderen Medium oder in die Presseabteilung eines Branchenunternehmens (womit der Kontakt noch nicht ganz verloren ist). Die Investition in die Beziehungspflege lohnt sich also: Ergebnis ist eine langjährige stabile Beziehung, idealerweise zum langjährigen Nutzen von PR und Journalist.

Es ist schwieriger Blogger zu finden, als Journalisten

Mit den Bloggern ist es schwieriger. Gesucht werden unabhänige (Privat-) Blogger mit hoher Affinität zu einem Thema und entsprechend hoher Glaubwürdigkeit und idealerweise nachweisbaren Zugriffszahlen. Hier gibt es keine Bahnhofsbloghandlung, wo man mal schnell schauen kann, wie die aktuelle Blogger-Landschaft aussieht. (Nur zur Info, laut Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler gibt es dort bis zu 8.000 verschiedene Zeitungs- und Zeitschriftentitel.) Auch die Blog-Suche der Suchmaschinen fördert auf die Schnelle keine sinnvollen, d.h. für die PR nutzbaren, Ergebnisse zu Tage. Zwar versuchen mittlerweile einige der o.g. Diensteanbieter ihre Datenbank-Services auf Blogger zu erweitern, in der Praxis halten die Ergebnisse einer Prüfung nur in den wenigsten Fällen stand. Dafür gibt es viele Gründe.

Weiterlesen

vibrio auf der dmexco

Worte, die keiner versteht, den sie betreffen.
Worte, die keiner versteht, den sie betreffen.

„Was machen Sie denn hier?“ – diese Frage musste ich oft beantworten, als Kunden, Partner und Freunde von vibrio. unseren Messestand auf der dmexco in Köln entdeckten. Dabei ist die Antwort ziemlich einfach: weil wir auch im Internet das tun, was wir schon seit über 20 Jahren gut können. Wir haben im Auftrag unserer Kunden gute Texte für mehr oder weniger erklärungsbedürftige Produkte geschrieben und unseren Kunden erklärt, wie sie mit guten Geschichten die richtigen und wichtigen Journalisten für sich interessieren. Im Internet-Marketing-Sprech von heute heißt das Content-Marketing und Storytelling mit dem die Key Influencer oder Opinion Leader oder Brand Ambassadors erreicht werden müssen.

Zugegeben, mit diesem zugespitzen und individuellen Angebot waren wir ein bisschen die Exoten auf der Digital Marketing Messe. Dominiert wurde die Ausstellerliste von Tool-Anbietern für alle möglichen (und unmöglichen) Internet-Werbeformen sowie von den entsprechenden Werbeplattformen. Für Branchenfremde oder gar Online-Skeptiker dürfte diese Messe der Alptraum sein. Weiterlesen

Deutsch von und mit Profis – ein Seminar

Michael Lohmann von Deutschmeisterei
Michael Lohmann von Deutschmeisterei

Er bezeichnet sich selbst als Oberlehrer. Aber da irrt er. Nicht jeder, der was von seinem Fach versteht und sein Wissen mitteilt, ist ein Klugscheißer und Wichtigtuer. Michael Lohmann versteht viel von Sprache, vornehmlich der Deutschen, von Journalismus und von guten Texten. Wie ein Oberlehrer sieht er auch nicht aus. Das Haupt ist eine Quäntchen Einstein, eine Prise Lesch und ein Hauch von Hassknecht, was die Stimmgewalt und das Temperament betrifft.

Bei gefühlten 40 Grad im Schatten in einem Konferenzraum, der von rund zehn Leuten beatmet und bedünstet wird, hat er Text-Profis begeistert, gefesselt, unterhalten. Wie entsteht ein guter Text? Weiterlesen

Big Data braucht Data Scientists

Günther Stürner, langjähriger Datenbank-Experte von Oracle, im Interview mit Achim Killer für den Deutschlandfunk zum Thema Big Data
Günther Stürner, langjähriger Datenbank-Experte von Oracle, im Interview mit Achim Killer für den Deutschlandfunk zum Thema Big Data

Einigkeit herrschte auf der Big-Data-Expertenrunde von Branchenschwergewichten wie EMC, IBM, Oracle, SAS und Software AG am vergangenen Donnerstag in München: die technische Basis, um Geschäfte mit Big Data zu machen, ist vorhanden, was fehlt sind sogenannte „Data Scientists“, die sich auf die Auswertung der Daten und die Integration mit vorhandenen Datenbeständen verstehen.

Big Data Referenzen fehlen

Da der Umgang mit Big Data tatsächlich Big Business verspricht, oder, um es konkreter zu sagen, Geschäftsvorteile gegenüber den Wettbewerbern, sind öffentliche Anwendungsbeispiele leider noch dünn gesät. Genannt wurden etwa die Sensorauswertung beim CERN (nicht die physikalische Kernanwendung, sondern „nur“ Hunderte von Millionen von Sensorendaten, die an neuralgischen Punkten feststellen, ob die Anlage funktionsfähig ist) oder die Vorabprüfung von Paypal-Zahlungen, bei der in 150 Millisekunden anhand von 1.000 Regeln geprüft wird, ob eine Zahlung freigegeben werden kann.

Live via Skype war in die „Münchner Big-Data-Runde“ zugeschaltet der Big-Data-Verantwortliche des Frankfurter Flughafens. Weiterlesen