Aktuelle Trends in SEO-Redaktion, Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung

seo ranking faktoren 2017
Die von searchmetrics berechneten SEO Ranking Faktoren 2017: CTR und Social Signals dominieren

Wie in jedem Jahr so veröffentlichten die SEO-Profis von searchmetrics auch zum vergangenen Jahreswechsel wieder aufschlussreiche Informationen zu geänderten SEO-Anforderungen erfolgreicher Online-Inhalte. Im Großen und Ganzen bestätigten sie, was für eine gute SEO-Redaktion und eine erfolgreiche Storytelling-Strategie zu vermuten war:

  • Content wird immer wichtiger
  • Technische Kriterien sind weiterhin relevant
  • das Ranking der SEO-Kriterien wird immer unübersichtlicher, weil situationsabhängiger

Im Konkreten ist der Bericht aber doch hilfreicher, als zu erwarten war:

Content matters in der SEO-Redaktion

Auch wenn technische Kriterien noch immer relevant sind, so wird die Qualität des Inhalts für die Rezipienten immer wichtiger.

Unangefochten führt die Click Through Rate die Relevanzhierarchie der SEO-Kriterien an: je mehr Leser von einem gegebenen Content aus weiter in die Tiefe des Online-Angebots klicken, desto wichtiger ist dieser Inhalt für diese Leser, desto wahrscheinlicher ist es, dass dieser Inhalt bei einer entsprechenden Google-Suche bei vergleichbaren Lesern weit oben in den Suchergebnissen angezeigt wird. Auch die Aufenthaltsdauer des Besuchers auf der Seite spielt eine wichtige Rolle. Klickt der Leser schnell wieder weg, weil er nicht findet was er sucht, dann verschlechtert dies das Ranking der Seite. Gut so.

Google+ darf nicht unterschätzt werden

Auf den Rängen folgen dann aber schon die Social Signals, also die Relevanz der Seite in den sozialen Medien. Einmal mehr muss betont werden, dass searchmetrics Korrelationen misst, also den Zusammenhang zwischen gutem Ranking und den erfassten Phänomenen. Seiten, die über eine große Anzahl sozialer Signale verfügen, finden sich also auch in den Suchergebnissen gut platziert: „Die Korrelation zwischen Social Signals und Ranking-Position ist extrem hoch; so hoch wie bei keinem anderen Ranking-Faktor.“ Damit ist noch wenig über einen kausalen Zusammenhang ausgesagt: Führen Nennungen in Google+ tatsächlich zu einem besseren Ranking? Meine eigenen Erfahrungen deuten schon darauf hin, dass solche Signale auch Google eine gehobene Relevanz signalisieren …

Für mich wenig überraschend ist dabei die dominante Rolle von Google+ (niemand liebt Google+ ehr, als Google!). Über die hohe Bedeutung von Pinterest war ich dann aber doch ein wenig erstaunt. Facebook und Twitter folgen mit – geringem – Abstand. 

SEO-Redaktion bedarf großer Umsicht

Inhalt und Technik des Online-Angebots müssen stimmen. Was man dann noch beeinflussen kann, geschieht durch eine umsichtige SEO-orientierte Redaktionsarbeit. Dabei muss man immer im Hinterkopf behalten, dass ein Web-Autor zuerst für den Leser, immer aber auch ein wenig für Google schreibt. 

Immer wichtiger wird die Breite der Umfang des Content-Angebots: gut gerankte Seiten werden immer umfangreicher. Die Textmenge nimmt zu. 

Content SEO Faktoren

Die explizite Platzierung von Keywords ist hilfreich, verliert aber weiter an Bedeutung: „Die Relevanz des einzelnen Keywords nimmt immer weiter ab – auch bedingt durch die Machine-Learning-Algorithmen von Google … So haben 2016 weniger als die Hälfte der Landingpages in den Top20 das Keyword im Title oder der Description; das Keyword in der H1 tragen nur noch ein Drittel aller Seiten. Das Content-Verständnis von Google bemisst sich entsprechend an der Relevanz von Inhalten, nicht an der Verwendung einzelner Suchbegriffe.“

Wichtiger hingegen wird die Recherche von dem zentralen Keyword verwandten Suchbegriffen und die Nutzung von „Begriffswolken“. Es macht also Sinn, zum Beispiel über das Google-Keyword-Tool weitere verwandte Suchbegriffe zu suchen und den Inhalt auf dieser Suchbegriffe auszudehnen – ein Verfahren, dass wir bei vibrio schon lange für von uns betreute Online-Angebote anwenden.

SEO ist ein dauerhafter Prozess in Online-Redaktion und Content Marketing

Sehr hilfreich für SEO-bewusste Online-Redakteure ist eine starke interne Verlinkung. Das Schöne ist dabei, dass man die Stärke dieser Verlinkung selbst in der Hand hat. Wichtig ist dabei der Hinweis von searchmetrics auf die Sinnhaftigkeit der internen Verlinkung: “ Nicht einfach eine hohe Anzahl an Links, sondern eine durchdachte und relevante interne Linkstruktur ist ein wichtiger Ranking-Faktor, von dem die komplette Domain profitiert.“

In der Praxis erfordert dies eine auch laufende nachträgliche Verlinkung der Dokumente: wird ein neuer Blogbeitrag publiziert, sollten von diesem nicht nur ältere Dokumente verlinkt werden, sondern auch in älteren Dokumente sollten sinnvolle Verweise auf das aktuelle Dokument platziert werden. Dies ist ebenso aufwendig wie unbedingt sinnvoll. Ich selbst kalkuliere im Schnitt als Redaktionsaufwand neben der eigentlichen Erstellung eines Posts noch einmal die gleiche Zeit für die sinnvolle interne und externe Verlinkung.

Insgesamt bietet die Studie von searchmetrics natürlich keine Erfolgsgarantie für gelungene Suchmaschinenoptimierung. Sie gibt aber wertvolle Hinweise und ist allemal ein guter Anlass, das eigene Online-Redaktionsverhalten wieder einmal zu überdenken. Also gilt die Empfehlung: Lesen!

 

 

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