Geschrieben von Michael Kausch am 21 Mai 2010

Eventmarketing und Web 2.0

publikumvonvorne

Im Rahmen eines internen Workshops haben sich Kolleginnen und Kollegen von vibrio Gedanken gemacht, wie moderne Events ins Web 2.0 und wie Web 2.0 in die Events hinein wirken können. Die Präsentation, die dabei herausgekommen ist, ist weniger eine konkrete Jobliste für Event-Manager, die ihre Veranstaltung mit den Möglichkeiten der Kommunikation 2.0 anreichern wollen, als vielmehr ein Grundlagenpapier darüber, was alles geht, was sinnvoll ist, an was man denken sollte und denken kann.

Continue Reading »

Geschrieben von Michael Kausch am 17 Mär 2010

„Die Tage der Loyalität zu einer Nachrichtenorganisation oder einer Technologie sind im Internet-Zeitalter vorbei"

koepke

Das ist nicht Holger Schmidt!

Dies ist eine der Kernaussagen einer Studie über den Einfluss des Internet auf das Nachrichtenwesen, die F.A.Z.-Blogger Holger Schmidt ausführlich würdigt.

Die Kernthesen in der Übersicht:

- Das Internet ist heute eine der wichtigsten Nachrichtenquellen [wenig überraschend]

- Im Internet werden viele Quellen genutzt [waren das noch Zeiten, wo Liberale die Tagesschau und Konservative HEUTE geguckt haben und dann gemeinsam eine pluralistische Gesellschaft bildeten]

- D.h.: die Loyalität gegenüber zentralen Nachrichtenquellen” schwindet [für die älteren unter uns: Onkel Köpke! gibt es nie wieder]

- 37 Prozent der Nachrichtenkonsumenten produzieren auch selbst Nachrichten oder kommentieren diese: Der Empfänger wird Sender [Hallo Herr Brecht!]

- “Der normale Online-Nutzer besucht nur wenige Nachrichtenangebote im Netz.” [Jeder hat seinen eigenen Vertrauensmann]

- Die Bedeutung des Nachrichtenkonsums auf mobilen Medien wächst

- “Die sozialen Medien funktionieren also immer stärker als Netzwerkfilter.”

Wer mehr wissen will: selber lesen!

Den Orginalbericht des Pew Internet & American Life Project unter dem Titel „Understanding the Participatory News Consumer” gibt’s hier.

Geschrieben von Michael Kausch am 15 Mär 2010

“Susanne-Günther” – und ewig grüßt der Kaffee Partner

Die Story um vibrio gegen Kaffee Partner wird immer spannender. Kiki, ein aufmerksamer Kommentator auf dem Czyslansky-Blog hat mich erst drauf gebracht, dass da offensichtlich ein Jubelperser unter falschem Namen für Kaffee Partner falsche Stimmung macht:

Am 15.7.2009 kommentiert eine “Susanne” auf shopblogger.de:

“Vor kurzem kam eine Dokumentation über fairen Kaffee-Handel und Ausbeutung der 3. Welt, was der sparsame Deutsche für sich ausblendet. Kein Volk in Europa gibt weniger Geld für Essen und Trinken aus wie wir. Da wir gleichzeitig den höchsten pro-Kopf-Verbrauch bei Lebensmitteln insgesamt haben, kann man sich vorstellen, wie günstig hier alles ist. Sieht ja auch der Nachbar nicht, was es zu essen gibt, das Auto hingegen schon. Schön den 400 € Webergrill und das Fleisch vom Discounter. Dass ein solches Verhalten nur auf dem Rücken anderer möglich ist, interessiert hier niemanden. Und weil es hier schon mal um Kaffee-Partner geht: Kaffee-Partner gibt nicht wenig Geld aus, um soziale Projekte z.B. von terre des hommes zu fördern. Von Fa., wie N…, c…&c… habe ich sowas noch nie gehört. Da ist der Kaffee eben auch billiger. So ist das nun mal mit der sozialen Verantwortung! Manchmal kostet sie Geld.”

Continue Reading »

Geschrieben von Michael Kausch am 14 Mär 2010

PR 2.0 mal andersrum - vibrio gegen Kaffee Partner

blog-kaffeemaschine-defekt

Wenn nach einem Image-Desaster im Internet 2.0 die Krisen-PR anrollt, ist es für die Schadensbegrenzung meistens schon zu spät. In Blogs, Communities und Foren formieren sich einzelne kritische Verbrauchererfahrungen schnell zu Lawinen, die kaum mehr zu kontrollieren sind. Anfang 2010 bot sich für vibrio die Chance und Notwendigkeit einmal auszuprobieren, was es konkret auf sich hat mit der viel beschworenen neuen Kundenmacht im Internet – nicht aus Lust am Stänkern, sondern weil sich unser Problem nicht mehr anders lösen lies. Entstanden ist ein Fallbeispiel für PR 2.0 - oder besser: für ihr Fehlen, wenn Kunden das Web 2.0 zu nutzen verstehen!

Wenn der Kaffee vom Partner nicht schmeckt

Seit rund zwei Jahren ärgerten sich die Mitarbeiter bei vibrio über einen Kaffeevollautomaten der Firma „Kaffee Partner“. Ganz abgesehen davon, dass die meisten Kollegen mit der Qualität des gebrühten Kaffees unzufrieden waren, erschien der Pflege- und Serviceaufwand als zu hoch. Vor allem aber war die Maschine häufig defekt. Alle Nachfragen, ob wir nicht aus „Kulanz“ aus dem mehrjährigen Leasing-Vertrag des Anbieters entlassen werden könnten, wurden von der Firma Kaffee Partner abgelehnt oder gar nicht erst beantwortet. Als im Herbst 2009 die Maschine wieder einmal fünf Tage defekt war, der Anbieter eine anteilige Kürzung der Leasingkosten schriff ablehnte, mehrere Schreiben der Agenturleitung an die Geschäftsführung der Firma Kaffee Partner unbeantwortet blieben und das Unternehmen zuletzt gar mit dem Anwalt drohte, beschloss ich, meinen Unmut über die Situation öffentlich zu machen. Eine Agentur für Öffentlichkeitsarbeit sollte schließlich wissen, wie so etwas geht.

Continue Reading »

Geschrieben von Markus Pflugbeil am 12 Jan 2010

Magda s gut gehen!?

Ein neues Internetmedium namens “Magda” versucht sich als “journalistisches Experiment in einer Welt ohne Geschäftsmodelle”, das meldet die dpa. Ein erster Leseversuch zeigt

  • eine übersichtlich, teilweise spartanische und an manchen Stellen doch schwer navigierbare Website,
  • schöne Namen für Rubriken und Kolumnen,
  • gute Lesbarkeit
  • und schließlich, per Stichprobe ermittelt, ansprechende, lesbare Artikel
  • sowie schöne Fotostrecken.

Dem Impressum nach zu schließen besteht das Geschäftsmodell – denn von irgendetwas müssen die Autoren schließlich leben – darin, dass die Autoren sonst in einem Journalistennetzwerk für etablierte (Print-) medien aller Art tätig sind. Medium 1.0 finanziert indirekt Medium 2.0 – wie lange das gut geht ist die Frage: Entweder die alten Medien sterben aus, dann stirbt damit auch der Content bei jungen oder die alten Medien verbieten ihren Contentlieferanten die Tätigkeit für ein kostenloses Medium, da sie damit die kostenpflichtigen kannibalisieren…

Im übrigen gilt Maria Magdalena als Sie als Patronin der Frauen, reuigen Sünderinnen und Verführten, der Kinder, die schwer gehen lernen, der Schüler und Studenten, der Gefangenen, der Handschuhmacher, Wollweber, Kammmacher, Friseure, Salbenmischer, Bleigießer, Parfüm- und Puderhersteller, Winzer, Weinhändler und Böttcher. (Quelle: Evang.-Luth. Kirchengemeinde Salder, über die Schlosskirche)

Von Verlegern und Journalisten ist leider nicht die Rede - hoffentlich ist das kein schlechtes Omen.

Geschrieben von Michael Kausch am 01 Sep 2009

Wie Unternehmen das Web 2.0 verpennen …

…zeigt einmal mehr F.A.Z.-Netzökonom Holger Schmidt. Sein lesenswerter Post von gestern abend verweist u.a. auf Telekom-Obermann, den man den Twitter-Account geklaut hatte, darauf, dass nur jedes vierte der DAX-, M-DaAX- und TecDAX-Unternehmen twittert und einmal mehr auf die Vodafone-Web2.0-Werbepleite.

Continue Reading »

Geschrieben von Markus Pflugbeil am 06 Mär 2009

Compuware bloggt und rockt

So stellt sich Compuware CIO Rick vor

So stellt sich Compuware CIO Rick vor

Noch schnell gebloggt, bevor es zu spät ist. Kollege Staudt machte uns auf die Seite rockitman.de aufmerksam, über die die aktuelle Ausgabe der Computerwoche auf der letzten Seite berichtet. Für uns als Kommunikationsexperten ist es durchaus interessant zu sehen, wie ein Unternehmen wie Compuware in der Web 2.0 Welt agiert: mit dem Blog eines rockenden CIO, der auf Pamela Anderson steht, Details zu seiner Person siehe hier.

Laut Computerwoche Gespräch mit der Marketing-Managerin von Compuware soll der rockende, virtuelle CIO eine “Essenz” der Compuware Kunde darstellen… Also schnell durchgeklickt und folgendes festgestellt: auf die Seite gelockt werden die Internetuser mit einem Gewinnspiel (kein Link, da schon abgeschlossen), bei dem ein Wii Guitar Hero Komplettsetz zu gewinnen war. Leads sollten wohl über den Link Hintergrundinformationen generiert werden, was sehr seltsam ist, denn die dort angebotenen Themen haben mit den Blogposts von Rick auf den ersten Blick wenig zu tun, der hier seine Vorliebe für Classic Rock statt Überschriften zum Besten gibt. Statt dass man mit einem Klick mehr erfährt, muss man dann seine Kontaktdaten eingeben – verständlich aus Marketingsicht, aber meines Erachtens einen Klick zu früh, denn mich hätte schon vorab mal interessiert, was Compuware unter “Vantage-Lösung, Risiko-Absicherung und proaktives Handeln, Sparen und Wertbeitrag, Effizientes Troubleshooting und SLM und Transparenz gegenüber dem Business” genauer versteht, bevor ich meine Daten hinterlasse. Laut Computerwoche Bericht sei das Unternehmen aber mit dem Erfolg des Blogs, der Mitte März wieder abgeschaltet werden soll, aber sehr zufrieden.

Die zweite Welle liebe Compuware Blogger alias Rick wäre jetzt natürlich, wenn sich eine Facebook Gruppe mit dem Titel “Rick soll weiter leben!” gründet, wäre das nicht was?

Zu Erinnerung an die Seite hier ein Auszug:

Blogposts des rocken- und bloggenden CIOs Rick

Blogposts des rocken- und bloggenden CIOs Rick

Geschrieben von Patrick Hofer am 18 Dez 2008

Jetzt ist es Offiziell: Die Kunden haben die Marketers abgehängt

Das Wall Street Journal verkündet es.  Das Web 2.0 offeriert Unternehmen bemerkenswerte Möglichkeiten mit Kunden zu interagieren. Doch niemand scheine zu wissen wies läuft.

Die Autoren bemerken, dass die Web 2.0 Kommunikation den gleichen Nutzen erfüllt, wie traditionelles Marketing: Den Kunden überzeugen ein Produkt zu kaufen. Doch reiche es nicht mehr aus, dass das Management einen Blog betreibe.

Gefragt seien Strategien, mit denen die Konsumenten in den Kommunikationsprozess involviert werden. Von der Produkte-Entwicklung über die Konsumentenforschung hin zum Kundenservice.

Continue Reading »

Geschrieben von Michael Kausch am 10 Dez 2008

microsoft überholt google im phaeton meint die f.a.z.

ms sky

dass microsoft für seine online-aktivitäten gelobt wird, kommt ja nicht alle tage vor. wenn netzökonom holger schmidt von faz.net microsoft neuerdings auf der überholspur sieht, muss sich etwas großes ereignet haben: mit dem renovierten microsoft live sieht er ms in der wolke des cloud computing zügig an goggle vorbeiziehen. quasi “im phaeton auf der überholspur”. mit sky drive als virtueller festplatte und live mesh als synchronisierungslösung tut microsoft in der tat einen großen sprung richtung wolke 7. große chancen sieht schmidt für microsoft bei einer online-publizierung seiner erfolgreichen office-applikationen, nachholbedarf bei den community-produkten.

Geschrieben von Markus Pflugbeil am 27 Okt 2008

Web 2.0 in der Unternehmenkommunikation - einfach, schnell und billig???

Als PR-Agentur erhalten wir von unseren Kunden und Interessenten Fragen wie diese: Können sie uns nicht mal ein schnelles erfolgreiches Filmchen für YouTube produzieren? Können sie nicht mal schnell mehr Besucher auf unsere Webseite bringen? Können sie für das neue Produkt nicht mal schnell eine interaktive Webseite bauen? Können sie mal recherchieren, welche Blogs für uns wichtig sind? Können sie nicht mal schnell Web 2.0 …?

Grundsätzlich lautet unsere Antwort - schließlich sind wir Dienstleister - meistens: ja wir können! Dann zeigen wir schöne Beispiele, eigene und fremde, diskutieren Ideen und legen schließlich Realisierungskonzepte vor. Und dann kommt das böse Erwachen: irgendein Verantwortlicher muss dem Konzept abschließend zustimmen und aus irgendeinem Topf muss es bezahlt werden.

Nur in welche Zuständigkeit fallen Web 2.0 Aktivitäten? Ist das Direkt-Marketing? Oder Imagewerbung oder Markenkampagne? Oder doch PR? Oder doch Produktmarketing? Oder soll es nicht eher nur Lead-Generation sein? Diese Antworten auf diese Fragen verdeutlichen die Probleme für Unternehmen: von Allem etwas und damit ist (oder fühlt sich) Keiner zuständig. Gleiches gilt für das Budget: wenn Keiner zuständig ist, muss auch Keiner bezahlen. Und wer im Übrigen glaubt, dass, nur weil es Flatrates gibt und in YouTube alles so leicht aussieht, sei Web 2.0 billig und schnell zu haben, täuscht sich:

1. Auch eine Web 2.0 Aktion sollte integriert und nachhaltig geplant sein - die Zeiten des “einfach online” stellen sind vorbei. Wie bei allen klassischen Marketing- und PR-Aktivitäten gilt: ergänzt Eins das Andere und wie lassen sich Synergieeffekte erzielen?

2. Web 2.0 bedeutet Interaktivität, Engagement und schnelle Reaktion, sowie Transparenz und Offenheit - das widerspricht althergebrachten Prozessen der Unternehmenskommunikation und wahrscheinlich sogar irgendwelchen ISO-Normen. Aber das Web 2.0 erfordert genau das. Langwierige Abstimmungsprozesse und Klärungen von Zuständigkeiten müssen im Web 2.0 der Vergangenheit angehören; alte Stellenbeschreibungen und Positionen (Pressesprecher, Marketing Manager, Direct Marketing Specialist, aber auch Product Manager und Systems Engineer) werden um neue Aufgaben mit mehr Eigenverantwortung und ggf. direkter Verantwortung für die Außenkommunikation (ohne mehrfache interne Rückversicherung!) ergänzt.

3. und Letztens und am Wichtigsten: Unternehmen müssen klären, was sie im Web 2.0 wollen! Wenn diese Frage beantwortet ist, klären sich auch die Fragen nach der Zuständigkeit und den Budgets. Wir, als Agentur, helfen Unternehmen gerne dabei, die Potenziale des Web zu identifizieren und anschließend auszuschöpfen.

Was ich in aller Kürze mitteilen wollte: einfach, schnell und billig funktionieren PR und Marketing auch im Internet nicht (mehr) - darüber sollten sich Unternehmen klar sein, die den Web 2.0 Zug nicht verpassen wollen.

Im Übrigen handelt es sich bei der obigen Beschreibung natürlich um nichts Neues, aber dafür wurde mir die alten Themen in den letzten Tagen und Wochen wieder neu bestätigt…weshalb ich es für notwendig hielt, diese Hinweise wieder mal aufzuwärmen.

Next »