Geschrieben von Markus Pflugbeil am 12 Jan 2010

Magda s gut gehen!?

Ein neues Internetmedium namens “Magda” versucht sich als “journalistisches Experiment in einer Welt ohne Geschäftsmodelle”, das meldet die dpa. Ein erster Leseversuch zeigt

  • eine übersichtlich, teilweise spartanische und an manchen Stellen doch schwer navigierbare Website,
  • schöne Namen für Rubriken und Kolumnen,
  • gute Lesbarkeit
  • und schließlich, per Stichprobe ermittelt, ansprechende, lesbare Artikel
  • sowie schöne Fotostrecken.

Dem Impressum nach zu schließen besteht das Geschäftsmodell – denn von irgendetwas müssen die Autoren schließlich leben – darin, dass die Autoren sonst in einem Journalistennetzwerk für etablierte (Print-) medien aller Art tätig sind. Medium 1.0 finanziert indirekt Medium 2.0 – wie lange das gut geht ist die Frage: Entweder die alten Medien sterben aus, dann stirbt damit auch der Content bei jungen oder die alten Medien verbieten ihren Contentlieferanten die Tätigkeit für ein kostenloses Medium, da sie damit die kostenpflichtigen kannibalisieren…

Im übrigen gilt Maria Magdalena als Sie als Patronin der Frauen, reuigen Sünderinnen und Verführten, der Kinder, die schwer gehen lernen, der Schüler und Studenten, der Gefangenen, der Handschuhmacher, Wollweber, Kammmacher, Friseure, Salbenmischer, Bleigießer, Parfüm- und Puderhersteller, Winzer, Weinhändler und Böttcher. (Quelle: Evang.-Luth. Kirchengemeinde Salder, über die Schlosskirche)

Von Verlegern und Journalisten ist leider nicht die Rede - hoffentlich ist das kein schlechtes Omen.

Geschrieben von Michael Kausch am 08 Jan 2010

Im Stau vor dem Frankenstadion die Live-Reportage vom Spiel im Internet gucken

jaguar club

Ashlee Vance berichtet in der New York Times über interessante Neuigkeiten zum Thema Internet im Auto auf der CES. Autohersteller wie Audi und Ford setzen massiv auf die Integration neuer Infotainment-Angebote ins Cockpit.

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Geschrieben von Michael Kausch am 02 Nov 2009

"Der Medienwandel in Richtung Internet beschleunigt sich" sagt Acta, sagt Netzökonom

F.A.Z. Netzökonom Holger Schmidt fasst die jüngsten Ergebnisse der Acta (Allensbacher Computer- und Technikanalyse) übersichtlich zusammen. Ein Posting, das unbedingt lesenswert ist.

Hier nur eine Kurzübersicht der wichtigsten Daten:

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Geschrieben von Michael Kausch am 18 Mai 2009

Die York Times will (mal wieder) und muss (dringend) im Internet Geld verdienen

nytimes

Die Krise der Printmedien zwingt die Verlage zum Umdenken: sie wollen ihre Inhalte nicht länger kostenlos ins Internet stellen. Laut Online-Pionier “Observer” will die New York Times bis Ende Juni entscheiden, in welcher Form künftig pekuniärer Gewinn aus dem Internet gezogen werden soll. Ein Beitrag von Eric Pfanner in der gestrigen Ausgabe zeigt, wo die Reise hingehen soll:

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Geschrieben von Michael Kausch am 31 Okt 2008

fuge für mehrere vibrios

johann sebastian vibrio

dem web ist nichts unmöglich. das konzerthaus dortmund - im unterirdischen kennt man sich dort ja aus - bietet mit seinem web-angebot die nievollendete jetzt verhinderten komponisten die möglichkeit zur fugenbildung. und nicht nur das:

der kleine bach - das bächle -  entscheidet sich im angebot der nievollendeten  für die komposition eines allegro, eines andante, eines kleinen barock-stücks, einer grave oder einer fuge. sodann kombiniert er aus dem angebot vorbespielter tonreihen und schon ists vollbracht: sein ganz eigenes individuelles opus steht im internet zur großen abhöre bereit. natürlich nicht nur für ihn, sondern für die ganze virtuelle welt. ich habe es mit zwei fugen versucht, während  “czyslansky seine fuge” die grenzen des barocken aufs grausamste auslotet, wirkt die “fuge für mehrere vibrios” deutlich geschmeidiger. hören sie einfach mal rein. oder besser noch: hinterlassen auch sie ein werk, dass die violinen seufzen macht. es ist gar nicht so schwer. ich weiß gar nicht, warum alle immer so ein aufhebens um beethoven und mozart machen …

ps: man sollte sich von der langsamen website nicht irritieren lassen. bis man im odeon seinen platz findet dauerts ja auch ein weilchen.

Geschrieben von Michael Kausch am 05 Sep 2008

zeitmaschine internet

 

waren sie schon einmal im internet-archiv spazieren? wenn nicht - tun sie’s jetzt! sie werden staunen. im archiv finden sie zum beispiel den ersten internetauftritt von vibrio aus dem jahr 1997. ok, wir sind seit 1996 online. damals waren wir wohl eine der ersten deutschen pr-agentur mit eigener web site. aber aus dem gründungsjahr ist leider keine seite archiviert.

 vibrio 97

 

aus 1996 gibt es aber eine frühe site der computerwoche zu bestaunen.

 computerwoche 96

 

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Geschrieben von Michael Kausch am 04 Sep 2008

die ratten von rottenneighbor

rotten

vorgestern hatte ich noch auf dem czyslansky-blog einen kommentar zur hetzseite www.rottenneigbor.com hinterlegt, gestern abend berichtete nun auch das zdf heute journal unter dem titel “denunzianten im internet” über rottenneigbor (abrufbar in der zdf mediathek). laut zdf klagt nun erstmals ein geschädigter gegen die betreiber der site wegen rufschädigung, übler nachrede und beleidigung. gut so.

in münchen wird derzeit der landtagskandidat der freien wähler jürgen lochbihler per rottenneigbor übel gemobbt. Die Münchner Schrannenhalle wird mit dem Kommentar hinterlegt: “Jürgen Lochbiler - hier sitzt das Übelste was München zu bieten hat”. ich kann meinem freund tim cole nicht zustimmen, der auf czyslansky meinte: “Wer an die totale Transparenz glaubt (wie ich), der muss auch die Schattenseiten akzeptieren. Dazu gehört das digitale Denunziantentum à la rottenneighbors.com”.

nein. ich will hetze im internet nicht akzeptieren. egal wen sie trifft.